Brandroster
Ortsteil von Bergisch Gladbach
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Brandroster ist der Name eines historischen Ortsteils und einer Straße im Stadtteil Refrath von Bergisch Gladbach.
Brandroster Stadt Bergisch Gladbach | ||
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| Koordinaten: | 50° 58′ N, 7° 6′ O | |
Lage von Brandroster in Bergisch Gladbach | ||
| Brandroster | ||
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| ehemaliges Hofgut Brandroster | ||
| Basisdaten | ||
| Ort | Bergisch Gladbach | |
| Ortsteil | Refrath | |
| Angelegt | 1929 | |
| Anschlussstraßen | Halbenmorgen / Auf der Kaule, Bensberger Marktweg in Köln-Dellbrück | |
| Nutzung | ||
| Nutzergruppen | Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV | |



Lage
Die Straße liegt an der südwestlichen Stadtgrenze von Bergisch Gladbach. Sie ist die westliche Weiterführung der Straße Halbenmorgen ab der Straße Auf der Kaule in Alt-Refrath und mündet in den Bensberger Marktweg auf dem Gebiet von Köln-Dellbrück.
Abzweigende Straßen
Die Hauptstraße berührt folgende Straßen und Orte (von Osten nach Westen): Büschemerstraße (links), Lucie-Kahlenborn-Straße (rechts) und Zeisigweg (li), Am Meiler (li), Alte Marktstraße (li) und Hasselstraße (re) mit Zugang zum Naturschutzgebiet Gierather Wald.
Geschichte
Die Ortsbezeichnung Brandroster greift den alten Siedlungsnamen An der Brandroster auf, der im Urkataster im Bereich des heutigen Straßenzugs verzeichnet. Das spätmittelalterliche Brandrostergut war Nachfolger des ursprünglichen Wirtshauses an der Brandroster. Dieses Wirtshaus ist im 19. Jahrhundert abgerissen worden.
Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert wurde die Siedlung um eine zweite Hofstelle erweitert. In der Frühneuzeit erfuhr die Siedlung eine weitere Ausdehnung und entwickelte sich zur Dorfschaft Brandroster, die 1828 im Urkataster als Flur VI der Gemeinde Refrath benannt wurde.[1]
Der Name Brandroster ist eine Zusammenstellung aus den mittelhochdeutschen Wörtern brant (= Feuerbrand, brennendes Holzscheit) und rost/roste (= Rost, Scheiterhaufen, auf eingerammten Grundpfählen liegende Balken als Unterlage, Glut). Sie steht in direktem Zusammenhang mit dem örtlichen Gewerbe der Kohlenbrennerei. Es geht dabei um die Anlage eines Meilers, also um die geregelte Verbrennung von Holzscheiten, die geordnet aufgeschichtet wurden.[2][3] Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Porz, belegt, dass der Wohnplatz 1715 als Hof kategorisiert wurde und mit Brandrüster bezeichnet wurde.
Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Brandroster. Aus ihr geht hervor, dass Brandroster zu dieser Zeit Teil der Honschaft Refrath im Kirchspiel Bensberg war.[4]
Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Brandroster wurde politisch der Mairie Bensberg im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Bensberg im Kreis Mülheim am Rhein. Brandroster war Teil der Pfarrgemeinde Bansberg bis zur Auspfarrung Refrath 1846.
Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824, auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 und ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 auf Messtischblättern regelmäßig als Brandroster oder ohne Namen verzeichnet.
Aufgrund des Köln-Gesetzes wurde die Stadt Bensberg mit Wirkung zum 1. Januar 1975 mit Bergisch Gladbach zur Stadt Bergisch Gladbach zusammengeschlossen. Dabei wurde auch Brandroster Teil von Bergisch Gladbach.
Siehe auch
Literatur
- Gerd Müller: Refrath, Geschichte der Stadtteile Bensberg-Refrath und -Frankenforst, herausgegeben von Peter Bürling in Zusammenarbeit mit der Stadt Bensberg, 1974, S. 112
- Helmut Höher, Hans Peter Müller: Die Brandroster Güter, In: Refrath gestern und heute. Große Güter und keine Höfe, Band 3/II Hrsg. Bürger– u. Heimatverein Refrath, Bergisch Gladbach 2015, S. 329–348.
Weblinks
- Brandroster auf OpenStreetMap

