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Bethang-Weg

Rundwanderweg in Mittelfranken From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Bethang-Weg (Weg-Nr. 231 des Fränkischen Albvereins) ist ein 131,9 Kilometer langer Rundwanderweg in Mittelfranken.[1] Er folgt der gemeinsamen Außengrenze der Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen und berührt dabei auch Gemeinden der Landkreise Fürth und Erlangen-Höchstadt. Offizieller Start- und Zielpunkt ist das Faberschloss in Stein; als Rundweg lässt er sich an beliebiger Stelle beginnen.

Schnelle Fakten Daten ...
Bethang-Weg
Wegweiser am Start des Bethang-Wegs vor dem Faberschloss
Wegweiser am Start des Bethang-Wegs vor dem Faberschloss
Daten
Länge131,9 kmdep1
LageDeutschland, Bayern, Mittelfranken
Betreut durchFränkischer Albverein (FAV 231)
MarkierungszeichenBethang-Symbol: pinke Stadtsilhouette und drei pinke Ringe auf grünem Grund
Start-/ZielpunktStein, Faberschloss
49° 25′ 5″ N, 11° 1′ 15,9″ O
TypRundweg
Höhenunterschiedrund 820 m Anstieg in Summe[1]dep1
Höchster Punkt386 m[1]
Niedrigster Punkt264 m[1]
Jahreszeitganzjährig
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Der Weg geht auf die Kunststadt „Bethang“ des Nürnberger Konzeptkünstlers Karsten Neumann zurück, ein Gedankenspiel zur Fusion von Nürnberg, Fürth und Erlangen. Neumann bezeichnet deren Umrundung auch als „Grenzgang“.[2]

Verlauf

Der Weg umrundet das zusammenhängende Siedlungsgebiet der drei Städte. Dies wurde möglich, weil diese seit der Gebietsreform im Jahr 1972 vollständig an ihren Binnengrenzen zusammengewachsen sind.[3] Die folgende Beschreibung folgt dem Uhrzeigersinn ab dem Faberschloss in Stein.[2][1]

Im Westen führt der Weg durch das Naturschutzgebiet Hainberg nach Weikershof und erreicht die Alte Veste mit Wallensteins Lager und der Redoute, Schauplätzen der Kämpfe von 1632. Über Weiherhof und Burgfarrnbach verläuft er weiter nach Norden über Rothenberg und Untermichelbach.

Der Nordwestabschnitt berührt die Erlanger Ortsteile Kriegenbrunn, Frauenaurach, Steudach und Häusling sowie den Kosbacher Altar und führt über Dechsendorf zum Dechsendorfer Weiher. Anschließend quert der Weg bei der Schleuse Erlangen den Main-Donau-Kanal und die Regnitz-Talaue, mit 264 m der tiefste Punkt der Strecke, und erreicht über Alterlangen das Waldkrankenhaus.

Entlang der Nordgrenze Erlangens verläuft er über Rathsberg und Sieglitzhof nach Buckenhof. Von dort verläuft der Weg südwärts durch den Tennenloher Forst nach Neunhof, nördlich am Flughafen Nürnberg vorbei nach Buchenbühl und durch den Sebalder Reichswald über Erlenstegen nach Laufamholz. Am Tiergarten erreicht er mit 386 m seinen höchsten Punkt und verläuft über den Valznerweiher nach Fischbach.

Der Südabschnitt berührt Langwasser, das Steinbrüchlein und Kornburg. Über Katzwang, Reichelsdorf und die Gerasmühle folgt der Weg der Rednitz nordwärts zurück nach Stein.

Die Streckenführung ist so gewählt, dass zahlreiche Punkte entlang des Wegs an den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg angebunden sind und der Rundweg abschnittsweise begangen werden kann.[4]

Ein vom Fränkischen Albverein herausgegebener Wanderführer schlägt eine Einteilung in zehn Etappen vor.[5]

Markierung

Das Wegzeichen zeigt auf hellgrünem Grund zwei pinke Elemente: eine Fläche mit der äußeren Kontur des von Nürnberg, Fürth und Erlangen gebildeten Siedlungsgebiets, daneben drei Ringe für die drei Städte.[1]

Geschichte

Die Stadtutopie „Bethang“ geht auf den Nürnberger Konzeptkünstler Karsten Neumann zurück, der sie seit 2002 entwickelt hat. Ab 2004 machte er den Begriff durch Ausstellungen, Aktionen und Vorträge bekannt, etwa indem er Wegweiser und Straßenschilder umbenannte.[6][3]

Im Mai 2013 umrundete Neumann die Außengrenzen der drei Städte erstmals mit Zelt und Rucksack über mehrere Tage.[7] Der Fränkische Albverein griff die Anregung auf und markierte den Weg im Jahr 2019 als Weg-Nr. 231.[6][8][1] Da die Strecke in beiden Richtungen ausgeschildert ist, waren dafür rund 4000 Wegzeichen anzubringen.[4] Gefördert wurde das Vorhaben unter anderem vom Verkehrsverbund Großraum Nürnberg sowie von den drei Städten und ihren Sparkassen.[4]

Im Frühjahr 2020 erschien die erste Auflage eines vom Verein herausgegebenen Wanderführers.[2] Im gleichen Jahr veröffentlichte Neumann eine Wanderkarte im Maßstab 1:50.000.

Literatur

  • Eckart Dietzfelbinger, Hans Treuheit: Bethang – Nürnberg, Fürth, Erlangen. Wandern an den Grenzen einer Stadtutopie. Hrsg.: Fränkischer Albverein. 2., überarbeitete Auflage. ars vivendi, Cadolzburg 2022, ISBN 978-3-7472-0120-6.
  • Karsten Neumann: Bethang. Wanderkarte zum Grenzgang. Maßstab 1:50.000. Verlag Bartlmüllner, Nürnberg 2020, ISBN 978-3-942953-71-9.
  • Weg-Nr. 231 „Bethang“ beim Fränkischen Albverein, mit Wegbeschreibung, Höhenprofil und GPX-Datei
  • Grenzgang – Darstellung des Wegs auf der Website des Kunstprojekts

Einzelnachweise

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