Caterham Seven

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Der Caterham Seven ist ein Roadster, der aus dem Lotus Seven (1957–1972) weiterentwickelt wurde.[4] Er wird seit 1973 hergestellt. Bis 2023 wurden in mehr als 100 Varianten 22.000 Fahrzeuge verkauft.[5]

Schnelle Fakten Seven ...
Caterham Cars
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Caterham Seven 340 R, seit 2022
Seven
Produktionszeitraum seit 1973
Klasse Sportwagen
Karosserieversionen Roadster
Motoren Ottomotoren:
ab 0,66 Liter
(52 kW)
Länge 3100–3670 mm
Breite 1575[1]–1685[2] mm
Höhe etwa 1090 mm
Radstand 2225–2305[2] mm
Leergewicht 440[3]-602[1] kg
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Heckansicht eines Caterham Seven

Geschichte

Lotus hatte entschieden, keinen Seven mehr anzubieten, und verkaufte 1973 die Rechte an Caterham.[6] Caterham verkaufte die letzten 38 Lotus Seven Serie 4 (S4) und entschied dann, eine Version ähnlich dem Lotus Seven Serie 3 anzubieten.[7]

Schon im Vorfeld des 25-jährigen Jubiläums wurde 1981 die Silver Jubilee Edition angeboten.[5] 1984 wurde der Wagen erstmals wie der Lotus Seven auch als Bausatz (Kit Car) verkauft. Allerdings wurden die Bausätze in Deutschland etwa nach 2011 nicht mehr offiziell angeboten.[8] Eine der ersten Weiterentwicklungen war 1985 das Angebot einer De-Dion-Hinterachse anstelle der starren Hinterachse. Seit 1993 zeigt der Kühlergrill eine 7.[9]

Mitte der 1990er Jahre rief Caterham die Caterham Scholarship, später Caterham Academy, ins Leben, um Fahrer an den Motorsport heranzuführen.[5]

Nach Vorstellung auf der Birmingham Motor Show im Oktober 2000 führte Caterham 2001 mit der Serie Fünf, auch S5 oder SV, als Alternative gegen Aufpreis ein breiteres Chassis ein.[2] 2005 erschien mit dem CSR200 und CSR260 zum ersten Mal der Seven hinten mit Einzelradaufhängung.[10][11]

2008 kam der Caterham Levante mit V8-Motor mit Kompressor-Aufladung auf den Markt. Acht Exemplare wurden angekündigt.[13]

2013 wurde der 485[14] und der 620 R mit 228 kW (310 PS) starken Vierzylinder-Kompressor-Motor vorgestellt.[15][16] Ebenso im Jahr 2013 wurde ein Einsteigermodell mit kleinem Dreizylinder-Turbomotor vorgestellt.[17] 2016 wurde ein Seven auf Basis des Modells 420S in Zusammenarbeit mit dem Londoner Kaufhaus Harrods angeboten. Diese Modelle konnten individuell gestaltet werden, hatten ein „H“ auf den Sitzlehnen und dem Schaltknauf und waren nur bei Harrods erhältlich.[18]

Zum 60-jährigen Jubiläum im Oktober 2017 wurden 60 Seven SuperSprint mit Suzuki-Dreizylindermotor mit 71 kW (96 PS) aufgelegt.[19] Mit dem 485 CSR wurde 2020 eine Clubsport-Version mit 176 kW (240 PS) leistendem Ford-Saugmotor angeboten.[20] Diese läuft seit 2024 in der EU aus.[21]

2023 wurde eine 700 kg schwere, straßentaugliche elektrische Version gezeigt. Die Batterie mit einer Kapazität von 51 kWh ermöglicht einen 20-minütigen Renneinsatz, die Höchstgeschwindigkeit soll 210 km/h betragen.[22]

Ende 2024 erschien zum 20-jährigen Jubiläum der CSR-Modelle das limitierte Sondermodell CSR Twenty. Es gab 20 Stück für United Kingdom und 20 für die USA.[23]

2026 werden verschiedene Modelle des Seven angeboten.[24] Dabei wird wie schon einige Jahre die Straßenversion mit einem „S“, die mehr an die Rennstrecke angepasste Version mit „R“ gekennzeichnet.[25][26]

Technik

Einlassseite des Lotus Twin Cam-Motors (hier im Lotus Seven S3)

Antrieb

Caterham Seven 160 mit Suzuki-Motor
Caterham Seven 165, Motorraum mit Suzuki-Motor

Der Caterham Seven hat Hinterradantrieb. Der S4 hatte als stärkste Motorisierung den Lotus twin-cam-Motor mit 1,6 Liter Hubraum und einer Leistung von 93 kW (127 PS). Daneben gab es schwächere Motoren von Ford.[27] Etwa Mitte der 1980er Jahre erschien der 1700 Super Sprint; er holte mit zwei Weber-Vergasern eine höhere Leistung aus dem Ford-„Kent“-Motor.[28] Im 620 R (seit 2015),[16] im 485[29] und in der Clubsport-Variante 485 CSR (Clubsport Racing, seit 2020) wird ein Ford-Duratec-Vierzylindermotor verwendet. Im 485 als Saugmotor gibt er die größte Leistung bei 8500/min ab.[20] Ab 1990 baute Caterham auch Motoren von Rover und Vauxhall Motors ein,[30] beispielsweise wurde der R300 vor 2009 mit einem Rover-Reihenvierzylinder-Motor der K-Serie[31] mit 160 bhp ausgestattet.[32] Die Höchstdrehzahl des überarbeiteten 1,4-Liter-Rover-K-Motors mit 128 bhp lag bei 7600/min.[30] Seit 2013 verwendet Caterham auch Dreizylindermotoren mit Turbolader von Suzuki.[17] Mit einer Leistung von 62 kW (84 PS) aus 0,66 Liter Hubraum und einem Fünf-Gang-Schaltgetriebe erreicht der 600 eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 170 km/h.[33] Seit 1995 wird auch ein von Caterham entwickeltes Sechs-Gang-Getriebe eingesetzt.[34][2] Mit einem sequentiellen Sechs-Gang-Getriebe von dem französischen Getriebehersteller Sadev erreicht der 228 kW leistende 620 R eine Höchstgeschwindigkeit von 255 km/h.[16] Seit 2025 werden die letzten 310er mit dem Ford Sigma-Motor hergestellt, da dieser Ford-Motor ausgelaufen ist.[35]

Erste Modelle

Die ersten Caterham Seven S4 und S3 hatten Vier-Gang-Getriebe und als Grundausstattung 13-Zoll-Räder sowie eine Zahnstangenlenkung. Ihre starren Hinterachsen stammten vom Ford Escort.[36][37] Auch der spätere SuperSprint und die Einsteigermodelle mit Suzuki-Motor haben hinten eine Starrachse.[38]

Serie Fünf (SV) seit 2001

Mit der Serie Fünf ist gegen Aufpreis ein Chassis mit acht cm mehr Länge und 11 cm mehr Breite im Innenraum erhältlich. Auch die Spurbreite wuchs um 11 cm, der Radstand um acht cm. Der SV ist auch 25 kg schwerer.[2][39]

CSR, ab 2005

Diese Modellreihe[40] startete etwa 2005 mit dem CSR200 und CSR260. Sie haben ein 25 Prozent steiferes Chassis, vorn die Federbeine im Innern der Karosserie und hinten eine Einzelradaufhängung, des Weiteren 15 Zoll-Räder. Das Armaturenbrett hat anstelle der durchgehenden geraden Form nach unten Rundungen für Fahrer und Beifahrer.[10]

Caterham Levante

Der Levante war trotz V8-Motor mit einer Fahrzeugmasse von 520 kg leichter als ein Seven S4. Möglich war dies durch den 2,4-Liter-V8-Motor. Dieser bestand aus zwei Aluminium-Superbike-Motoren, so dass der Motor lediglich 90 kg wog.[13] Seine Leistung beträgt 550 bhp.[41]

LED-Rückleuchte, seit 2021

Seit 2021 haben alle Modelle LED-Rücklichter.[26]

Caterham 420

2022 im 175 bis 210 bhp leistenden 420 Cup und 2023 in der evo Edition auf Basis des 420R, wurde ein 2,0-Liter-Ford-Duratec-Motor eingesetzt, beim 420-Cup-Modell wie beim 620 R mit einem sequentiellen Sechs-Gang-Getriebe von Sadev. Das Cup-Modell gab es in zwei Chassis-Breiten. Die evo Edition hat das schmalere Chassis. Beide haben 10-fach einstellbare Bilstein-Stoßdämpfer.[42][43][44]

Technische Daten: Caterham Seven seit 2013

Weitere Informationen Seven 160/165, Seven 170 ...
Seven 160/165 Seven 170 Seven 270/275 Seven 310 Seven 340 Seven 355 Seven 480/485 Seven R 500 Seven 620 R
Bauzeit 2013–2021 seit 2021[26] 2015–n.n.[45] 2016[46]– auslaufend seit 2025[35] seit 2022[47] n.n. 485: 2013–2025[48] n.n. seit 2013
Motorkenndaten
Motortyp R3-Ottomotor R4-Ottomotor
Motoraufladung Turbolader Supercharged (Kompressor)
Hubraum 660 cm³ 1596 cm³ 1998 cm³ 1999 cm³
max. Leistung bei min−1 59 kW (80 PS) / 7000 62 kW (84 PS) / 6500 100 kW (136 PS) / 6800 112 kW (152 PS) / 7000 127 kW (173 PS) / 7250 129 kW (175 PS) / 7300 177 kW (241 PS) / 8500 197 kW (268 PS) / 7200 228 kW (310 PS) / 7700
max. Drehmoment bei min−1 145 Nm / 3400 116 Nm / 4000–4500 165 Nm / 4100 168 Nm / 5600 175 Nm / 6500 194 Nm / 6100 206 Nm / 6300 239 Nm / 7200 297 Nm / 7350
Kraftübertragung
Antrieb Hinterradantrieb
Abmessungen
Länge/Breite/Höhe 3380 mm/ 1575 mm/ 1090 mm 3100 mm/ 1575 mm/ 1090 mm 3380 mm/ 1575 mm/ 1090 mm 3100 mm/ 1575 mm/ 1090 mm 3380 mm/ 1575 mm/ 1090 mm
Radstand 2225 mm k. A. 2225 mm k. A. 2225 mm
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit 160 km/h 170 km/h 196 km/h 209 km/h 225 km/h 241 km/h 250 km/h
Beschleunigung, 0–100 km/h 7,5 s 6,9 s 5,0 s 4,8 s k. A. 4,8 s 3,4 s 2,9 s 2,7 s
Leergewicht 490 kg 440 kg 540 kg 540 kg 560 kg 525 kg 460 kg 545 kg
Kraftstoffverbrauch auf 100 km (kombiniert) 4,9 l Super k. A. 6,3 l Super k. A. 9,0 l Super 9,8 l Super 9,3 l Super 7,7 l Super
CO2-Emissionen (kombiniert) 114 g/km 109 g/km 137 g/km 148 g/km 182 g/km 194 g/km 188 g/km 179 g/km
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Caterham 7 im Film

1979 fuhr Jean-Paul Belmondo einen Super Seven im Actionfilm Der Windhund (Originaltitel: Flic ou Voyou).[5]

Literatur

Einzelnachweise

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