Birkenbühl (Thierstein)
Ortsteil von Thierstein
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Birkenbühl ist ein Gemeindeteil des Marktes Thierstein im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Birkenbühl hat eine Fläche von 3,044 km². Sie ist in 278 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10948,39 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Hafendeck, Neudürrlas, Öchslersmühle, Pfannenstiel, Schlößlein, Schwarzteich und Wäschteich.[4]
Birkenbühl Markt Thierstein | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 6′ N, 12° 7′ O |
| Höhe: | 577 m ü. NHN |
| Einwohner: | 44 (25. Mai 1987)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1978 |
| Postleitzahl: | 95199 |
| Vorwahl: | 09235 |
Geographie
Das Dorf liegt auf freier Flur am Schafberg (600 m ü. NHN), einer Erhebung der Selb-Wunsiedler Hochfläche. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schwarzteich (0,7 km nordöstlich) bzw. zur Kreisstraße WUN 12 (0,3 km westlich).[5]
Geschichte
Im Landbuch der Sechsämter (1499) wurde ein Flurgebiet „Birkenpuhl“ schriftlich erwähnt. Es war zu diesem Zeitpunkt die Viehweide des Thiersteiner Schafhofes. 1748 errichtete der Oberforstcommisar Oechsler von Thierstein darauf seinen Wohnsitz. 1760 wurde daraus ein Rittergut der Vogtländischen Ritterschaft. 1786 erwarb Markgraf Alexander die Anwesen, insgesamt 14 Gebäude, darunter das Schlösslein mit Wirtschaftsgebäude, ein Jägerhaus, eine Mühle und eine Schmiede.[6]
Von 1797 bis 1810 unterstand Birkenbühl dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[7] Mit dem Gemeindeedikt wurde Birkenbühl dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Thierstein zugewiesen.[8] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Birkenbühl. Zu dieser gehörten Hafendeck, Hendelhammer, Neudürrlas, Öchslersmühle, Pfannenstiel, Schlößlein, Schwarzteich und Wäschteich.[9] Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Selb und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Selb. Nach 1827 wurde die Gemeinde an das Landgericht Thiersheim und das Rentamt Wunsiedel überwiesen (1919 in Finanzamt Wunsiedel umbenannt). Ab 1862 gehörte Birkenbühl zum Bezirksamt Wunsiedel (1939 in Landkreis Wunsiedel umbenannt) und weiterhin zum Landgericht Thiersheim (1879 in das Amtsgericht Thiersheim umgewandelt, 1932 aufgehoben, seitdem Amtsgericht Wunsiedel). 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche der Gemeinde von 4,324 km².[10] Am 1. Januar 1978 wurde Birkenbühl im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Thierstein eingemeindet.[11][12]
Das Ortswappen von Birkenbühl von 1957 zeigt im oberen Feld das Hohenzollernwappen, darunter geteilt vorne das Nothaft-Wappen, gefolgt von einer Birke auf einem Hügel als redendes Wappen.[13]
Baudenkmäler
In Birkenbühl gibt es ein Baudenkmal:[14]
- Birkenbühl 3, 3 a: Ehemaliger Edelsitz
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Birkenbühl gibt es ein Bodendenkmal.[14]
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Birkenbühl
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 288 | 329 | 364 | 355 | 380 | 372 | 367 | 341 | 358 | 339 | 295 | 297 | 287 | 304 | 276 | 308 | 270 | 230 | 209 | 331 | 320 | 296 | 243 | 253 |
| Häuser[15] | 51 | 52 | 52 | 53 | 53 | 47 | 50 | |||||||||||||||||
| Quelle | [8] | [16] | [16] | [16] | [17] | [18] | [19] | [20] | [21] | [22] | [23] | [16] | [24] | [16] | [25] | [16] | [26] | [16] | [16] | [16] | [27] | [16] | [10] | [28] |
Ort Birkenbühl
Religion
Birkenbühl ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Michael (Thierstein) gepfarrt.[10]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Birkenbühl. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 392 (Digitalisat).
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 75 f.
- Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 144–145.
- Josef Maria Ritz, Bernhard Hermann Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz (= Die Kunstdenkmäler von Bayern. Oberfranken 1). R. Oldenbourg, München 1954, DNB 457322578, S. 89–90.
Weblinks
- Birkenbühl in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 10. November 2025.
- Birkenbühl in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 10. November 2025.
- Birkenbühl im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 10. November 2025.