Bürgerschaftswahl in Hamburg 2004

Wahl zur Hamburger Bürgerschaft (18. Wahlperiode) From Wikipedia, the free encyclopedia

Bei der Wahl zur Hamburger Bürgerschaft (18. Wahlperiode) am 29. Februar 2004 verzeichnete die bis dahin mit der Partei Rechtsstaatlicher Offensive und der FDP regierende CDU einen (bundesweit einmaligen) Stimmenzuwachs von 21 Prozentpunkten und konnte unter Amtsinhaber Ole von Beust eine Alleinregierung bilden. Ihr Wahlergebnis war zugleich das bis dato beste in Hamburg. Die SPD mit Spitzenkandidat Thomas Mirow erhielt sechs Prozentpunkte weniger als zuvor; es war ihr schlechtestes Ergebnis bei Bürgerschaftswahlen seit Kriegsende.

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(in %) [1][2]
 %
50
40
30
20
10
0
47,2
30,5
12,3
3,1
2,8
1,1
1,1
0,4
1,9
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2001
 %p
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  −5
−10
−15
−20
+21,0
−6,0
+3,7
+2,9
−2,3
−1,0
+0,9
−19,0
−0,6
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
f Zusammen mit PDS, SAV, DKP und weiterer linker Parteien und Gruppierungen
Sitzverteilung
   
Insgesamt 121 Sitze
Verhältnis Regierung-Opposition in der 18. Hamburgischen Bürgerschaft
63
58
63 58 
Insgesamt 121 Sitze
Wappen von Hamburg
Wappen von Hamburg

Vorausgegangen war ein Koalitionsbruch zwischen den seit 2001 regierenden bürgerlichen Parteien. Die Partei Rechtsstaatlicher Offensive, angetreten ohne ihr Aushängeschild Ronald Schill und ohne Kurzbezeichnung, stürzte von 19,4 auf 0,4 % ab, womit sie fast ihre gesamte Wählerschaft einbüßte. Die Partei Pro DM, der Schill sich angeschlossen hatte und deren Spitzenkandidat er war, erzielte mit 3,1 % einen Achtungserfolg.

Ausgangssituation

Weitere Informationen Partei, Stimmanteil ...
Endergebnis 2001
Partei Stimmanteil Sitze
SPD36,5 %46
CDU26,2 %33
Schill19,4 %25
Grüne/GAL8,5 %11
FDP5,1 %6
Sonstige4,3 %
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Endergebnis 2004

Weitere Informationen Partei, Stimmen ...
Endergebnis 2004
Partei Stimmen Stimmanteil Sitze
CDU389.17047,2 %63
SPD251.44130,5 %41
Grüne/GAL101.22712,3 %17
Pro DM/Schill25.7633,1 %-
FDP23.3732,8 %-
Regenbogen9.2001,1 %-
Graue8.8781,1 %-
OLIVIA-JONES.DE4.4390,5 %-
Partei Rechtsstaatlicher Offensive (2001: Schill)
Trat zu dieser Wahl ohne Kürzel an
3.0460,4 %-
NPD2.4340,3 %-
PBC1.5710,2 %-
Frauen1.5630,2 %-
ödp6580,1 %-
BürgerBund4630,1 %-
SOSwasserturm.de4560,1 %-
Mustafa4460,1 %-
Wahlbeteiligung: 68,7 %
Wahlberechtigte: 1.214.935
Wähler: 834.656
gültige Stimmen: 824.128
ungültige Stimmen: 10.528 = 1,3 %
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Bei der Bürgerschaftswahl erreichte die CDU die absolute Mehrheit der Mandate. Die Landesregierung bestand aus einer CDU-Alleinregierung unter Führung von Bürgermeister Ole von Beust.

Demographie

Der jüngste Parlamentarier war Manuel Sarrazin (GAL) mit 24 Jahren. Die vier ältesten Mitglieder der Bürgerschaft waren neugewählte Parlamentarier, die also erstmals in dieser Wahlperiode ein Mandat wahrnahmen (alle CDU). Der älteste Abgeordnete war Dietrich Hoth mit 79 Jahren (Stand 20. Februar 2007).

Weitere Informationen CDU-Fraktion, SPD-Fraktion ...
CDU-Fraktion SPD-Fraktion GAL-Fraktion
Durchschnittsalter 49 Jahre 51 Jahre 41 Jahre
Frauenanteil 24 % 44 % 53 %
Erstmals gewählt 32 7 8
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Hauptthemen während der 18. Wahlperiode

Hauptthemen in der Hamburgischen Bürgerschaft waren in dieser Wahlperiode der Verkauf des „Landesbetrieb Krankenhäuser“ (LBK), der Ausbau der HafenCity und die Errichtung der Elbphilharmonie.

Untersuchungsausschüsse

  • Parlamentarischer Untersuchungsausschuss (PUA) „Geschlossene Unterbringung Feuerbergstraße“
Der Untersuchungsgegenstand war die „Arbeit der Einrichtung für die geschlossene Unterbringung Minderjähriger in der Feuerbergstraße“.[3] Den Vorsitz führte Manfred Jäger (CDU)
  • Parlamentarischer Untersuchungsausschuss (PUA) Informationsweitergabe
Der Untersuchungsgegenstand war die „Überprüfung der Weitergabe von vertraulichen Dokumenten des PUA 'Geschlossene Unterbringung Feuerbergstraße' insbesondere durch PUA-Mitarbeiter, Abgeordnete, Abgeordneten- oder Fraktionsmitarbeiter an den Senat (einschließlich Behörden und Landesbetriebe) und des weiteren Umgangs hiermit im Senat und den Fachbehörden und Landesbetrieben.“[4] Den Vorsitz führte Wolfgang Marx (SPD). Die letzte Sitzung des PUA fand am 27. Juni 2007 statt. Es gab keinen gemeinsamen Abschlussbericht der drei beteiligten Parteien (CDU, SPD, GAL).

Siehe auch

Einzelnachweise

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