Carl Arthur von Wrochem

deutscher Verwaltungsjurist und Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Carl Arthur von Wrochem, eigentlich Karl von Wrochem, (* 31. Mai 1809 in Sprottau, Landkreis Sprottau; † 26. August 1872 in Hirschberg, Landkreis Hirschberg im Riesengebirge) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Politiker aus dem Adelsgeschlecht Wrochem.

Wappen von Wrochem.

Familie

Wrochem war der Sohn des Oberlandesgerichtsrats und Stadtgerichtsdirektors Carl (Karl) Anton Leberecht von Wrochem (1766–1825)[1] und der Karoline von Eckartsberg (1776–1840) aus Oberzauche. Die Mutter lebte als Witwe auf Gut Haltauf in Schlesien.

Karl war evangelischer Konfession und heiratete 1846 in Lekno Agnes Freiin von der Recke (1847–1921) aus Wriezen an der Order, Tochter der Agnes Freiin von Reibnitz und des Ernst Freiherrn von der Recke. Der Schwiegervater war Landrat. Agnes und Karl von Wrochem hatten mehrere Kinder. Ein Sohn war Arthur von Wrochem (1847–1921), der preußischer Generalmajor wurde. Der nächstjüngere Sohn Hans von Wrochem (1853–1914) wurde Generalleutnant, ebenso der jüngste Sohn, Alfred von Wrochem (1857–1915).

Leben

Von 1828 bis 1831 studierte er Rechtswissenschaft in Berlin und Heidelberg. Karl von Wrochem war von 1844 bis 1872 Rittergutsbesitzer, zu Eulendorf. Von 1844 bis 1850 war er Landrat im Landkreis Ohlau und trat 1850 freiwillig aus dem Staatsdienst aus. Ab 1850 lebte er in Breslau. Von 1853 bis 1872 arbeitete er als Justitiar, zunächst in Breslau, später in Schweidnitz, seit 1864 in Hirschberg.

Vom 4. April 1849 (für Joseph Julius Athanasius Ambrosch) bis zum 11. Mai 1849 vertrat er den Wahlkreis 18. Provinz Schlesien (Ohlau) in der Frankfurter Nationalversammlung. Im Parlament blieb er fraktionslos und stimmte mit dem Rechten Zentrum. Ab 1852 war er Landesältester der Landschaft des Fürstentums Brieg.

Seine Familienlinie ist mit seiner bürgerlich vermählten Enkeltochter Hildegard von Wrochem 1948 und mit der eingeheirateten Schwiegertochter Elisabeth geb. Freiin von Steinaecker, Tochter des Generals d. Inf. Eduard von Steinaecker, 1960 ausgestorben.

Literatur

Einzelnachweise

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