Wahl zur 24. Hamburgischen Bürgerschaft
Landtagswahl in Hamburg
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Die Wahl zur 24. Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg, bei der das Landesparlament Hamburgs neu gewählt wird, findet voraussichtlich im Winter 2030 statt.

Organisation
Wahltermin
Artikel 10 der Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg regelt, dass die Bürgerschaft auf fünf Jahre gewählt wird. Eine Neuwahl findet frühestens 57 und spätestens 60 Monate nach dem Beginn der laufenden Wahlperiode statt.[1] Die konstituierende Sitzung der 23. Hamburgischen Bürgerschaft erfolgte am 25. März 2025.[2]
Wahlrecht
Die in der Regel 121 Bürgerschaftsabgeordneten werden nach dem seit 2013 geltenden Wahlrecht gewählt. 71 Mandate werden direkt in den 17 Mehrmandatswahlkreisen (3 bis 5 Sitze) über offene Wahlkreislisten, die restlichen 50 über offene Landeslisten vergeben.
Aktiv wahlberechtigt sind alle Einwohner Hamburgs, die seit mindestens drei Monaten vor dem Wahltag ihren Hauptwohnsitz in Hamburg gemeldet haben, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und am Tag der Wahl mindestens 16 Jahre alt sind. Jeder Wähler hat insgesamt zehn Stimmen, fünf Wahlkreisstimmen (Erststimmen) für die Direktkandidaten im Wahlkreis und fünf Landesstimmen (Zweitstimmen) für Kandidaten auf den Landeslisten oder für Landeslisten in ihrer Gesamtheit. Die fünf Stimmen können bei einer Person (oder Partei bei Landesliste) angehäuft (Kumulieren) oder beliebig verteilt (Panaschieren) werden. Passiv wahlberechtigt, also wählbar, ist jeder, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und zur Wahl zugelassen ist.
Ausgangslage
Vorherige Wahl 2025
Die SPD erreichte mit 33,5 % der Stimmen erneut mit großem Abstand Platz eins, verlor aber fast sechs Prozentpunkte. Die CDU folgte mit knapp 20 Prozent, während die Grünen auf den dritten Platz fielen und ebenso fast sechs Prozentpunkte verloren. Die Linke konnte ihr historisches Ergebnis von 2020 mit nun über 11 % noch einmal übertreffen. Die AfD gewann zwar im Vergleich zur letzten Wahl etwa zwei Prozentpunkte dazu, blieb aber mit 7,5 % deutlich hinter der Bundestagswahl in Hamburg und den Umfragewerten zurück.
Die FDP, 2020 noch knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war, verlor über die Hälfte ihrer Stimmen und fiel auf 2,3 %. Volt – mit 3,2 % noch vor der FDP – sowie das BSW erreichten ebenfalls nicht die Sperrklausel.
Die Koalition aus SPD und Grüne unter Peter Tschentscher wurde weitergeführt und Tschentscher wurde am 7. Mai 2025 von der Burgerschaft wiedergewählt.
Umfragen
Sonntagsfrage
| Institut | Zeitraum | Befragte | Methode 1 | SPD | CDU | Grüne | Linke | AfD | FDP | Sonst. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| INSA[3] | 02.06.–09.06.2026 | 1.000 | O | 31 % | 16 % | 17 % | 14 % | 12 % | 3 % | 7 % |
| Infratest dimap[3] | 19.03.–23.03.2026 | 1.152 | T+O | 30 % | 20 % | 20 % | 12 % | 10 % | — | 8 % |
| Bürgerschaftswahl 2025 | 02.03.2025 | 33,5 % | 19,8 % | 18,5 % | 11,2 % | 7,5 % | 2,3 % | 7,2 % | ||
1 P: persönlich-mündliche Befragung; T: telefonische Befragung; O: Onlinebefragung; S: SMS-basierte Onlinebefragung | ||||||||||
Verlauf
