Bahnhof Niederdollendorf

Bahnhof in Könugswinter an der Rechten Rheinstrecke From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Bahnhof Niederdollendorf ist ein Bahnhof an der rechten Rheinstrecke in Niederdollendorf, einem Stadtteil der Stadt Königswinter im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis. Er steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.[1]

Schnelle Fakten Niederdollendorf, Daten ...
Niederdollendorf
Bahnhof Niederdollendorf
Bahnhof Niederdollendorf
Daten
Lage im Netz Zwischenbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung KND
IBNR 8004366
Preisklasse 5
Eröffnung 1870
Profil auf bahnhof.de Niederdollendorf
Lage
Stadt/Gemeinde Königswinter
Ort/Ortsteil Niederdollendorf
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 41′ 43″ N,  10′ 52″ O
Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Niederdollendorf
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
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Der Bahnhof wird von der DB Station&Service AG in der Preisklasse 5 geführt.[2]

Lage

Der Bahnhof liegt mit seinem Empfangsgebäude und dem Hausbahnsteig am Proffenweg (Hausnummer 4), einem Teilstück der früheren Bachstraße, an der Nordseite der Heisterbacher Straße (Kreisstraße 4). Die Stadtbahnhaltestelle Oberdollendorf der Siebengebirgsbahn befindet sich etwa 200 m weiter östlich, an der Heisterbacher Straße und ermöglicht damit einen schnellen Umstieg.

Geschichte

Der Bahnhof wurde am 11. Juli 1870 im Zuge der Verlängerung der rechtsrheinischen Eisenbahnstrecke von Neuwied bis Oberkassel eröffnet. Er war zunächst nur versuchsweise als Haltestelle ohne Güterverkehr mit dem anfänglichen Namen Dollendorf eingerichtet worden[3][4] und verfügte über zwei Warteräume für die Fahrgäste und einen Dienstraum. Am 1. August 1872 wurde die Beförderung von Eilgut ermöglicht und der Personenverkehr ausgeweitet.[4][5] Erst 1883/84 entstand ein größeres Empfangsgebäude.[6][7][8] Am Bahnhof Niederdollendorf hatte seit 1891 die überwiegend dem Gütertransport dienende Heisterbacher Talbahn ihren Endpunkt. Deren Personenzüge hielten vor dem Empfangsgebäude. Nördlich davon waren Abstell- und Ladegleise und ein Sturzgerüst zum Befüllen von Regelspurwagen. 1897/98 wurde auch ein Güterbahnhof errichtet, dessen Inbetriebnahme am 21. September 1898 erfolgte.[9][10][11] 1902/03 wurde das Empfangsgebäude erweitert und aufgrund der Verlegung eines dritten Gleises die beiden Stellwerke durch Neubauten ersetzt[12][13] sowie anschließend bis 1904/05 ein zweiter Bahnsteig mitsamt Unterführung und eine Überdachung des Hausbahnsteigs errichtet.[14][15]

1938 erfolgte ein umfassender Umbau des Empfangsgebäudes, bei dem unter anderem Fahrkartenschalter und Bahnsteigsperre räumlich vereinigt sowie Toilettenanlagen eingebaut wurden, die zuvor in einem nach Fertigstellung des Umbaus abgerissenen Nebengebäude untergebracht waren.[16][17][18] In den Jahren 1942 und 1950 wurde die zuletzt ausschließlich für den Güterverkehr genutzte Heisterbacher Talbahn schrittweise stillgelegt. 1953 wurde der Bahnhofsvorplatz mit einer Grünanlage neugestaltet[19][20], 1957 ein neues Stellwerk in Betrieb genommen.[21] 1978 entstand an der Südseite des Bahnhofs an der Heisterbacher Straße eine verlängerte Fußgängerunterführung unter der Bahnstrecke mit dem Zugang zum rheinseitigen Außenbahnsteig.[22][23][9] Im Frühjahr 2016 wurde die Bushaltestelle am Bahnhof barrierefrei ausgebaut.[24][25]

Die Eintragung des Empfangsgebäudes, der Bahnsteigüberdachungsträger und der Bahnbetriebsgebäude mit Laderampe in die Denkmalliste der Stadt Königswinter erfolgte am 25. Februar 2002.[1]

Architektur

An das im Kern 1883/84 errichtete Empfangsgebäude, einen zweigeschossigen Backsteinbau, grenzen südlich und nördlich eingeschossige Nebengebäude an. Im südlichen Nebengebäude von 1902/03 befand sich die Bahnhofsgaststätte (geschlossen 2017), das nördliche und erst später errichtete Pendant ist als Dienstgebäude entstanden. Das Obergeschoss ist als Dienstwohnung konzipiert. Der Bahnhof hat einen übergiebelten Mittelrisalit, die Fenster und das Portal haben die Form eines Segmentbogens. Die Fassaden sind mit Gurtgesimsen geschmückt, die Terrakottafriese zeigen. Die Überdachung des Bahnsteigs besitzt gusseiserne Säulen.

Das zum Bahnhof gehörende Betriebsgebäude zur Güterabfertigung von 1897/98 liegt rund 50 m nördlich des Empfangsgebäudes und ist ebenfalls ein Backsteinbau. Das Walmdach des Gebäudes ist mit Schleppgauben versehen. Der als „Drempelgeschoss“ bezeichnete Teil des Gebäudes präsentiert sich in Fachwerk.

Bedienung

Zugverkehr

Im Fahrplan 2022/2023 wird der Bahnhof von den Linien RE 8 und RB 27 bedient:

Weitere Informationen Linie, Verlauf ...
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Busverkehr

An der, östlich des Bahnhofs gelegenen, Bushaltestelle verkehrt im Regelverkehr die Linie 520, die von der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft, kurz RSVG, betrieben wird.

Weitere Informationen Linie, Verlauf ...
Linie Verlauf Takt (Mo–Fr) Betreiber
520 OberpleisBellinghausenThomasbergHeisterbacherrottKloster HeisterbachOberdollendorf Niederdollendorf 10 / 20 / 30 min RSVG
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Literatur

Commons: Bahnhof Niederdollendorf – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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