Birkenbühl (Thierstein)

Ortsteil von Thierstein From Wikipedia, the free encyclopedia

Birkenbühl ist ein Gemeindeteil des Marktes Thierstein im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Birkenbühl hat eine Fläche von 3,044 km². Sie ist in 278 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10948,39 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Hafendeck, Neudürrlas, Öchslersmühle, Pfannenstiel, Schlößlein, Schwarzteich und Wäschteich.[4]

Schnelle Fakten Markt Thierstein ...
Birkenbühl
Koordinaten: 50° 6′ N, 12° 7′ O
Höhe: 577 m ü. NHN
Einwohner: 44 (25. Mai 1987)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1978
Postleitzahl: 95199
Vorwahl: 09235
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Geographie

Das Dorf liegt auf freier Flur am Schafberg (600 m ü. NHN), einer Erhebung der Selb-Wunsiedler Hochfläche. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schwarzteich (0,7 km nordöstlich) bzw. zur Kreisstraße WUN 12 (0,3 km westlich).[5]

Geschichte

Im Landbuch der Sechsämter (1499) wurde ein Flurgebiet „Birkenpuhl“ schriftlich erwähnt. Es war zu diesem Zeitpunkt die Viehweide des Thiersteiner Schafhofes. 1748 errichtete der Oberforstcommisar Oechsler von Thierstein darauf seinen Wohnsitz. 1760 wurde daraus ein Rittergut der Vogtländischen Ritterschaft. 1786 erwarb Markgraf Alexander die Anwesen, insgesamt 14 Gebäude, darunter das Schlösslein mit Wirtschaftsgebäude, ein Jägerhaus, eine Mühle und eine Schmiede.[6]

Von 1797 bis 1810 unterstand Birkenbühl dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[7] Mit dem Gemeindeedikt wurde Birkenbühl dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Thierstein zugewiesen.[8] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Birkenbühl. Zu dieser gehörten Hafendeck, Hendelhammer, Neudürrlas, Öchslersmühle, Pfannenstiel, Schlößlein, Schwarzteich und Wäschteich.[9] Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Selb und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Selb. Nach 1827 wurde die Gemeinde an das Landgericht Thiersheim und das Rentamt Wunsiedel überwiesen (1919 in Finanzamt Wunsiedel umbenannt). Ab 1862 gehörte Birkenbühl zum Bezirksamt Wunsiedel (1939 in Landkreis Wunsiedel umbenannt) und weiterhin zum Landgericht Thiersheim (1879 in das Amtsgericht Thiersheim umgewandelt, 1932 aufgehoben, seitdem Amtsgericht Wunsiedel). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche der Gemeinde von 4,324 km².[10] Am 1. Januar 1978 wurde Birkenbühl im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Thierstein eingemeindet.[11][12]

Das Ortswappen von Birkenbühl von 1957 zeigt im oberen Feld das Hohenzollernwappen, darunter geteilt vorne das Nothaft-Wappen, gefolgt von einer Birke auf einem Hügel als redendes Wappen.[13]

Baudenkmäler

In Birkenbühl gibt es ein Baudenkmal:[14]

  • Birkenbühl 3, 3 a: Ehemaliger Edelsitz

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Birkenbühl gibt es ein Bodendenkmal.[14]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Birkenbühl

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 288329364355380372367341358339295297287304276308270230209331320296243253
Häuser[15] 51525253534750
Quelle [8][16][16][16][17][18][19][20][21][22][23][16][24][16][25][16][26][16][16][16][27][16][10][28]
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Ort Birkenbühl

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner  *106136 *148 *123 *95 *91 *101 *777444
Häuser[15]  *19 *21 *22 *19 *1816
Quelle [8][17][19][22][24][26][27][10][28][1]
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* 
inklusive Öchslersmühle

Religion

Birkenbühl ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Michael (Thierstein) gepfarrt.[10]

Literatur

Fußnoten

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