Awtomagistrala Tscherno More
teilweise fertige Autobahn zwischen Warna und Burgas in Bulgarien
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Die Awtomagistrala „Tscherno More“ bzw. Awtomagistrala A5 (bulgarisch Автомагистрала А5, bzw. Автомагистрала „Черно море“ Awtomagistrala „Tscherno More“, deutsch ‚Schwarzmeerautobahn‘) ist eine überwiegend geplante und nur zu einem kleinen Teil fertiggestellte Autobahn in Ost-Bulgarien entlang des Schwarzen Meeres. Die künftige Autobahn folgt dabei teilweise der antiken Römerstraße Via Pontica und soll nach Fertigstellung die beiden größten Küstenstädte Bulgariens, Warna und Burgas, miteinander verbinden. Die Europastraße 87, die von Odessa in der Ukraine nach Antalya in der Türkei führt, wird dann auf der gesamten Autobahnlänge über die Awtomagistrala A5 verlaufen. Ferner soll sie Teil einer zukünftigen „Schwarzmeer-Ringautobahn“ sein.
| Awtomagistrala A5 in Bulgarien | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Awtomagistrala Tscherno More | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Positionskarte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Betreiber: | bulgarischer Staat | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Straßenbeginn: | Warna-Asparuchow (43° 11′ 12″ N, 27° 52′ 41″ O) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Straßenende: | Priselzi (43° 8′ 26″ N, 27° 49′ 11″ O) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gesamtlänge: | 103 km | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| davon in Betrieb: | 8,2 km | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| davon in Planung: | ~103[1] km | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Oblaste (Verwaltungsbezirke): |
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| Ausbauzustand: | 2 × 2 Fahrstreifen mit Pannenstreifen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Awtomagistrala A5 bei Warna | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Straßenverlauf (Liste)
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Strecke
Der bisherige kurze Streckenabschnitt der A5 wird aus der Innenstadt Warnas über die Republikstraße I-9 und die Asparuchowbrücke (Аспарухов мост/Asparuhow most), die den Hafen Warna-Ost überspannt, erreicht. Vom Autobahnbeginn im Stadtteil Asparuchow geht es gut 8 Kilometer hinauf nach Priselzi, wo sie bereits wieder endet und in die I-9 übergeht.
Geschichte
Erste Überlegungen für einen ganz Bulgarien erschließenden Autobahnring wurden 1964 angestellt[2] und mündeten 1971 in einen Beschluss des Ministerrates zur Aufnahme der Planungen für zwei West-Ost-Strecken sowie eine Nord-Süd-Strecke entlang der Schwarzmeerküste als Verbindung der beiden und Schließung des Ringes.
Die Planung der Schwarzmeerautobahn begann in den 1970er Jahren, als die Niederlassung von Patproekt (Пътпроект) in Warna im Rahmen von Vorstudien mehrere potenzielle Streckenführungen mit einer Länge von etwa 100 Kilometern entwickelte. Diese Varianten wurden vom Expertenrat für Technik und Wirtschaft der damaligen Hauptstraßenverwaltung geprüft, jedoch ohne eine konkrete Entscheidung für eine bevorzugte Trassenführung zu treffen. Dennoch wurde bereits in den 1990er Jahren der gut 8 Kilometer lange Abschnitt südlich Warna errichtet, der an die Hafenquerung anschließt und den Stadtteil Warna-Asparuchow umfährt.
Im Jahr 2001 entwickelte Inzhkonsultproekt (Инжконсултпроект), ebenfalls aus Warna, drei Hauptvarianten: eine östliche, eine westliche und eine über den Djulinskipass. Alle Routen beginnen am Ende des bereits fertiggestellten Autobahnabschnittes in Priselzi und enden an der Anschlussstelle der A1 nahe Vetren an der Kreuzung mit der Republikstraße I-6, wo sie an die Awtomagistrala Trakia anschließen.
Planungen
Eine fertige Schwarzmeerautobahn wird die Fahrzeit zwischen den beiden Städten Warna und Burgas merklich verkürzen: Heute werden für die ca. 130 Kilometer lange Strecke, die das östliche Balkangebirge zwischen Obsor und Nessebar durchqueren muss, je nach Verkehrslage und Witterung 2 ½ Stunden und mehr benötigt. Gegenwärtig rollt der gesamte Verkehr über die fast durchgehend nur zweistreifige Republikstraße I-9 mit Überquerung des 452 Meter hohen Primorskypasses. Zwar besteht die alternative Möglichkeit, hinter Rudnik (Рудник) abzuzweigen und über die Straße III-906 und den „nur“ 435 Meter hohen Djulinskipass zu fahren. Diese Strecke ist aber rund 5 Kilometer länger, teilweise nur einstreifig, im Gebirgsteil sehr kurvig und steil sowie im Winter oftmals unbefahrbar. Die dritte Möglichkeit wäre die rund 160 Kilometer lange und maximal auf 214 Meter Höhe führende Strecke über die A2, die II-208, die I-6 und die A1, die weitgehend Flusstäler nutzt.
Da zwischen Warna und Burgas auch keine direkte Eisenbahnverbindung besteht, wird der öffentliche Personenverkehr ebenfalls stark von einer neuen Autobahn profitieren.
Aktuell ist geplant, die A5 aus der Awtomagistrala Hemus (A2) im Westen von Warna nahe Slantschewo auszuleiten, von dort nach Süden über den Kanal 2, der den Hafen Warna-West in Dewnja mit dem Meer verbindet, an Beloslaw vorbei zu führen und am derzeitigen Autobahnende Priselzi anzuknüpfen. Von dort geht es weiter südwärts, wobei derzeit ein Tunnel nahe Koschariza geplant ist. Burgas soll dann im Norden umfahren werden und die A5 in die Awtomagistrala Trakija (A1) an deren aktuellen Streckenende bei Wetren übergehen.


