Bahnstrecke Malczyce–Marciszów

Eisenbahnverbindung in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Bahnstrecke Malczyce–Marciszów ist eine Eisenbahnverbindung in Polen. Sie zweigt in Malczyce (Maltsch) von der Bahnstrecke Wrocław Muchobór–Gubinek ab und führt in Niederschlesien über Strzegom (Striegau) und Bolków (Bolkenhain) nach Marciszów (Merzdorf), wo sie in die Bahnstrecke Wrocław Świebodzki–Zgorzelec einmündet.

Weitere Informationen Malczyce–Marciszów 1944: Maltsch–Merzdorf (Rsgb) ...
Malczyce–Marciszów
1944: Maltsch–Merzdorf (Rsgb)
Streckennummer:302
Kursbuchstrecke:248 (1997)
Streckenlänge:73,549 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckengeschwindigkeit:40 km/h
Strecke
von Guben
Abzweig geradeaus und ehemals von links
von Wołów
Abzweig geradeaus und ehemals von links
von Jawor
Bahnhof
0,250 Malczyce früher Maltsch 116 m
Abzweig ehemals geradeaus und nach rechts
nach Wrocław Muchobór
Abzweig geradeaus und nach links (Strecke außer Betrieb)
nach Malczyce Port
Kreuzung geradeaus oben (Strecke geradeaus außer Betrieb)
Guben–Wrocław Muchobór
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
6,915 Proszków Śląski früher Schöneiche 139 m
Abzweig geradeaus und nach links (Strecke außer Betrieb)
Anschluss Zuckerfabrik
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
10,160 Bukówek früher Buchwald-Ellguth 140 m
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
16,053 Ujazd Górny früher Ober Mois 150 m
Brücke (Strecke außer Betrieb)
Autostrada A4
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
21,216 Łagiewniki Średzkie früher Lohnig 175 m
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
24,119 Piekary Udanin früher Gäbersdorf-Beckern 177 m
Abzweig geradeaus und von links (Strecke außer Betrieb)
Anschluss JARO und Tongrube
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
30,290 Jaroszów früher Järischau 200 m
Abzweig ehemals geradeaus und von rechts
von Legnica
Bahnhof
36,304 Strzegom früher Striegau 222 m
Abzweig geradeaus und nach links
nach Katowice
Abzweig geradeaus und ehemals von links
Verbindungskurve von podg. Strzegom Międzyrzecze
ehemaliger Bahnhof
38,002 Strzegom Miasto früher Striegau Stadt 223 m
Brücke
Dienststation / Betriebs- oder Güterbahnhof
39,906 Grabina Śląska früher Gräben 225 m
Abzweig geradeaus und nach rechts
Anschluss Granitsteinbruch
41,600 heutiges Streckenende
Wechsel des Eisenbahninfrastrukturunternehmens (Strecke außer Betrieb)
44,835 Infrastrukturgrenze PLK / DSDiK
Abzweig geradeaus und von rechts (Strecke außer Betrieb)
von Jawor
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
46,184 Roztoka früher Rohnstock 240 m
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
49,800 Kłaczyna früher Kauder 255 m
Brücke über Wasserlauf (Strecke außer Betrieb)
Nysa Szalona (Wütende Neiße)
Strecke mit Straßenbrücke (Strecke außer Betrieb)
Droga ekspresowa S3
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
56,243 Bolków früher Bolkenhain 319 m
Strecke mit Straßenbrücke (Strecke außer Betrieb)
Droga krajowa 3
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
61,000 Stare Rochowice früher Alt Röhrsdorf 375 m
Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
66,016 Poręba Górska früher Großhau 443 m
Bahnhof (Strecke außer Betrieb)
67,825 Domanów Jaworski früher Thomasdorf 464 m
Abzweig geradeaus und nach rechts (Strecke außer Betrieb)
ehemalige Streckenführung nach Marciszów (bis 1945)
Wechsel des Eisenbahninfrastrukturunternehmens (Strecke außer Betrieb)
73,040 Infrastrukturgrenze DSDiK / PLK
Abzweig ehemals geradeaus und von links
von Wrocław Świebodzki
Bahnhof
73,549 Marciszów früher Merzdorf (Rsgb) 420 m
Abzweig geradeaus und nach rechts
nach Jerzmanice-Zdrój
Strecke
nach Görlitz/Zgorzelec

Quellen: [1][2][3][4][5]
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Geschichte

Die Preußischen Staatseisenbahnen eröffneten die Strecke in den Jahren 1890 bis 1899. Die Kilometrierung ging dabei jeweils von Striegau aus.

  • Maltsch–Striegau: 1. September 1895
  • Striegau–Bolkenhain: 1. Dezember 1890
  • Bolkenhain–Märzdorf: 1. August 1899
  • Thomasdorf–Märzdorf (Neutrassierung): 15. Juni 1914

Der Sommerfahrplan von 1939 verzeichnete täglich fünf Personenzugpaare in den Relationen Maltsch–Striegau und Striegau–Märzdorf. An Sonntagen gab es für Ausflügler einen beschleunigten Personenzug von Jauer nach Märzdorf, der im Juli und August täglich verkehrte. Weitere Züge liefen auf Teilstrecken von und nach Bolkenhain.[6]

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 1945 liegt die Strecke auf polnischem Staatsgebiet. Betreiber der Strecke waren fortan die polnischen Staatsbahnen Polskie Koleje Państwowe (PKP). Die deutschen Betriebsstellennamen wurden durch (zunächst provisorische) polnische ersetzt. Die PKP nahmen den Verkehr mit zunächst einem Personenzugpaar in der Relation Jawor–Roztoka–Marciszów wieder auf. Die PKP fassten die beiden Strecken 1947 administrativ zusammen und kilometrierten die Strecke von Malczyce ausgehend neu.[7] 1952 wurde der seit 1945 unterbrochene Verkehr zwischen Strzegom und Roztoka wieder aufgenommen.

Haltepunkt Strzegom Miasto (2008)

Zwischen Malczyce und Strzegom wurde der zuletzt mit zwei Zugpaaren abgewickelte Reiseverkehr am 31. Juli 1989 eingestellt. Zwischen Strzegom und Marciszów verkehrten die letzten Personenzüge am 19. November 1995. Im Güterverkehr wird die Strecke seitdem nur noch zwischen Strzegom und Grabina Śląska befahren. Von Grabina Śląska werden die Produkte eines Granitwerkes versandt.

Am 15. Dezember 2022 ging die verkehrslose Strecke zwischen Grabina Śląska und Marciszów in das Eigentum des wojewodschaftseigenen Eisenbahninfrastrukturunternehmens Dolnośląska Służba Dróg i Kolei we Wrocławiu (DSDiK) über. Die Instandsetzung und Wiederinbetriebnahme der Strecke zwischen Strzegom und Marciszów für den planmäßigen Schienenpersonennahverkehr ist geplant.

Commons: Railway line 302 (Poland) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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