Beningsfeld
Ortsteil von Bergisch Gladbach
From Wikipedia, the free encyclopedia
Beningsfeld ist der Name eines Ortsteils und einer Straße im Stadtteil Refrath von Bergisch Gladbach.
Beningsfeld Stadt Bergisch Gladbach | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 50° 58′ N, 7° 6′ O | |
Lage von Beningsfeld in Bergisch Gladbach | ||
| Beningsfeld | ||
|---|---|---|
| Gut Beningsfeld 2015[1] | ||
| Basisdaten | ||
| Ort | Bergisch Gladbach | |
| Ortsteil | Refrath | |
| Angelegt | 1929–1937 | |
| Anschlussstraßen | In der Auen / Am Zaarshäuschen, Kadettenstraße, Penningsfelder Weg in Köln-Dellbrück | |
| Nutzung | ||
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV | |
| Technische Daten | ||
| Straßenlänge | 685 m | |



Lage
Die im Südwesten von Bergisch Gladbach und östlich des Kölner Ostfriedhofs liegende Straße nimmt ihren Anfang an der Stadtgrenze in Fortführung des auf Kölner Gebiet liegenden Penningsfelder Weges. Sie verläuft in südlicher Richtung und geht nach knapp 700 Meter an der abzweigenden Straße Am Zaarshäuschen in die Straße In der Auen über.
Abzweigende Straßen
Die Hauptstraße berührt folgende Straßen und Orte (von Norden nach Süden): private Zugangsstraßen zum städtischen Klärwerk Beningsfeld (rechts, siehe unten), Fußweg Richtung Alte Marksttraße (links), private Zufahrt zum Ort der ehemaligen Motte Beningsfeld auf dem Gelände von Gut Beningsfeld (re)[2], Bernhard-Eyberg-Straße (li) und Rinderweg(re).
Denkmalgeschützte Anlagen
Vor dem Haus Beningsfeld 35, an der Ecke zur Bernard-Eyberg-Straße, steht das denkmalgeschützte Missionskreuz Beningsfeld aus dem Jahr 1765. Die Eintragung des Missionskreuzes in die Denkmalliste der Stadt Bergisch Gladbach erfolgte 1983 (Denkmal Nr. A 34).
Die gesamte Anlage der Motte Beningsfeld wurde unter Nr. 20 in die Liste der Bodendenkmäler in Bergisch Gladbach eingetragen.
Geschichte
Der Hochmittelalterliche Siedlungsname Beningsfeld ist im Urkataster als Penningsfeld verzeichnet. Die mittelalterliche Hofgründung wurde auf Veranlassung des Grafen von Berg durch den Gladbacher Fronhof vorgenommen. Bis ins 17. Jahrhundert hatten sich aus der Siedlungsgründung bereits zwei Hofgründungen mit dem Gut am Benesfeld und dem Gut am untersten Benesfeld entwickelt. Einer dieser Höfe war zu dieser Zeit Teil der Honschaft Gronau und einer Teil der Honschaft Refrath.[3][2]
Der Siedlungsname Beningsfeld lässt verschiedene Deutungen zu. Zunächst kann das Bestimmungswort Benings auf das althochdeutsche binuz (= Binse) zurückgeführt werden. Das würde bedeuten, dass hier ein Binsenfeld mit Straußgras und Erika bestanden hat. Nach den Unterlagen des Pfarrarchivs konnte der Name auch auf den heiligen Benignus zurückzuführen sein. Schließlich könnte sich entsprechend der Schreibweise Pennings eine Zinsabgabe oder Währung dahinter verbergen.[4][5]
Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Beningsfeld wurde politisch zum Teil der Mairie Bensberg, zum Teil der Mairie Gladbach im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairien zur Bürgermeisterei Bensberg bzw. Gladbach im Kreis Mülheim am Rhein.
Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 als Benningsfeld mit zwei Siedlungsbereichen und auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 als (Unter- und Ober-) Penningsfeld verzeichnet. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er auf Messtischblättern regelmäßig als Penningsfeld und auf Karten zwischen 1949 und 1969 als Benningsfeld verzeichnet.
Im Zuge eines Gebietstausches der Bürgermeistereien Bensberg und Gladbach kam schließlich der Gladbacher Teil von Beningsfeld auch zu Bensberg[6].
Aufgrund des Köln-Gesetzes wurde die Stadt Bensberg mit Wirkung zum 1. Januar 1975 mit Bergisch Gladbach zur Stadt Bergisch Gladbach zusammengeschlossen. Dabei wurde auch Beningsfeld Teil von Bergisch Gladbach.
| Jahr | Einwohner | Wohn-
gebäude |
Kategorie | Politische / kirchliche Zugehörigkeit |
|---|---|---|---|---|
| 1822[7] | 67 | Bauergut | Bürgermeisterei Bensberg, Kirchspiel Bensberg | |
| 1822[7] | 43 | Hofstelle | Bürgermeisterei Gladbach, Kirchspiel Gladbach, gen. Penningsfeld | |
| 1830[8] | 89 | Hofstelle | Bürgermeisterei Bensberg, Pfarrgemeinde Bensberg | |
| 1830[8] | 49 | Hofstelle | Bürgermeisterei Gladbach, Kirchspiel Gladbach, gen. Penningsfeld | |
| 1845[9] | 63 | 9 | Bauergütchen | Bürgermeisterei Bensberg, Pfarre Bensberg, gen. Penningsfeld |
| 1845[9] | 63 | 9 | Hofstelle | Bürgermeisterei Gladbach, Gemeinde Gronau,
Kirchspiel Gladbach, gen. Penningsfeld |
| 1871[10] | 103 | 19 | Hofstelle | Bürgermeisterei Bensberg, gen. Penningsfeld |
| 1885[11] | 92 | 19 | Wohnplatz | Bürgermeisterei Bensberg, Kirchspiel Refrath |
| 1895[12] | 97 | 18 | Wohnplatz | Bürgermeisterei Bensberg, Kirchspiel Refrath |
| 1905[13] | 114 | 23 | Wohnplatz | Bürgermeisterei Bensberg, katholische Pfarre Refrath |
Kläranlage

In der Kläranlage Beningsfeld werden die Abwässer der gesamten Stadt Bergisch Gladbach biologisch gereinigt. Dabei werden optimale Lebensbedingungen für die Mikroorganismen geschaffen. Zuletzt fließt das gereinigte Abwasser durch ein Auslaufbauwerk in den Rechtsrheinischen Kölner Randkanal und nach ca. 15 km in den Rhein bei Köln-Stammheim.[14][15][16]
Siehe auch
Literatur
- Gerd Müller: Refrath, Geschichte der Stadtteile Bensberg-Refrath und -Frankenforst, herausgegeben von Peter Bürling in Zusammenarbeit mit der Stadt Bensberg, 1974, S. 119.
- Helmut Höher, Hans Peter Müller: Das Gut Beningsfeld und die Gladbacher Höfe. In: Refrath gestern und heute. Große Güter und keine Höfe, Band 3/II Hrsg. Bürger– u. Heimatverein Refrath, Bergisch Gladbach 2015, o. ISBN, S. 255–284.
Weblinks
- Beningsfeld auf OpenStreetMap
- 20 Jahre Abwasserwerk – Tag der offenen Tür im Klärwerk Beningsfeld Refrath online, abgerufen am 19. Februar 2026


