Brand (Vorarlberg)

Gemeinde im Bezirk Bludenz, Vorarlberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Brand ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Bludenz mit 754 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Brand
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Brand
Brand (Vorarlberg) (Österreich)
Brand (Vorarlberg) (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Vorarlberg Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bludenz
Kfz-Kennzeichen: BZ
Fläche: 40,27 km²
Koordinaten: 47° 6′ N,  44′ O
Höhe: 1037 m ü. A.
Einwohner: 754 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 19 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6708
Vorwahl: 05559
Gemeindekennziffer: 8 01 05
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Mühledörfle 40
6708 Brand
Website: www.gemeinde-brand.at
Politik
Bürgermeister: Klaus Bitschi (Freie Wählerliste Brand)
Gemeindevertretung: (Wahljahr: 2025)
9
3
9 3 
Insgesamt 12 Sitze
  • Freie Wählerliste Brand: 9
  • Einfach Brandner: 3
Lage von Brand im Bezirk Bludenz
Lage der Gemeinde Brand (Vorarlberg) im Bezirk Bludenz (anklickbare Karte)BrandLechSonntagThüringen
Lage der Gemeinde Brand (Vorarlberg) im Bezirk Bludenz (anklickbare Karte)
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Winterlicher Blick auf Brand
Winterlicher Blick auf Brand
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Brand liegt im Brandnertal, das zum österreichischen Rätikon gehört, auf 1.037 Metern Höhe an der Alvier. Der Ort ist im Westen, Süden und Osten von den Gipfeln des Rätikon umgeben. Die markantesten Gipfel im Westen sind Fundelkopf (2401 m), Oberzalimkopf (2340 m) und Panüeler Kopf (2859 m). Im Süden liegt die Schesaplana (2965 m) an der Grenze zur Schweiz. Den Osten prägen Brandner Mittagspitze (2557 m), Wildberg (2372 m) und Wasenspitze (2009 m).

Die Gemeinde hat eine Fläche von 40,28 Quadratkilometer. Davon sind 5 Prozent landwirtschaftliche Nutzfläche, 30 Prozent sind bewaldet, 18 Prozent Almen, und 45 Prozent der Fläche sind alpin.[1]

Gemeindegliederung

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Brand.

Nachbargemeinden

Bürserberg Bürs
Nenzing Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Prättigau/Davos Vandans

Geschichte

Im 14. Jahrhundert kam es zur Ansiedlung von zwölf Walserfamilien in dem vorher schon von Nenzing aus zur Almwirtschaft genutzten Hochtal.

1347 wurde der Ort das erste Mal urkundlich erwähnt. Anfangs war Brand der Gemeinde Bürs angegliedert und musste einmal jährlich einen Pachtzins abführen. Erst ab 1727 gab es eine eigene Pfarrei in Brand, in der damals etwa 200 Menschen lebten.[2]

Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und vom vorderösterreichischen Freiburg im Breisgau aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts kam im Ort zunehmend Tourismus auf. Von 1951 an wurden diverse Bergbahnen und Skilifte errichtet – zuletzt 2010 die Palüdbahn als Ersatz für die alte Sesselbahn in Form einer Einseilumlaufbahn.

Das Skigebiet des Ortes erhielt vor wenigen Jahren durch den Bau der Panoramabahn zum Burtschasattel einen Zusammenschluss mit dem Skigebiet der Nachbargemeinde Bürserberg und dadurch eine erhebliche Aufwertung. Die Kabinen dieser Bahn schweben spektakulär bis zu 210 m hoch über dem Talgrund des Mühlitobels.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Brand: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
349
1880
 
327
1890
 
311
1900
 
296
1910
 
344
1923
 
337
1934
 
371
1939
 
376
1951
 
446
1961
 
530
1971
 
583
1981
 
644
1991
 
646
2001
 
709
2011
 
654
2021
 
761
2025
 
754
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Ende 2002 lag der Ausländeranteil bei 25,8 Prozent.

Von 1981 bis 1991 hielten sich die Geburtenbilanz (positiv) und die Wanderungsbilanz (negativ) beinahe die Waage. Bis 2001 wurden beide Bilanzen positiv, was zum starken Anstieg der Einwohnerzahl führte. Bis 2011 nahm die Abwanderung stark zu, und die Geburtenbilanz war fast null.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
Der historische Pfarrhof steht unter Denkmalschutz

Wirtschaft und Infrastruktur

Tiefblick von der Schesaplana (2965 m) auf Brand. Im Hintergrund in der Mitte Nüziders und rechts Teile von Bludenz

Für den Straßenverkehr ist Brand von der 10 km entfernt gelegenen Stadt Bludenz aus über die Landesstraße L82 erschlossen, welche im Gemeindegebiet endet.

Am Ort gab es im Jahr 2003 27 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 291 Beschäftigten und 24 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 388. Tourismus und Fremdenverkehr sind wichtig.

Fremdenverkehr

Die Brandner Mittagsspitze überragt das Dorf um 1500 m. Links oben im Schatten die Zimba.

Für den Sommertourismus ist vor allem der talaufwärts gelegene Lünersee mit der Lünerseebahn interessant. Jedoch sind auch die weiten Alpgebiete westlich des Ortes durch die auch im Sommer geöffnete Palüdbahn, die Dorfbahn und die Panoramabahn leicht zugänglich und rege besucht.

Die Anzahl der Übernachtungen stieg von 255.000 im Jahr 2011 auf 292.000 im Jahr 2019 und ging im COVID-Jahr 2020 auf 229.000 zurück.[5][6]

Bildung

Eine Spielgruppe, ein Kindergarten und eine zweiklassige Volksschule befinden sich gemeinsam mit der Musikschule Brandnertal im Gebäude „zemmako“.[7]

Politik

Gemeindevertretung

Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

In Vorarlberg wählen die Bürger alle fünf Jahre die Mitglieder der Gemeindevertretung durch Ankreuzen eines Listen-Wahlvorschlages bzw. durch Mehrheitswahl wenn kein Listenvorschlag vorliegt.[8] Weiters den Bürgermeister durch Ankreuzen eines Wahlvorschlages.

Die Gemeindevertretung wählt in der konstituierenden Sitzung aus ihrer Mitte – sofern keine Wahl durch die Bürger zustande kam – gemäß § 61 Gemeindegesetz[9] einen Bürgermeister und dann einen mindestens dreiköpfigen Gemeindevorstand. Die Zahl dieser „Gemeinderäte“ darf aber gemäß § 55 den vierten Teil der Zahl der Gemeindevertreter nicht übersteigen.

Der Bürgermeister führt den Vorsitz bei den generell öffentlichen Sitzungen der Gemeindevertretung, in denen kommunale Belange besprochen und Beschlüsse gefasst werden. Beobachter haben kein Mitspracherecht und kein Stimmrecht. Die Gemeindevertretung kann nach Bedarf Ausschüsse bestellen. Sitzungen des Gemeindevorstandes und der Ausschüsse sind nicht öffentlich.

Sitzverteilung nach den Wahlen

Bürgermeister

  • 1945–1947 Johann Kegele[19]
  • 1947–1950 Klemens Schedler[19]
  • 1950–1955 Ernst Meyer[19]
  • 1955–1975 Othmar Beck[19]
  • 1975–1988 Josef Meyer[19]
  • 1988–1992 Manfred Beck[19]
  • 1992–2013 Erich Schedler[19][20]
  • 2013–2020 Michael Domig[20][21]
  • seit 2020 Klaus Bitschi (Freie Wählerliste Brand)[22][23][24]

Wappen

Blasonierung: In Silber und Rot durch linksschrägen fünffachen Flammenschnitt geteilt.[25]

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Commons: Brand (Vorarlberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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