Bundespolizei-Flugdienst

Luftunterstützungseinheit der Bundespolizei From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Bundespolizei-Flugdienst (BPOLFLD) mit seinen fünf Fliegerstaffeln ist die Luftunterstützungseinheit der deutschen Bundespolizei. Er ist dem Bundespolizeipräsidium in Potsdam unterstellt und betrieb im Juni 2025 insgesamt 94 Hubschrauber verschiedener Arten und Baumuster.

Standort Bundespolizei-Fliegerstaffel Blumberg

Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuldatal
Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuhlendorf
Bundespolizei-Fliegerstaffel Sankt Augustin
Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim
Bundespolizei-Fliegerstaffel Gifhorn

Gründungsjahr 1955
Anzahl 94
Typ 24 × EC135 T2+, 10 × EC 120 Colibri, 19 × EC155 B, 23 × AS 332 L1 Super Puma
Schnelle Fakten Organisation, Standort ...
Bundespolizei-Flugdienst
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DeutschlandDeutschland BPOLFLD Deutschland Bundespolizei
Organisation
Standort Bundespolizei-Fliegerstaffel Blumberg

Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuldatal
Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuhlendorf
Bundespolizei-Fliegerstaffel Sankt Augustin
Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim
Bundespolizei-Fliegerstaffel Gifhorn

Gründungsjahr 1955
Flottenbestand
Anzahl 94
Typ 24 × EC135 T2+, 10 × EC 120 Colibri, 19 × EC155 B, 23 × AS 332 L1 Super Puma
Konfigurationen EOS, Transporter
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Geschichte

1950er Jahre

Die Grundlage für den heutigen Flugdienst der Bundespolizei (ehemals Grenzschutzfliegertruppe des BGS) wurde im Jahr 1952 gelegt. Um die besonderen Aufgaben im Bereich der Grenzüberwachung effektiver wahrzunehmen, setzte man schon früh auf die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten des Hubschraubers.

Im Jahr 1952 stellte der Bundesminister des Innern bei der Alliierten Hohen Kommission den Antrag, dem Bundesgrenzschutz (BGS) vier Hubschrauber zu bewilligen. Dieser Antrag wurde zunächst abgelehnt und schließlich am 4. Dezember 1954 genehmigt. In der Zwischenzeit wurden bereits zwei Polizeivollzugsbeamte des BGS im Ausland zu Hubschrauberpiloten ausgebildet.

Der Auftrag zur Beschaffung eines Polizeihubschraubers des Musters „Hiller UH 12 B“ erging am 27. März 1955 vom Bundesministerium des Innern.

Durch Erlass des BGS-Kommandos Mitte vom 7. Mai 1955 wurde die Hubschrauber-Flugbereitschaft (HIFIB) aufgestellt. Sie bestand aus einem Hubschrauberführer, einem Vertreter, einem Mechaniker (Meister) sowie einem Mechaniker, der zugleich auch Bordfunker und Kraftfahrer war. Kommandeur der Hubschrauber-Flugbereitschaft war ein Hauptmann im BGS.

Am 24. Juni 1955 traf der erste Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes an seinem Standort in Hangelar ein.

Im Januar 1956 wurde ein Lehrgang durchgeführt, in dem zwölf Polizeivollzugsbeamte des BGS die Möglichkeit erhielten, ihre im Zweiten Weltkrieg erworbenen Flugzeugführerscheine der Luftwaffe zu erneuern und eine Umschulung auf Hubschrauber zu absolvieren. Die dafür erforderlichen Schulmaschinen stellte eine zivile Flugschule zur Verfügung.

Ende Mai 1957 erfolgte die Umrüstung auf den Hubschraubertyp Bell 47 G2.

1960er Jahre

Alouette II an der Grenze zur DDR bei Bad Hersfeld

Im Jahr 1961 genehmigte der Bundestag die Aufstockung der Flugbereitschaft auf 25 Hubschrauber. Damit war vorgesehen, dass jedem Bundesgrenzschutz-Kommando fünf Hubschrauber bereitgestellt werden. Im Haushaltsplan für das Jahr 1961 wurden Gesamtkosten in Höhe von 8,7 Millionen DM bewilligt. Da es nur eine begrenzte Auswahl an entsprechenden Hubschrauber-Mustern gab und man sich an der Ausstattung der Bundeswehr orientierte, entschied man sich für denselben Typ und kaufte den französischen Hubschrauber Alouette II. Dieser Typ kostete damals 320.000 DM pro Stück. Im Februar 1962 wurden die ersten sechs Alouette II übergeben.

Die Sturmflutkatastrophe in Hamburg vom 16. auf den 17. Februar 1962 machte den ersten gemeinsamen Hubschraubereinsatz des Kommandos Nord und des Kommandos West des Bundesgrenzschutzes erforderlich. Dieser Einsatz zeigte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Hubschraubern auf besonders eindrucksvolle Art und Weise. An diesen Tagen waren die Hubschrauber teilweise das einzige Rettungsmittel, um die Bevölkerung von den Dächern der vom Wasser umspülten Häuser zu retten. Die Polizei Hamburg beschloss daraufhin die Gründung der Polizeihubschrauberstaffel Hamburg.

Am 22. September 1962 wurden die bestehenden Hubschrauberflugbereitschaften West und Nord offiziell in „Grenzschutz-Flugstaffeln“ West und Nord umbenannt. Zudem wurde am 1. November 1962 eine Grenzschutz-Flugstaffel (GSFlSt) für den südlichen Bereich der Bundesrepublik Deutschland mit Standort Rosenheim aufgestellt.

Das Jahr 1963 war gekennzeichnet von der Aufstellung zweier neuer Grenzschutz-Flugstaffeln. Am 1. Oktober 1963 wurde die Grenzschutz-Flugstaffel Küste mit dem vorläufigen Standort Hartenholm aufgestellt und am 1. November die Grenzschutz-Flugstaffel Mitte am Standort Fulda-Ihringshausen.

Die Kosten für die Unterhaltung stiegen von 50.000 DM im Jahr 1955 auf 1,4 Mio. DM im Jahr 1963. Am 14. August 1964 ordnete der Bundesminister des Innern die Aufstellung des Stabes „Fliegerstaffel“ an. Dieser setzte sich aus einer Führungsgruppe, einer Lehr- und Ausbildungsstaffel sowie einer Zentralwerkstatt zusammen.

1970er Jahre

Bell UH-1D des Bundesgrenzschutzes

Vom 15. Juli 1968 bis 1971 wurden 16 leichte Transporthubschrauber des Typs Bell UH-1D erworben.[1]

Im Jahr 1971 erhielt der Bundesgrenzschutz fünf Bölkow Bo 105, eine der ersten Maschinen dieses Typs der damals frisch gegründeten Firma MBB. Alle Maschinen waren ursprünglich grün lackiert und wurden als Verbindungshubschrauber bzw. für Spezialaufgaben (ZSH) eingesetzt. Die Auslieferung erfolgte als Bo 105 A. Bald wurden die stärkeren Triebwerke Allison 250-C20 eingebaut und die Maschinen auf die Version Bo 105 C umgerüstet.

Bo 105 bei einer Rettungsübung

Am 22. Dezember 1971 wurde als erster Rettungshubschrauber „Johannes-Köln-1“ des Bundesminister des Innern mit dem Luftfahrzeugkennzeichen D-HDOC auf dem Flugplatz Leverkusen-Kurtekotten nahe der Stadtgrenze zu Köln in Dienst gestellt. Im Rahmen des Modellversuchs übergab der damalige Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher den Rettungshubschrauber im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten dem damaligen Leiter des Malteser Hilfsdienst. Bei besagtem Hubschrauber handelte es sich um eine Maschine vom Typ Bo 105, die der Bund im Rahmen des Zivilschutzes beschafft hatte.[2]

Ende der 1970er Jahre wechselten die Maschinen ihr Farbkleid und wurden zunächst gelb lackiert – als Anlehnung an den ersten Rettungshubschrauber des ADAC aus München. Anfang der 1980er Jahre kam schließlich das heute bekannte Orange zum Einsatz.[3]

Bis 1980 übernahmen die Grenzschutz-Flugstaffeln insgesamt 18 Rettungshubschrauberstationen im Bundesgebiet.

Erinnerungsort mit Bild des zerstörten Hubschraubers
Bell 212 des Bundesgrenzschutz

Anlässlich der 20. Olympischen Sommerspiele, die 1972 in der bayerischen Landeshauptstadt München stattfanden, erfolgte der Einsatz von mehr als 30 BGS-Hubschraubern der Muster Alouette II und Bell UH-1D. Während dieses gemeinsamen Einsatzes wurden über 350 Einsätze geflogen. Neben den BGS-Hubschraubern waren zudem vier Hubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel Bayern sowie 40 Hubschrauber des Heeres im Einsatz. Die Spiele wurden durch das Münchner Olympia-Attentat vom 5. September 1972 überschattet. Dabei nahm die palästinensische Terrororganisation „Schwarzer September“ die israelische Mannschaft als Geiseln. Beim Scheitern der Befreiungsaktion am Morgen des 6. Septembers 1972 auf dem Flugplatz Fürstenfeldbruck detonierte eine Handgranate an einer Bell UH-1D des BGS, wobei Geiseln ums Leben kamen.

Am 6. August 1973 wurden drei Bell 212 für die neu aufgestellte Antiterror-Einheit GSG 9 in Dienst gestellt.

Im gleichen Jahr, am 21. Dezember erfolgte die Übernahme des ersten mittleren Transporthubschraubers SA 330 Puma. Bis Mitte 1979 wurde der Bundesgrenzschutz mit 22 Hubschraubern dieses Typs ausgestattet.

Die zahlreichen Wald- und Heidebrände vom 10. bis zum 17. August 1975 in Niedersachsen erforderten den massiven Einsatz von Hubschraubern. Im Oktober 1975 wurde der Instrumentenflugbetrieb aufgenommen.

Im März 1977 wurde die Flotte durch die Übernahme von zehn Alouette II von der Bundeswehr aufgestockt. Anschließend wurden diese in eine Polizei-Version umgerüstet.[1]

Im September 1977 begann in Kalkar (Nordrhein-Westfalen) der Bau des Kernkraftwerks. Anlässlich der Anti-Atomkraft-Demonstrationen und Castortransporte in den folgenden Jahren setzte die Grenzschutzfliegerstaffel bis zu 46 Hubschrauber ein.

Alouette II des Bundesgrenzschutz

Die Schneekatastrophe vom 28. Dezember 1978 bis zum 6. Januar 1979 schlossen zahlreiche Urlauber auf den norddeutschen Inseln und am Festland ein, sodass ein Rettungseinsatz der BGS-Hubschrauber erforderlich wurde.[4]

1979 verfügte die Grenzschutzfliegerstaffel über 99 Hubschrauber.

1980er Jahre

Aérospatiale SA 330 Puma des BGS

Eines der herausragendsten Ereignisse im November 1980 war der Besuch des Papstes in Deutschland. Johannes Paul II. wurde mit einem SA 330 Puma des BGS zu seinen Besuchsorten geflogen.[5]

Ab 1980 gehörten Einsätze im Rahmen zahlreicher Demonstrationen gegen Atomkraftwerke sowie Einsätze gegen deren Ausbau am Frankfurter Flughafen zum alltäglichen Einsatzspektrum. Am 4. Juni 1980 erfolgte auf Anforderung des Landes Niedersachsen ein polizeilicher Hubschraubereinsatz zur Räumung der Bohrstelle „1004“ in Gorleben zur Unterstützung der Polizeihubschrauberstaffel Niedersachsen.

Vom 26. bis 28. Februar 1981 machten die Großdemonstrationen am Baugelände des Kernkraftwerks in Brokdorf einen massiven Hubschraubereinsatz erforderlich. Dabei kamen ca. 30 Hubschrauber des BGS und der Polizeihubschrauberstaffel Niedersachsen zum Einsatz. Ab 1982 wurden bei den zahlreichen polizeilichen Einsätzen an der Startbahn 18 West des Frankfurter Flughafens zahlreiche BGS-Hubschrauber, insbesondere Transporthubschrauber des Typs SA 330 Puma, eingesetzt. Die Ausschreitungen nahmen derart gewalttätige Formen an, dass die Einsatzkräfte nur mithilfe der schnellen Einsätze der Transporthubschrauber an jeden Ort des Flughafengeländes gebracht werden konnten.

Zum 1. Juni 1983 erfolgte der erste Wechsel des Kommandeurs der Grenzschutzfliegerstaffel. Nach fast 30-jähriger Pionierarbeit wurde der Kommandeur in den Ruhestand verabschiedet. Nachfolger wurde ein Polizei-Direktor im BGS.

Super Puma AS 332 L1

1987 und 1988 erhielt der Bundesgrenzschutz zusätzlich drei neue Super Puma AS 332 L1.[6] Von nun an war der BGS-Flugdienst in der Lage, Hubschrauber auch unter vereisenden Wetterbedingungen einzusetzen. Dies erweiterte die Einsatzmöglichkeiten erheblich bei einem eklatanten Gewinn an Flugsicherheit. Die Transporthubschrauberflotte wuchs damit auf 46 Hubschrauber an.[7]

1990er Jahre

Bo 105 C für die Luftrettung

Am 3. Oktober 1990 leitete Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble die Aufstellung der Grenzschutzfliegerstaffel Ost am Flughafen Berlin-Tempelhof ein. Damit war der Einsatz von Hubschraubern des Bundesgrenzschutzes in den neuen Bundesländern gewährleistet. Zudem wurde ein Luftrettungsnetz in Ostdeutschland aufgebaut.[1]

Mitte der 1990er Jahre wurde die Zelle der Bo 105 C Hubschrauber verlängert und mit neuer Avionik-Ausrüstung und anderen Wellenturbinen auf den CBS-5-Standard (Super Five / auch als Bo 105 S bezeichnet) angehoben.[8]

EC 155

Am 1. Januar 1998 kam es zu einer Umstrukturierung des Flugdienstes: Die damalige Fliegerstaffel West in Gifhorn wurde in die Fliegerstaffel Nord integriert.

In Sankt Augustin entstand erneut eine Fliegerstaffel West. Zudem werden an dem Standort die Zentrale Instandhaltungsstaffel und die Luftfahrerschule aufgestellt.

Die Hubschrauber der Typen EC 135 und EC 155 wurden von 1998 bis 2000 eingeführt. Die Beschaffung umfasste 26 Verbindungs- und Beobachtungshubschrauber des Typs EC 135.[4]

Zur Ablösung der alten Hubschrauber des Typs Bell UH-1D wurden beim Bundesgrenzschutz ab 1999 zunächst 13 und später sieben weitere leichte Transporthubschrauber des Typs EC 155 beschafft.[9]

2000er Jahre

Im März 2000 fand ein Hilfseinsatz mit drei Hubschraubern im südostafrikanischen Mosambik anlässlich einer Flutkatastrophe statt. Vier Wochen lang wurden Menschen gerettet und Hilfsgüter transportiert. Die Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes waren die ersten nicht afrikanischen Luftfahrzeuge, die per Transportflugzeug Antonow 124 verlegt wurden.

Im August 2002 fand ein Einsatz anlässlich des Elbehochwassers statt. Insgesamt wurden 2.060 Menschen gerettet, 17.400 Liter Wasser verteilt und mehr als 73.500 Sandsäcke sowie Hilfsgüter transportiert.

Im Juli 2003 unterstützte der Bundesgrenzschutz die Bekämpfung von Waldbränden in Frankreich und Portugal mit drei Hubschraubern und führte hunderte Löschwasserflüge durch. Dabei kommen erstmals faltbare Löschwasserbehälter, sogenannte „Bambi Buckets“, zum Einsatz.[4] Das am 1. Mai 2004 eingerichtete „Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe“ (BBK) ist eine Fachbehörde des Bundesministeriums des Innern. Zum BBK gehörten auch die 24 orangefarbenen Zivilschutzhubschrauber des Bundes. Bei 22 dieser Zivilschutzhubschrauber (ZSH) handelte es sich um Maschinen des Typs Messerschmitt-Bölkow-Blohm MBB Bo 105, die von Piloten des Bundesgrenzschutzes geflogen wurden. Die Wartungsarbeiten wurden ebenfalls von Personal des Bundesgrenzschutzes durchgeführt.[9]

Sonderbemalung einer EC 155

Der Bundesgrenzschutz-Flugdienst feierte am 22. Mai 2005 sein 50-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür am Standort Sankt Augustin-Hangelar bei Bonn. Den in großer Zahl erschienenen Zuschauern wurde ein Flugprogramm geboten, im Rahmen dessen Einsatzdemonstrationen mit allen sieben beim Bundesgrenzschutz eingesetzten Hubschraubertypen gezeigt wurden.[10]

Am 1. Juli 2005 wurde der Bundesgrenzschutz in Bundespolizei umbenannt.

Ab 2005 begannen die Bundespolizei sowie nach und nach die einzelnen Länder (außer Bayern) mit der Umstellung auf die neue blaue Farbgebung, die Ende 2012 abgeschlossen war.[11]

Im Sommer 2006 wurden erstmals Hubschrauber der Bundespolizei unter der Ägide der Europäischen Grenzschutzagentur FRONTEX zur polizeilichen Überwachung der EU-Außengrenzen eingesetzt. Als Basis diente die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa.[12]

Im Jahr 2009 wurde aus der Luftfahrerschule als Bund-Länderprojekt die Luftfahrerschule für den Polizeidienst: 13 Bundesländer, die Hubschrauber betreiben, und die Bundespolizei schlossen sich zusammen. Die Luftfahrerschule ist als Ausbildungsbetrieb der Industrie- und Handelskammer anerkannt.[4]

EC 135 mit blauer Bemalung

2010er Jahre

Nachdem die „Lisco Gloria“ verunglückt war, rüstete das Havariekommando im Jahr 2011 die Fliegerstaffel Fuhlendorf (für Flüge über See) mit speziellem Material für Verletztenversorgungsteams aus. Bei einer maritimen Großschadenslage auf Nord- und Ostsee transportieren die Piloten der Fliegerstaffel Brandbekämpfungseinheiten (BBE) sowie Verletztenversorgungsteams (VVT) für das Havariekommando.[13]

Im Jahr 2012 feierte die Fliegerstaffel Süd in Oberschleißheim ihr 50-jähriges Bestehen.[14]

Während einer polizeilichen Großübung am Berliner Olympiastadion kam es am 21. März 2013 zu einem tragischen Unfall, bei dem die Bundespolizei-Fliegerstaffel Blumberg beteiligt war. Dabei kollidierten zwei Hubschrauber bei der Landung, wodurch ein Pilot der Bundespolizei tödlich verletzt wurde.

Ab dem 17. September 2019 stand die Bundespolizei-Fliegergruppe unter neuer Leitung. In Vertretung von Bundespolizeipräsident Dieter Romann übergab Vizepräsidentin Ulrike Meuser die Leitung der „Pirole“ von Vizepräsident Thomas Helbig an den Leitenden Polizeidirektor Torsten Hallmann.[15]

Einzelnachweise

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