Armin Petschner-Multari

deutscher Politikwissenschaftler, Politik- und Kommunikationsberater sowie Publizist From Wikipedia, the free encyclopedia

Armin Petschner-Multari (* 1989 in München) ist ein deutscher Politikwissenschaftler, Politik- und Kommunikationsberater sowie Publizist. Er ist Gründer der Denkfabrik „The Republic“.

Leben und Studium

Petschner-Multari wurde 1989 in München geboren. Er studierte Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen an der University of Aberdeen. Er erwarb einen Masterabschluss in European Union Studies an der Universität Leiden.[1] Er lebt mit seinem Ehemann in Berlin und New York.[2]

Berufliche Tätigkeit

Armin Petschner-Multari auf der Berlin Campaign Conference 2025

Petschner-Multari arbeitete für die Münchner Sicherheitskonferenz und war in unterschiedlichen Funktionen für die CSU tätig.[2]

Ende 2021 gründete er die Denkfabrik beziehungsweise Kampagnenagentur „The Republic“. Das Projekt wurde unter anderem vom CDU-Parteivorsitzenden Friedrich Merz unterstützt, der an einer Fundraising-Veranstaltung in Leipzig teilnahm und dem Vorhaben öffentlich Erfolg wünschte. Auch der damalige Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, begrüßte die Gründung.[3][4][5][6][7]

Petschner-Multari veröffentlicht Gastbeiträge zu politischen Grundsatzfragen. Unter anderem veröffentlichte er zur Leitkultur-Debatte sowie zum CDU-Grundsatzprogramm, und u. a. auch zur Diskussion über einen „illiberalen Zeitgeist“.[8] Zu Fragen des transatlantischen Verhältnisses und zur Migrationspolitik wird er regelmäßig als politischer Experte herangezogen.[9][10]

Er tritt regelmäßig als Kommentator in Fernsehsendungen und Onlineformaten auf. Er war unter anderem Gast bei Markus Lanz[9][10] sowie Gesprächspartner in Podcasts, darunter mit Paul Ronzheimer.[11] Er kommentiert regelmäßig in Programmen von Welt und Bild. Am Tag der US-Präsidentschaftswahl 2024 war er bei Welt TV live aus Washington, D.C., zugeschaltet und ordnete die Ereignisse gemeinsam mit dem damaligen Welt-Chefredakteur ein.[12]

Petschner-Multari organisiert die „Berlin Campaign Conference“, ein politisches Strategietreffen mit internationalen Wahlkampfberatern und politischen Akteuren.[13][14][15] Zu den Teilnehmern der Konferenz zählte unter anderem der ehemalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko.[15]

Öffentliche Wahrnehmung

Im Zusammenhang mit innerparteilichen Debatten wurde Petschner-Multari in Medienberichten als Teil eines konservativen beziehungsweise wirtschaftsliberalen Netzwerks innerhalb der CDU/CSU genannt.[4][13] Ein Bericht über die sogenannten „Rechtstreiber der CDU“ führte ihn gemeinsam mit weiteren Akteuren aus dem Umfeld der CDU/CSU auf, darunter auch mit Carsten Linnemann.[16] Er gilt als Berater der CDU-Parteiführung unter Friedrich Merz und Carsten Linnemann.[17]

Das Verhältnis von Petschner-Multari zu US-Republikanern gilt als eng.[5][11][12][13][15] Ein von ihm geplantes transatlantisches Forum mit dem republikanischen Senator Lindsey Graham und Friedrich Merz wurde abgesagt, nachdem interne Diskussionen im Konrad-Adenauer-Haus dies verhinderten. Der damalige Bild-Chefredakteur Johannes Boie verteidigte das Projekt öffentlich.[18]

Petschner-Multari organisierte zudem Gespräche einer Delegation der Heritage Foundation mit Mitgliedern der Arbeitsgruppe Außenpolitik der Unionsfraktion unter Leitung von Jürgen Hardt.[19] Im Rahmen einer von Petschner-Multari organisierten USA-Reise fand ein Treffen mit dem Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, statt, an dem unter anderem Dorothee Bär und Andreas Scheuer teilnahmen.[20] Er nahm zudem mit CDU- und CSU-Vertretern an der Republican National Convention in Milwaukee teil.[21]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI