Banco Bradesco

Brasilianisches Bankinstitut From Wikipedia, the free encyclopedia

Banco Bradesco S.A. (Abkürzung von Banco Brasileiro de Descontos) ist ein Finanzunternehmen aus Brasilien mit Firmensitz in Osasco. Das Unternehmen ist im Finanzindex IBOVESPA gelistet. Die Bank gehört zu den vier größten Banken des Landes, zu denen auch die Banco do Brasil, die Banco Itaú und die Unibanco gezählt werden.

Schnelle Fakten
Banco Bradesco S.A.
Logo
Rechtsform Sociedade Anônima
Aktiengesellschaft (Brasilien)
ISIN BRBBDCACNOR1 (Stammaktie)
BRBBDCACNPR8 (Vorzugsaktie)
Gründung 1943
Sitz Osasco, São Paulo, Brasilien Brasilien
Mitarbeiterzahl 82.095 (2024)
Umsatz 362,4 Mrd. BRL (2025)[1]
Branche Kreditinstitut, Finanzdienstleistung
Website banco.bradesco
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Bradesco ist die größte Privatbank in Brasilien und unterhielt 4.634 brasilianische Bankfilialen im Jahr 2012.

Das Unternehmen bietet Internetbanking, Versicherungen, Kreditkartenservice, Darlehen und ähnliche Finanzdienstleistungen an.

International betreibt Banco Bradesco Bankfilialen in New York City, Grand Cayman und Nassau sowie Nebenstellen in Nassau, Luxemburg, Buenos Aires, Grand Cayman und Tokio.

Banco Bradesco hat unter anderem die Unternehmen Banco do Estado do Maranhão, Banco Mercantil de São Paulo sowie die brasilianischen Geschäftstätigkeiten der Finanzunternehmen Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) und der J.P. Morgan Fleming Asset Management übernommen.

Über die Tochter Bradespar hält Bradesco Firmenanteile an dem Bergbauunternehmen Companhia Vale do Rio Doce; ebenso hält es Anteile an dem Energieunternehmen CPFL Energia.

2009 eröffnete Bradesco eine Filiale auf einem Flussboot, um auch Kunden in geografisch abgeschiedenen Regionen erreichen zu können. Angeboten werden im Wesentlichen Girokonten und Konsumentenkredite. Im Zwei-Monats-Rhythmus werden über 11 Städte und 50 Gemeinden zwischen den Städten Manaus und Tabatinga angefahren. Die Tour ist insgesamt 1.600 km lang und dauert sieben Tage.[2]

Firmengeschichte

  • 1943: Banco Brasileiro de Descontos wird in der Stadt Marilla im brasilianischen Bundesstaat São Paulo gegründet.
  • 1946: Bradesco wechselt den Firmensitz nach São Paulo.
  • 1951: Bradesco wächst zur größten Privatbank in Brasilien.
  • 1970er: Bradesco erwirbt 17 Banken in Brasilien.
  • 2000: Banco Bradesco Argentina ist in Buenos Aires tätig.
  • 2003: Bradesco kauft BBVA Brasilien
  • 2006: Bradesco kauft American Express Brasilien
  • 2010: Bradesco kauft Ibi Brasilien (Banco Ibi S.A.) (gehörte zur C&A Cofra Holding)[3]
  • 2010: Bradesco kauft Ibi Mexican (Ibi Services S. de R.L. Mexico) (gehörte zur C&A Cofra Holding)[4]
  • 2015: Bradesco kauft die brasilianische Tochtergesellschaft der HSBC für 5,2 Milliarden US-Dollar.[5]
  • 2019: Bradesco kauft die amerikanische BAC Florida Bank von der nicaraguanischen Grupo Pellas für 500 Millionen US-Dollar.[6]
  • 2020: Bradesco schließt eine Vereinbarung über den Erwerb der brasilianischen Privatkundengeschäfts von JPMorgan Chase ab.[7]
  • 2021: Bradesco erwirbt eine Minderheitsbeteiligung am amerikanischen Fintech-Unternehmen BCP Global.[8]
  • 2022: Bradesco schließt eine Vereinbarung über den Erwerb des brasilianischen Vermögensverwaltungsgeschäfts von BNP Paribas.[9] Die BAC Florida Bank wird in Bradesco Bank umbenannt.
  • 2023: Bradesco feiert sein 80-jähriges Jubiläum

Siehe auch

Commons: Banco Bradesco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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