Bruno Hennig

deutscher Mykologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Bruno Hennig (* 5. Mai 1893 in Bergholz; † 7. Februar 1972 in Berlin) war ein deutscher Mykologe. Bekannt wurde er vor allem für die Bearbeitung des mehrbändigen Handbuchs für Pilzfreunde. Sein botanisch-mykologisches Autorenkürzel lautet „Hennig“.

Leben

Bruno Hennig wurde 1893 als Sohn eines Lehrers in Bergholz geboren. Durch seinen Vater wurde er früh in die Pilzkunde eingeführt. Hennig besuchte das Gymnasium in Stettin. Infolge des Umzugs der Familie nach Berlin studierte er an der dortigen Universität Biologie.

Ab 1920 nahm er seine Lehrtätigkeit auf. Diese musste er von Oktober 1933 bis April 1936 unterbrechen, da er aufgrund einer Netzhautablösung im Krankenhaus operiert wurde.

1923 trat Hennig der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde bei. Er übernahm die Leitung einer 1925 von Professor Hans Kniep in Berlin gegründeten Pilzgesellschaft. Auf Empfehlung Knieps begann er im Jahr 1926 mit der Bearbeitung des dritten Bandes des von Edmund Michael begründeten Handbuchs für Pilzfreunde. Verzögert durch den Zweiten Weltkrieg erfolgte die Neubearbeitung und Herausgabe erst danach.

Hennig heiratete im Oktober 1926. Er litt neben einer Ablösung der Netzhaut an einem schlecht verheilten Schenkelhalsbruch. Seine Arbeit wurde daher von seiner Frau und den Studienrat Karlheinz Saalmann unterstützt.

Wirken

Bruno Hennig war seit 1951 Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde. Durch Spenden half er dem Verein und ihrer Zeitschrift über schwere Zeiten hinweg.[1]

Das Handbuch für Pilzfreunde, an dem er insgesamt 45 Jahre arbeitete, erweiterte er deutlich und ergänzte es um zwei Bände. Es gilt als Standardwerk.[2] Ein bereits fertiggestellter Registerband wurde später durch Hanns Kreisel weiterbearbeitet und veröffentlicht.

Literatur

  • Erich Heinz Benedix: Bruno Hennig zum 70. Geburtstag. In: Zeitschrift für Pilzkunde. Nr. 28, 1962. S. 112–113. (PDF; 1,3 MB)
  • Kurt Lohwag: Bruno Hennig zum 75. Geburtstag. In: Schweizerische Zeitschrift für Pilzkunde. Nr. 46, 1968. S. 49–50. (PDF; 1,1 MB)
  • Meinhard Moser: Zum Tode von Bruno Hennig. In: Zeitschrift für Pilzkunde. Nr. 38, 1972. S. 180–182. (PDF; 1,4 MB)

Einzelnachweise

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