Vürfels
Ortsteil und Straße in Bergisch Gladbach
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Vürfels ist der Name eines Ortsteils und einer Straße in den Stadtteilen Refrath und Lustheide von Bergisch Gladbach.
Vürfels Stadt Bergisch Gladbach | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 50° 57′ N, 7° 6′ O | |
Lage von Vürfels in Bergisch Gladbach | ||
| Vürfels | ||
|---|---|---|
| Häuser in Vürfels 2015 | ||
| Basisdaten | ||
| Ort | Bergisch Gladbach | |
| Ortsteil | Refrath, Lustheide | |
| Angelegt | 1929–1937 | |
| Hist. Namen | Fürvels | |
| Anschlussstraßen | Dolmanstraße, In der Auen | |
| Nutzung | ||
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV | |



Lage
Die Straße beginnt an der Kreuzung Dolmanstraße mit Siebenmorgen im Zentrum von Refrath. Sie verläuft zunächst nach Westen, dann nach Südwesten bis zur Querung mit dem Gleiskörper der Straßenbahn Köln-Bensberg. Hier wechselt sie vom Stadtteil Refrath nach Lustheide, wo sie an der Kreuzung mit den Straßen In der Auen und Von-Andreae-Straße endet.
Abzweigende Straßen
Vürfels berührt folgende Straßen und Orte (von Osten nach Südwesten):
- In Refrath: Paul-Gerhardt-Straße (rechts), Sandberg (links), Wittenbergstraße (re), Am Steinboden (re), Im Höffgen (li), Im Letsch (re), Om Rodde (re), Am Bach (li), Niedenhof (re), Siegenstraße (quert).
- In Lustheide: Erntestraße (li), Am Anger (re), Flurstraße (li).
Bauwerke und Einrichtungen
An der Straße bzw. in unmittelbarer Nähe befinden sich folgende Bauwerke und Einrichtungen: Evangelische Kirche Refrath, Haltestelle Lustheide der Stadtbahn Köln (Linie 1).
Geschichte
Der Siedlungsname Vürfels setzt sich aus dem althochdeutschen for[a] bzw. dem mittelhochdeutschen vor[e] (=vor/Präposition) und dem althochdeutschen felt/feld bzw. mittelhochdeutschen velt (= Feld, Boden, Fläche) zusammen. Es bedeutet der Hochmotte (Motte Kippekausen) westlich vorgelagertes Vorfeld.[1][2]
Der Name Vürfels greift eine hochmittelalterliche Siedlungsgründung auf, die das Urkataster als Im Vürfels nördlich des Vürfelser Bachs verzeichnet. Die Siedlung Vürfels hat sich aus dem große[n] Hoff zu Vurfelt entwickelt. Dieser stand im Hochmittelalter unter der Herrschaft des Grafen Dietrich von Meer (1078–1107) als selbständiges Rittergut.
Die zur Bewirtschaftung notwendigen Arbeitskräfte wohnten in den umliegenden Köttergütern. 1692 ging der Hof in den Besitz der katholischen Pfarrgemeinde Bensberg über. Sie übertrug die Arbeiten einem Pächter. Bis ins 19. Jahrhundert entwickelte sich die Siedlung zu einem für die Zeit typischen Straßendorf mit zu beiden Seiten Häusern.
Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Porz, belegt, dass der Wohnplatz 1715 als Vielhof kategorisiert und mit Würfels bezeichnet wurde.
Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 ebenfalls als Würfels. Aus ihr geht hervor, dass Vürfels zu dieser Zeit Teil der Honschaft Refrath im Kirchspiel Bensberg war.[3]
Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Vürfels wurde politisch der Mairie Bensberg im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Bensberg im Kreis Mülheim am Rhein.
Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 als Fürfels und auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 als Vürfels verzeichnet. Auf der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er mit Fürvels aufgeführt. Vürfels war Teil der Pfarrgemeinde Bensberg bis zur Abpfarrung Refraths 1846.
| Jahr | Einwohner | Wohn-
gebäude |
Kategorie | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| 1822[4] | 128 | Ortschaft | ||
| 1830[5] | 161 | Bauerngut | gen. Fürfels | |
| 1845[6] | 109 | 21 | Dorf | gen. Fürfels |
| 1871[7] | 237 | 40 | Hofstelle | gen. Fürvels |
| 1885[8] | 261 | 48 | Wohnplatz | gen. Fürvels |
| 1895[9] | 230 | 23 | Wohnplatz | gen. Fürvels |
| 1905[10] | 219 | 39 | Wohnplatz | gen. Fürvels |
Siehe auch
Literatur
- Gerd Müller: Refrath, Geschichte der Stadtteile Bensberg-Refrath und -Frankenforst, herausgegeben von Peter Bürling in Zusammenarbeit mit der Stadt Bensberg, 1974, S. 115 ff.
Weblinks
- Vürfels auf OpenStreetMap

