Bazex-Dupre-Christol-Syndrom

sehr seltene angeborene Hautkrankheit From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Bazex-Dupre-Christol-Syndrom (eigentlich Bazex-Dupré-Christol Syndrom) ist eine sehr seltene angeborene Genodermatose (Hautkrankheit) mit den Kennzeichen einer follikulären Atrophie der Haut (Atrophodermie), spärlicher Behaarung, verminderter Schweißsekretion und Neigung zu Basalzellkarzinomen.[1]

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
L98.8 Sonstige näher bezeichnete Krankheiten der Haut und der Unterhaut
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Synonyme sind: englisch Bazex syndrome; BZX; Bazex-Dupre-Christol syndrome; BDCS; Follicular atrophoderma and basal cell carcinomas

Die Bezeichnung bezieht sich auf die Autoren der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1964 durch den französischen Dermatologen André Bazex (1911–1944)[2], den französischen Dermatologen André Dupré und B. Christol.[3]

Das Syndrom ist nicht zu verwechseln mit dem Bazex-Syndrom, einer Paraneoplastischen Akrokeratose.

Verbreitung

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben, die Vererbung erfolgt X-chromosomal dominant.[1]

Ursache

Der Erkrankung liegen Mutationen wahrscheinlich im UBE2A-Gen am Genort Xq24-q27 zugrunde, welches bei der Reparatur UV-geschädigter Desoxyribonukleinsäure benötigt wird.[4]

Klinische Erscheinungen

Klinische Kriterien sind:[1]

  • Manifestation kurz nach Geburt oder im Säuglingsalter
  • Hypotrichose (Kopf und Augenbrauen)
  • Hypohidrose
  • Prädisposition zu Basalzellkarzinomen, meist im Gesicht
  • follikuläres Atrophoderm an Hand- und Fußrücken, Ellenbogen, Knien und Gesicht

Differentialdiagnose

Abzugrenzen sind:[1]

Therapie

Die Behandlung umfasst Lichtschutz und regelmäßige Suche nach Basalzellkarzinomen.[1]

Literatur

Einzelnachweise

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