Bahnstrecke Kobierzyce–Piława Górna
ehemalige Eisenbahnstrecke in der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien
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Die Bahnstrecke Kobierzyce–Piława Górna ist eine Eisenbahnverbindung in Polen. Sie zweigt in Kobierzyce (Koberwitz) von der Bahnstrecke Wrocław–Jedlina-Zdrój ab und führte in Niederschlesien über Łagiewniki (Heidersdorf) und Niemcza (Nimptsch) nach Piława Górna (Gnadenfrei), wo sie in die Bahnstrecke Katowice–Legnica einmündete.
| Kobierzyce–Piława Górna 1944: Rößlingen–Gnadenfrei | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Streckennummer: | 310 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke (PKP): | 222 (1996) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 33,395 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckengeschwindigkeit: | 80 km/h | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Geschichte
Der Abschnitt Heidersdorf–Nimptsch wurde als erster Abschnitt am 15. Oktober 1884 von den Preußischen Staatseisenbahnen als Verlängerung der Strecke aus Strehlen eröffnet. Zehn Jahre später, am 15. November 1894, wurde die nicht einmal zehn Kilometer lange Lücke zwischen Nimptsch und dem seit 1858 bestehenden Bahnhof Gnadenfrei an der Strecke von Camenz (Schles) nach Liegnitz geschlossen. Der Abschnitt Heidersdorf–Koberwitz wurde am 1. Oktober 1898 in Betrieb genommen. Im Zuge dessen wurde der Bahnhof Heidersdorf verlegt. Zuvor war er ein Durchgangsbahnhof in der Relation Strehlen–Gnadenfrei, nun in der Relation Koberwitz–Gnadenfrei.
Im Jahr 1937 erhielten einige Orte an der Strecke neue deutsch klingende Ortsnamen. Damit einher ging die Umbenennung der betroffenen Bahnhöfe und Haltepunkte.
| Alt[5] | Neu[6] |
| Koberwitz | Rößlingen |
| Schönbankwitz | Schönlehn |
| Buchwitz | Buchen (Niederschles) |
| Wilschkowitz | Wolfskirch |
| Pristram | Breitental (Schles) |
| Neudorf-Dirsdorf | Neudorf-Bad Dirsdorf |
Im Reichskursbuch vom Sommer 1939 war die Verbindung als Kursbuchstrecke 125f Rößlingen (Koberwitz)–Heidersdorf–Gnadenfrei verzeichnet. Über die Gesamtstrecke liefen täglich fünf Personenzugpaare durch, dazu kam ein weiteres auf einer Teilstrecke. Sonntags verkehrten zusätzlich zwei beschleunigte Personenzüge für Ausflügler.[7]

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 1945 liegt die Strecke auf polnischem Staatsgebiet. Betreiber der Strecke waren fortan die polnischen Staatsbahnen Polskie Koleje Państwowe (PKP). Die deutschen Betriebsstellennamen wurden durch (zunächst provisorische) polnische ersetzt.
Der Personenverkehr wurde zum 11. Februar 1996 eingestellt, die Strecke zwischen 1996 und 2000 stillgelegt.
Die Wojewodschaft Niederschlesien rechnet mit der Instandsetzung und Wiederinbetriebnahme der Strecke bis Dezember 2026. Stand Februar 2026 ist der Abschnitt Łagiewniki–Piława Górna bereits fertiggestellt, aber noch nicht in Betrieb.[8]
Literatur
- Ryszard Stankiewicz und Marcin Stiasny: Atlas Linii Kolejowych Polski 2014. Eurosprinter, Rybnik 2014, ISBN 978-83-63652-12-8, S. F4
Weblinks
- Beschreibung auf atlaskolejowy.net (polnisch)
- Beschreibung und Bilder auf bazakolejowa.pl (polnisch)