Buchen (Markt Erlbach)
Gemeindeteil des Marktes Markt Erlbach
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Buchen ist ein Gemeindeteil des Marktes Markt Erlbach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Buchen hat eine Fläche von 4,151 km². Sie ist in 449 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9244,24 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Fallhaus, Morbach und Oberulsenbach.[4]
Buchen Markt Markt Erlbach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 31′ N, 10° 38′ O |
| Höhe: | 400–412 m ü. NHN |
| Einwohner: | 72 (1. Juni 2023)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Juni 1968 |
| Postleitzahl: | 91459 |
| Vorwahl: | 09106 |
Geografie
0,25 km südöstlich des Dorfes liegt das Urlasfeld, 0,5 km südwestlich das Sandfeld und das Waldgebiet Keilein. 0,75 km nordöstlich liegen die Waldgebiete Oberer Wald und Egerten und 0,75 km nördlich der Hornberg. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Morbach (0,9 km nordwestlich) bzw. zur Staatsstraße 2255 (0,5 km östlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde 1464 im Markgräflichen Salbuch als „Bwechen“ erstmals erwähnt.[6][7]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Buchen sieben Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Grundherren waren das Stadtvogteiamt Markt Erlbach (4 Halbhöfe, 1 Gütlein) und das Klosteramt Münchaurach (1 Gütlein, 1 Haus).[8]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof. 1810 kam Buchen an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde es dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Linden zugeordnet. 1813 entstand die Ruralgemeinde Buchen, zu der Fallhaus, Mettelaurach, Morbach und Oberulsenbach gehörten.[9][10] Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Markt Erlbach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim.[11] Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Mettelaurach in die neu gebildete Ruralgemeinde Klausaurach umgemeindet. Ab 1862 gehörte Buchen zum Bezirksamt Neustadt an der Aisch (1939 in Landkreis Neustadt an der Aisch umbenannt) und ab 1856 zum Rentamt Markt Erlbach (1919–1929: Finanzamt Markt Erlbach, 1929–1972: Finanzamt Neustadt an der Aisch, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Markt Erlbach (1879 in Amtsgericht Markt Erlbach umbenannt), von 1959 bis 1972 war das Amtsgericht Fürth zuständig, seitdem ist es das Amtsgericht Neustadt an der Aisch. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,186 km².[12]
Am 1. Juni 1968 wurde Buchen nach Markt Erlbach eingemeindet.[13][14]
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Buchen
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 132 | 152 | 141 | 142 | 146 | 140 | 144 | 146 | 149 | 137 | 124 | 108 | 109 | 94 | 114 | 122 | 108 | 104 | 104 | 154 | 143 | 136 | 111 |
| Häuser[15] | 24 | 32 | 25 | 22 | 25 | 27 | 19 | 20 | 19 | ||||||||||||||
| Quelle | [16] | [17] | [18] | [18] | [19] | [20] | [21] | [22] | [23] | [24] | [25] | [18] | [26] | [18] | [27] | [18] | [28] | [18] | [18] | [18] | [29] | [18] | [12] |
Ort Buchen
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Markt Erlbach) gepfarrt.[8] Die Katholiken gehören zur Kirchengemeinde Maria Namen (Markt Erlbach), die ursprünglich eine Filiale von St. Michael (Wilhermsdorf) war[12][32] und seit 2019 eine Filiale von St. Johannis Enthauptung (Neustadt an der Aisch) ist.[33]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Buchen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 473 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 85 (Digitalisat). Ebd. S. 197–198 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Buchen. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 233 (Digitalisat).
- Hans Sponholz u. a. (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1972, DNB 720137675, S. 81.
- Robert Zöllner: Eine Kulturgeschichte des Dorfes – am Beispiel des mittleren Aurachtals in Franken. Verlag Fränkisches Freilandmuseum, Bad Windsheim 2018 (2. Auflage 2021). ISBN 978-3-946457-03-9.
Weblinks
- Buchen in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 6. September 2021.
- Buchen in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 20. September 2019.
- Buchen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 20. April 2025.