Bahnhof Rheinbrohl
Bahnhof in Deutschland an der Rechten Rheinstrecke im Landkreis Neuwied, Rheinland-Pfalz
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Der Bahnhof Rheinbrohl ist ein Bahnhof an der rechten Rheinstrecke in Rheinbrohl, einer Ortsgemeinde im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz. Das ehemalige Empfangsgebäude von 1914–16 steht als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz.[1]
| Rheinbrohl | |
|---|---|
Bahnhof Rheinbrohl (2023) | |
| Daten | |
| Betriebsstellenart | Bahnhof |
| Lage im Netz | Zwischenbahnhof |
| Bauform | Durchgangsbahnhof |
| Bahnsteiggleise | 3 |
| Abkürzung | KRBR |
| PLC | DE18828 |
| IBNR | 08005062 |
| Eröffnung | 1. Februar 1884 |
| Profil auf bahnhof.de | Rheinbrohl |
| Lage | |
| Stadt/Gemeinde | Rheinbrohl |
| Land | Rheinland-Pfalz |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 50° 29′ 22″ N, 7° 20′ 0″ O |
| Eisenbahnstrecken | |
| |
| Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz | |

Lage
Der Bahnhof liegt mit seinem ehemaligen Empfangsgebäude nahe dem Rheinufer am südlichen Ortsende von Rheinbrohl an der Hauptstraße 1 (Ecke Hilgersstraße). Der ehemalige Güterschuppen befindet sich rheinseitig an der Fährstraße.
Geschichte
Der Bahnhof wurde am 1. Februar 1884 für den Personen-, Gepäck- und Güterverkehr eröffnet, 14 Jahre nach der Verlängerung der rechtsrheinischen Eisenbahnstrecke von Neuwied bis Oberkassel.[2] An den Baukosten beteiligten sich neben der Gemeinde Rheinbrohl auch die benachbarten Gemeinden Nieder- und Oberhammerstein sowie die Firma Hilgers.[3] Ein Empfangs- und ein Nebengebäude (heute Kirchstraße 2) erhielt er erst 1889.[4][5] 1899 erfolgte eine Erweiterung des Bahnhofs in südlicher Richtung, bei der auch die Fabrik Hilgers ein Anschlussgleis erhielt.[6][7][8]
1913 wurde ein neues Überholgleis im Bahnhof angelegt und an seinem Südende ein neues Stellwerk gebaut.[9][10] Ab 1914, bereits nach Beginn des Ersten Weltkriegs, wurde ein neues Empfangsgebäude weiter südlich errichtet und der Bahnhof somit an seinen heutigen Standort verlegt.[11][12] Dabei entstand auch eine neue Bahnsteigunterführung; zudem waren der Neubau und die Verlängerung mehrerer Wegeunterführungen erforderlich.[13][14][15] Im Herbst 1915 war das der Reformarchitektur zugerechnete Empfangsgebäude im Rohbau fertig, in Betrieb genommen wurde es im August 1916.[16][17][18] Das vorherige Empfangsgebäude sollte zu Dienstwohnungen umgenutzt werden.[10]
1940 wurde der Dienstraum für den Fahrdienstleiter erweitert und die Toilettenanlage ins Empfangsgebäude verlegt.[19][20]
Nach schweren Kriegsschäden wurde das Empfangsgebäude 1949/50 wiederhergestellt und dabei unter anderem das Dach fast vollständig erneuert.[21][22][23] 1958 wurde der Bahnhof mit einem Drucktastenstellwerk ausgestattet.[24] 2004 verkaufte die Bahn das vormalige Empfangsgebäude an eine Fondsgesellschaft.[25] Der zum Bahnsteig hin gelegene Vorbau am Empfangsgebäude für das Stellwerk wurde nach Inbetriebnahme eines Elektronischen Stellwerks 2014 zurückgebaut.[26]
Bedienung
Zugverkehr
Im Fahrplan 2025/2026 wird der Bahnhof von der Regionalbahn-Linie RB 27 und dem Regionalexpress 8 (Mönchengladbach – Köln – Koblenz) bedient:
Weblinks
- Gleise in Serviceeinrichtungen (KRBR). DB InfraGO (PDF; 0,89 MB)
