BetAB-Bomben
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BetAB-Bomben (russisch БетАБ - Бетонобойные авиационные бомбы) sind Panzersprengbomben mit einem Gewicht von 25, 150, 170, 250 und 500 Kilogramm für den Einsatz gegen Betonstrukturen. Während des Zweiten Weltkriegs in der Sowjetunion entwickelt, werden sie noch heute in Russland produziert.
| BetAB-Bomben | |
|---|---|
| Allgemeine Angaben | |
| Bezeichnung: | BetAB-150, BetAB-170, BetAB-250, BetAB-500, BetAB-M, BetAB-20 |
| Typ: | Fliegerbombe |
| Herkunftsland: | |
| Hersteller: | NPO Basalt |
| Einsatzzeit: | im Dienst |
| Technische Daten | |
| Gefechtsgewicht: | 25–510 kg |
| Länge: | 0,66–2,79 m |
| Durchmesser: | 140–450 mm |
| Spannweite: | 140–601 mm |
| Ausstattung | |
| Gefechtskopf: | 15,3–140 kg Sprengstoff |
| Zünder: | Verzögerungszünder, Zeitzünder |
| Waffenplattformen: | Kampfflugzeuge, Bomber |
| Liste von Bomben nach Herkunftsnation | |
Entwicklung
Die ersten BetAB-Bombenmodelle, die BetAB-150DS und BetAB-170DS, wurden während des Zweiten Weltkriegs entwickelt. Das Modell BETAB-500 entstand in den späten 1960er-Jahren. Die Modelle BetAB-250 und BetAB-500U wurden in den 1970er-Jahren entwickelt und in den 1980er-Jahren folgten die Modelle BetAB-500Sh und BetAB-500ShP. Heute werden die BetAB-Bomben bei NPO Basalt produziert und der Vertrieb erfolgt durch Aviaexport, Techmasch und Rosoboronexport. Daneben werden einzelne BetAB-Bombenmodelle auch in verschiedenen Staaten im Lizenzbau hergestellt.[1][2][2][3][4][5]
Technik

BetAB-Bomben sind Panzersprengbomben (Penetrationsbomben) für die Bekämpfung von Stahlbetonbauten, wie Start- und Landebahnen, befestigte Flugzeugunterstände, gehärtete Munitionsdepots, Kommandobunker, Stahlbetonbrücken usw. Der Bombentyp existiert in den Gewichtsklassen 25 kg, 150 kg, 170 kg, 250 kg und 500 kg. Um Erdreich und Beton durchschlagen zu können, sind die Bombenkörper dickwandig ausgebildet. Die Bombenkörper haben eine zylindrische, längliche Rumpfform mit einem kreisrunden Querschnitt. Die Bombenspitzen sind als spitze Ogiven ausgebildet. Bei einigen Modellen ist im Bombenheck ein Feststoffraketentriebwerk verbaut, welches die Bomben während des Falls beschleunigt. Die Bombenkörper bestehen aus Stahl, der in Rohrform mittels Heißpressung oder Stauchung in die gewünschte Form gebracht wurde. Am Heck befinden sich vier bis acht Stabilisierungsflügel (Heckflossen) aus geschweißten Blechen. Um die Stabilisierungsflügel ist bei einigen Modellen ein Ringleitwerk angebracht. Die Masse des Sprengstoffs in der Bombe beträgt 25 bis 35 % ihres Gewichts. Befüllt sind die Bomben mit den Sprengstoffen TNT, A-IX-2, TA, TGAG oder TGAF (Mischungen aus TNT, RDX und Aluminiumpulver). Die Bombenkörper haben entweder einen feldgrauen oder schwarzen Anstrich. Ein gelber und roter Streifen am Bombenkörper kennzeichnen die Bomben als Panzersprengbomben. Bezündert sind die Bomben mit einem Kopf- und/oder Heckzünder. Dafür sind an der Bombenspitze und am Heck Vertiefungen angebracht. Darin können verschiedene Verzögerungszünder und/oder Zeitzünder eingesetzt werden. Letztere werden nur im Bombenheck eingesetzt. Die Bombenschlösser zur Befestigung am Flugzeug haben einen Abstand von 250 mm. Viele Kampfflugzeuge und Bomber sowjetischer und russischer Bauart können die BetAB-Bomben abwerfen. Die Bomben können je nach Modell aus großer und mittlerer Flughöhe sowie aus dem Tiefflug abgeworfen werden.[1][6]
Varianten
BetAB-150DS
Die BetAB-150DS (russisch БетАБ-150ДС) wurde ab 1940 gemeinsam von dem Staatlichen Spezialkonstruktionsbüro 47 (GSKB-47) und dem Lehr- und Forschungsinstitut 3 (NII-3) entwickelt. Sie entstand parallel zur ähnlichen Panzersprengbombe BRAB-200DS, welche für die Sowjetische Marine entwickelt wurde. Die BetAB-150DS hat einen langgezogenen, schlanken Bombenkörper, ähnlich einer Rakete. Der vordere Teil des Bombenkörpers besteht aus gehärtetem Stahl und die Bombenspitze entstammt einem 203-mm-Artilleriegeschoss. Der Bombenkörper wiegt 102 kg und ist mit 17,1 kg Sprengstoff befüllt. An den Bombenkörper ist das Heckteil aus geschweißten Blechen montiert. In diesem ist ein Feststoffraketentriebwerk mit einem Gewicht von 17,2 kg verbaut und außen sind vier langgezogene Stabilisierungsflügel angebracht. Die BetAB-150DS wird aus dem Sturzflug oder Horizontalflug abgeworfen. Bei letzterem beträgt die minimale Abwurfhöhe 1000 m über Grund. Nach dem Abwurf ab dem Flugzeug senkt sich die Bombenspitze in Richtung Erdoberfläche und mit einer kurzen Verzögerung zündet das Raketentriebwerk im Bombenheck. Dieses beschleunigt die Fallgeschwindigkeit der Bombe auf rund 210 m/s. Durch die hohe kinetische Energie kann die BetAB-150DS bis zu 1,65 m Beton durchschlagen und die Bombe detoniert zeitverzögert nach dem Eindringen im Ziel. Die Detonation erzeugt einen Explosionskrater mit einem Durchmesser von 1,8 m und rund 2,5 m Tiefe. Die BetAB-150DS wurde bis ins Jahr 1943 regelmäßig von Kampfflugzeugen der Typen Petljakow Pe-2 und Iljuschin Il-4 eingesetzt und danach ausgesondert.[2][3][4][7]
| Bombe | Länge | Durchmesser | Spannweite | Sprengstofffüllung | Gewicht |
| BetAB-150DS | 2,09 m | 203 mm | 325 mm | 17,1 kg TM-4 | 163 kg |
BetAB-170DS
Bei der BetAB-170DS (russisch БетАБ-170ДС) handelt es sich um eine verbesserte Ausführung der BetAB-150DS. Der Bombenkörper ist aus einer Eisen-Nickel-Legierung gefertigt, so dass die Bombe tiefer in das Ziel eindringen kann, bevor sie detoniert. Die Einsatzparameter und Zündeinstellungen entsprechen der BetAB-150DS. Die BetAB-170DS wurde im Zweiten Weltkrieg eingesetzt und verblieb bis in die 1970er-Jahre im Arsenal der Luftstreitkräfte der Sowjetunion. Basierend auf diesem Bombenmodell wurden Anfang der 1940er-Jahre die größeren BetAB-250DS (russisch БетАБ-250ДС) (Gewicht 250 kg) BetAB-750DS (russisch БетАБ-750ДС) (Gewicht 766 kg) entwickelt. Diese Bomben gingen aber nicht in Serie.[2][7]
| Bombe | Länge | Durchmesser | Spannweite | Sprengstofffüllung | Gewicht |
| BetAB-170DS | 2,05 m | 223 mm | 325 mm | 15,3 kg A-IX-2 | 170 kg |
BetAB-250
Die BetAB-250 (russisch БетАБ-250) wurde in den späten 1970er-Jahren bei NPO Basalt primär für den Exportmarkt entwickelt. Die Bombe ähnelt äußerlich der FAB-250M-62 und am Heck sind vier Heckflossen mit einem Ringleitwerk angebracht. Die BetAB-250 wird aus dem Sturzflug oder aus großer Flughöhe im Horizontalflug eingesetzt. Die Bombe kann aus einer Flughöhe von 150 bis 20000 m über Grund sowie in einem Geschwindigkeitsbereich von 500 bis 2300 km/h abgeworfen werden. Aus mittlerer und großer Höhe abgeworfen kann die Bombe rund 1 m Stahlbeton durchschlagen bevor sie mit einer Verzögerung von 10 bis 23 Sekunden zündet. Die BetAB-250 wird in verschiedenen Staaten im Lizenzbau hergestellt. Dort entstanden auch Weiterentwicklungen dieses Bombenmodells. Ein Beispiel ist die BetAB-250-270TU-RD aus Tschechien. Diese Bombe kann aus dem Tiefflug mit einem Bremsschirm abgeworfen werden. Nach dem Abwurf wird die Bombe mit einem Raketentriebwerk im Bombenheck beschleunigt. Nach dem Aufschlag detoniert die Bombe mit einer Verzögerung von 9,5 oder 13 Sekunden. Die BetAB-250-270TU-RD kann aus einer minimalen Flughöhe von 100 m über Grund sowie in einem Geschwindigkeitsbereich von 550 bis 1100 km/h abgeworfen werden.[1][8][9][10][11]
| Bombe | Länge | Durchmesser | Spannweite | Sprengstofffüllung | Gewicht |
| BetAB-250 | 1,85 m | 285 mm | unbek. | 140 kg TGAG oder TNT | ~210 kg |
BetAB-500
Die BetAB-500 (russisch БетАБ-500) wurde in den späten 1960er-Jahren bei NPO Basalt entwickelt. Sie dient primär zur Bekämpfung von befestigten Flugzeugunterständen, Kommandobunker, Munitionsdepots usw. aus dem Sturz- oder Horizontalflug. Die Bombe ähnelt äußerlich der FAB-500T. Die BetAB-500 wird in verschiedenen Staaten im Lizenzbau hergestellt. An dem dickwandigen Bombenkörper sind am Heck vier Heckflossen mit einem schmalen Ringleitwerk montiert. Mit der Bombe werden die Zünder AWU-T oder AWU-TM verwendet. Diese detonieren nach dem Aufschlag mit einer Verzögerung von 6,8 bis 23 Sekunden. Die BetAB-500 kann aus einer Flughöhe von 30 bis 5000 m über Grund sowie in einem Geschwindigkeitsbereich von 600 bis 1200 km/h abgeworfen werden. Aus mittlerer und großer Flughöhe abgeworfen kann die Bombe 10 m Erdreich und danach 1,5 m Stahlbeton durchschlagen, bevor sie zeitverzögert detoniert.[1][6][12][13][14][15][16]
| Bombe | Länge | Durchmesser | Spannweite | Sprengstofffüllung | Gewicht |
| BetAB-500 | 2,23 m | 350 mm | 450 mm | 98 kg TGAG | 477 kg |
BetAB-500U

Die BetAB-500U (russisch БетАБ-500У) wurde in den 1970er-Jahren bei NPO Basalt entwickelt. Die Bombe besteht aus drei Teilen: Der vordere Teil des Bombenkörpers hat eine ogive Spitze, ist dickwandig und besteht aus gehärtetem Stahl. In diesem ist die Sprengstofffüllung untergebracht. Dahinter folgt ein dünnwandiger Körperteil mit 22 konzentrisch angeordneten Feststoffraketentriebwerken. Zuhinterst ist das Heckteil in Form eines Kegelstumpfes mit vier langgezogenen Heckflossen montiert. In dem hohlen Heckteil ist ein Bremsschirm verpackt. Nach dem Abwurf aus dem Tiefflug öffnet sich mit einer kurzen Verzögerung der Bremsschirm im Bombenheck. Die Bombe wird nun abgebremst und senkt die Bombenspitze in Richtung Erdoberfläche. Mit einer weiteren Verzögerung zünden die Raketentriebwerke im Heck, was die Fallgeschwindigkeit erhöht. Zu diesem Zeitpunkt hat die Bombe einen Winkel von 40 bis 60° gegenüber der Horizontalen. Für den Abwurf aus mittlerer oder großer Flughöhe wird der Bremsschirm nicht ausgelöst und die Raketentriebwerke zünden mit einer längeren Verzögerung. Durch die hohe kinetische Energie und den steilen Auftreffwinkel kann die BetAB-500U bis zu 3 m Erdreich und 1,2 m Stahlbeton durchschlagen, bevor sie zeitverzögert detoniert. Die BetAB-500U kann aus einer Flughöhe von 150 bis 20.000 m über Grund sowie in einem Geschwindigkeitsbereich von 500 bis 2300 km/h abgeworfen werden.[9][17][18]
| Bombe | Länge | Durchmesser | Spannweite | Sprengstofffüllung | Gewicht |
| BetAB-500U | 2,48 m | 450 mm | 580 mm | 45 kg TGAF | 510 kg |
BetAB-500Sch
Die BetAB-500Sch (russisch БетАБ-500Ш) wurde in den 1980er-Jahren bei NPO Basalt entwickelt. Über dieses Bombenmodell ist nur wenig bekannt. Es ist ein Vorläufer der späteren BetAB-500SchP. Konzipiert wurde die Bombe zur Bekämpfung Start- und Landebahnen aus dem Tiefflug. Sie funktioniert nach demselben Prinzip wie die BetAB-500U, mit einem Bremsschirm und Fallbeschleunigung mit Raketentriebwerken. Die Bombe kann über 30 cm Stahlbeton durchschlagen, bevor sie zeitverzögert nach 2,4 bis 3,6 Sekunden detoniert.[6][18]
| Bombe | Länge | Durchmesser | Spannweite | Sprengstofffüllung | Gewicht |
| BetAB-500Sch | 2,79 m | 325 mm | 601 mm | TGAF-5M | 429 kg |
BetAB-500SchP

Die BetAB-500SchP (russisch БетАБ-500ШП) wurde in den 1980er-Jahren bei NPO Basalt entwickelt. Sie wird primär zur Bekämpfung von Start- und Landebahnen aus dem Tiefflug verwendet. Der Aufbau ähnelt der BetAB-500U mit einem dreigeteilten Bombenkörper. Der vordere Teil des Bombenkörpers hat eine langgezogene, ogive Spitze und besteht aus gehärtetem Stahl. In diesem ist die 77 kg schwere Sprengstofffüllung untergebracht. Hinten am Boden ist der AWU-582-Zünder eingesetzt. Die Wanddicke des Bombenkörpers beträgt 35 mm und vergrößert sich zur Bombenspitze hin. Dahinter folgt ein dünnwandiger Körperteil mit einem zentral verbauten Feststoffraketentriebwerk (Gewicht 60 kg) sowie 10 konzentrisch angeordneten, kleinen Raketentriebwerken. Zuhinterst ist das Heckteil (Gewicht 53,6 kg) in Form eines Kegelstumpfes mit vier langgezogenen Heckflossen montiert. In dem hohlen Heckteil ist ein Bremsschirm mit einer Fläche von 6 m² verpackt. Die BetAB-500SchP funktioniert nach demselben Prinzip wie die BetAB-500U und BetAB-500Sch: Nach dem Abwurf aus dem Tiefflug wird der Fall der Bombe durch den Bremsschirm abgebremst. Dabei senkt sich die Bombenspitze in Richtung Erdoberfläche. Mit einer Verzögerung zünden die Raketentriebwerke im Heck und beschleunigen die Fallgeschwindigkeit der Bombe. Durch die hohe kinetische Energie und den steilen Auftreffwinkel von 30 bis 60° gegenüber der Horizontalen kann die BetAB-500SchP mehrere Meter Erdreich und danach über 55 cm Stahlbeton durchschlagen, bevor sie nach 20 bis 32 Sekunden detoniert. Dabei entsteht bei einer Landebahn herkömmlicher Bauart ein Explosionskrater mit einem Radius von 4,5 bis 7 m und rund 4 m Tiefe. Die Landebahn wird auf einer Fläche von rund 150 m² beschädigt. Weiter kann die BetAB-500SchP auch mit einem Langzeitzünder ausgerüstet werden, so dass die Bombe erst Stunden nach dem Abwurf detoniert, um Instandsetzungsarbeiten im Zielgebiet zu behindern. Die BetAB-500SchP kann aus einer Flughöhe von 170 bis 1000 m über Grund sowie in einem Geschwindigkeitsbereich von 700 bis 1100 km/h abgeworfen werden. Weiter wird auch eine Ausführung BetAB-500SchR (russisch БетАБ-500ШР) erwähnt, über die nichts Weiteres bekannt ist.[1][6][12][13][14][18][15][19]
| Bombe | Länge | Durchmesser | Spannweite | Sprengstofffüllung | Gewicht |
| BetAB-500SchP | 2,50 m | 325 mm | 601 mm | 77 kg TGAF-5M oder TA-77/23 | 380 kg |
BetAB-M & BetAB-20

Die BetAB-M (russisch БетАБ-M) und BetAB-20 (russisch БетАБ-20) sind Kleinbomben und werden mit der Streubombe RBK-500U BetAB gegen Start- und Landebahnen zum Einsatz gebracht. Die RBK-500U BetAB-M-Streubombe ist mit 10 BetAB-20 oder 12 BetAB-M beladen.[20][21][22][23][24]
Die BetAB-M-Kleinbombe ist zweiteilig ausgebaut: Vorne befindet sich der Penetrator aus gehärtetem Stahl, der mit Sprengstoff befüllt ist. Dieser hat einen Durchmesser von 78 mm. Dahinter ist das Heckteil mit einem Durchmesser von 140 mm montiert. Darin sind ein Bremsschirm und ein Feststoffraketentriebwerk verbaut. Die BetAB-M hat eine Länge von 66 cm und wiegt 25 kg. Nach dem Ausstoßen aus der Streubombe wird die BetAB-M-Kleinbombe durch den Bremsschirm stabilisiert und die Bombenspitze wird in Richtung Erdoberfläche geneigt. Dann zündet im Bombenheck das Raketentriebwerk und beschleunigt die Kleinbombe. Die Kleinbombe detoniert zeitverzögert unter der Start- oder Landebahn, so dass ein Explosionskrater mit rund 4 m² entsteht.[21][22][23][24]
Die BetAB-20-Kleinbombe hat die Form eines Zylinders, ist 66 cm lang, hat einen Durchmesser 140 mm und wiegt 25 kg. Im hinteren Viertel sind ein Bremsschirm und ein pyrotechnischer Satz verbaut. Im vorderen Teil des Zylinders ist ein Penetrator (Durchmesser 140 mm) aus gehärtetem Stahl mit Sprengstofffüllung untergebracht. Auch diese Kleinbombe wird nach dem Ausstoßen aus der Streubombe durch den Bremsschirm stabilisiert. Nachdem sich die Bombenspitze in Richtung Erdoberfläche geneigt hat, zündet nach einer kurzen Verzögerung der pyrotechnische Satz. Dieser schießt den Penetrator aus der Bombenhülle in Richtung Erdoberfläche, wo er zeitverzögert unter der Start- oder Landebahn detoniert. Dabei kann die BetAB-20 40 cm Stahlbeton durchschlagen.[20][22][23][24]
Die RBK-500U BetAB-Streubombe kann aus einer Flughöhe von 300 bis 14.000 m über Grund sowie in einem Geschwindigkeitsbereich von 500 bis 2000 km/h abgeworfen werden.[22]
| Bombe | Länge | Durchmesser | Spannweite | Sprengstofffüllung | Gewicht |
| BetAB-M & BetAB-20 | 0,66 m | 140 mm | 140 mm | A-IX-2 | 25 kg |
Verbreitung
Die moderneren BetAB-Bombenmodelle befinden sich bei den Streitkräften Russlands im Dienst. Daneben werden die Bomben, insbesondere das Modell BetAB-250, auch exportiert.[1][25]
Siehe auch
Literatur
- Jefim Gordon: Soviet/Russian Aircraft Weapons since World War Two. Midland Publishing, 2004, ISBN 978-1-85780-188-0.
- Jeremy Flack: Lenk- und Abwurfwaffen der NATO-Luftwaffen. Motorbuch Verlag, 2005, ISBN 978-3-613-02525-7.
- Nikolay Spassky: Russia’s Arms and Technologies. The XXI Century Encyclopedia. Vol. 10 – Aircraft armament and avionics. A & T Publishing House / Oruzhie i tekhnologii, Russland, 2004, ISBN 978-5-93799-016-7.
- Nikolay Svertilov: Russia’s Arms and Technologies. The XXI Century Encyclopedia. Vol. 12 – Ordnance and Munitions. A & T Publishing House / Oruzhie i tekhnologii, Russland, 2006, ISBN 978-5-93799-023-5.
- Robert Hewson: Jane’s Air launched Weapon 2003. Jane’s Information Group, Vereinigtes Königreich, 2003, ISBN 0-7106-0866-7.
- SPRE Basalt: Unguided Air Bombs. Offizieller Produktekatalog der Federal State Unitary Enterprise Basalt, Moskau, Russland, 2008.
Weblinks
- BetAB-500 bei bulletpicker.com (englisch)
- BetAB-150DS bei bulletpicker.com (englisch)
- BetAB-500SchP bei weaponsystems.net (englisch)
- BetAB-Bomben bei tehnowar.ru (russisch)
- BetAB-500 bei memoryon.net (russisch)
- BetAB-500 bei Rosoboronexport.ru (englisch)
- Abwurf einer BetAB-500SchP ab einer Su-34 „Fullback“-Bombern Film bei YouTube