Chabos (Fernsehserie)
deutsche Dramedy-Serie (2025)
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Chabos ist eine deutsche Dramedy-Fernsehserie von Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch, die 2025 veröffentlicht wurde. Die achtteilige Serie wurde von BBC Studios Germany für ZDFneo produziert und ist von der britischen BBC-Serie Ladhood inspiriert.[1][2][3]
| Serie | |
| Titel | Chabos |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Genre | Dramedy |
| Länge | 31-41 Minuten |
| Episoden | 8 in 1 Staffel |
| Produktionsunternehmen |
|
| Regie | Arkadij Khaet Mickey Paatzsch |
| Drehbuch | Arkadij Khaet Mickey Paatzsch Juri Sternburg Anna Dimitrova |
| Produktion | Lea Gamula Eva Holtmann |
| Musik | Hannah von Hübbenet |
| Kamera | Nikolaus Schreiber |
| Schnitt | Tobias Wieduwilt David Wieching |
| Premiere | 24. Aug. 2025 auf ZDFneo |
| Deutschsprachige Premiere | auf ZDF-Streamingportal |
| Besetzung | |
| |
Im Mittelpunkt steht der 36-jährige Peppi, der erfährt, dass er nicht zu seinem Klassentreffen eingeladen wurde, und daraufhin ins Ruhrgebiet zurückkehrt. In Rückblenden in den Sommer 2006 erzählt die Serie von seiner Jugendclique und verbindet Coming-of-Age-, Milieu- und Freundschaftserzählung mit Themen wie toxischer Männlichkeit und nostalgischer Verklärung der Vergangenheit.[1]
Die Erstveröffentlichung erfolgte am 22. August 2025 im ZDF-Streaming-Portal; die lineare Ausstrahlung auf ZDFneo begann am 24. August 2025.[1][4]
Handlung
Die Serie folgt dem Protagonisten Peppi, gespielt von Johannes Kienast, der erfährt, dass er nicht zu seinem Klassentreffen eingeladen wurde. Die Nachricht löst bei ihm Erinnerungen an seine Jugend im Ruhrgebiet aus und bringt ihn dazu, sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen.[5]
Die Handlung wechselt zwischen der Gegenwart und dem Sommer 2006. In Rückblenden wird die Jugend von Peppi und seiner Clique erzählt, die sich selbst „die Chabos“ nennt. Die Serie begleitet die Gruppe durch Freundschaften, Konflikte, erste Beziehungen und typische Erfahrungen des Erwachsenwerdens.[5]
Ein wiederkehrendes Element der Serie ist die Auseinandersetzung mit Popkultur der 2000er-Jahre. Musik, Fernsehsendungen, Internetphänomene und prominente Gastauftritte werden als Teil der Erinnerungen der Figuren inszeniert und spiegeln die kulturelle Umgebung der Jugendzeit wider.[6]
Aus der Perspektive des erwachsenen Peppi werden die Ereignisse der Vergangenheit kommentiert und reflektiert. Die Serie verbindet dabei Coming-of-Age-Elemente mit humoristischen und dramatischen Beobachtungen über Freundschaft, Männlichkeitsbilder und nostalgische Rückblicke auf die Jugendzeit.[7]
Produktion
Die Serie wurde von Arkadij Khaet und Mickey Paatzsch entwickelt, die auch Regie führten und gemeinsam die Drehbücher schrieben. Produziert wurde Chabos von BBC Studios Germany für ZDFneo; Produzentin war Eva Holtmann, ausführende Produzentinnen Lea Gamula und Nina Sollich, die Redaktion lag bei Kristl Philippi.[8]
Nach Angaben der Macher entstand die Serie aus der Auseinandersetzung mit der eigenen Jugend im Ruhrgebiet und mit Erinnerungen an die frühen 2000er Jahre. Khaet und Paatzsch bezeichneten Chabos als „Generationenporträt“ über Freundschaft, toxische Männlichkeit und die „ungeschönte Nostalgie“ einer Jugend im Ruhrgebiet.[8] Im Zentrum der Entwicklung stand dabei die Figur Peppi, die als erwachsener Erzähler auf ihre Jugend zurückblickt und die Vergangenheit zugleich kommentiert und infrage stellt.[8]
Die Serie ist lose von der britischen BBC-Serie Ladhood inspiriert. Laut Eva Holtmann griff die deutsche Adaption vor allem die Grundidee der Gegenüberstellung von Gegenwart und Jugendzeit auf, während Figurenkonstellation, Milieu und Stoff für die deutsche Fassung eigenständig neu entwickelt wurden.[9]
Für die deutsche Version wurde die Handlung ins Ruhrgebiet verlegt. Gedreht wurde unter anderem in Duisburg, Köln und Umgebung.[8] Stilistisch setzten Khaet und Paatzsch auf eine schnelle, von Musikvideos und Popkultur der 2000er Jahre geprägte Erzählweise. In ihrem Produktionsstatement beschrieben sie die Inszenierung als „MTV-schnell, clippig, retro und verspielt“; Gegenwart und Vergangenheit sollten dabei farblich, formal und tonal deutlich voneinander abgesetzt werden.[8]
Ein zentrales Gestaltungsmittel der Serie ist die direkte Ansprache des Publikums durch den erwachsenen Peppi. Zugleich spielt Musik eine wichtige dramaturgische Rolle: Laut ZDF-Pressemappe werden die Zeitebenen auch akustisch getrennt, indem die Vergangenheit mit Source-Musik, Klingeltönen und ICQ-Sounds aufgeladen wird, während die Gegenwart nüchterner gestaltet ist.[8]
Besonderes Gewicht legte die Produktion auf das Casting des jungen Ensembles. Nach Angaben der Casterinnen Phillis Dayanir und Johanna Hellwig waren Khaet und Paatzsch „offen und angstfrei“ gegenüber jungen und teils unerfahreneren Darstellerinnen und Darstellern; gesucht wurde eine Mischung aus neuen Talenten und prominenter Besetzung.[10] Um die Gruppendynamik der Clique glaubwürdig wirken zu lassen, lebten die jungen Hauptdarsteller laut den Casterinnen vor und während des Drehs zeitweise gemeinsam in einer WG.[11]
Episodenliste
Staffel 1
| Nr. | Titel | Erstveröffentlichung (ZDF) |
|---|---|---|
| 1 | Hinein ins Weekend Feeling | 22. August 2025 |
| 2 | Et Boum! C’est le choc | 22. August 2025 |
| 3 | Warum liegt hier eigentlich Stroh? | 22. August 2025 |
| 4 | We have a dream | 22. August 2025 |
| 5 | Du bist Deutschland | 22. August 2025 |
| 6 | Mmmonster Kill | 22. August 2025 |
| 7 | Ocean’s Four | 22. August 2025 |
| 8 | Abschlussklasse 06 | 22. August 2025 |
Gaststars
Als Gaststars sind in der Serie in kleinen Rollen Jürgen Domian, Menderes Bağcı, Jeanette Biedermann, Mola Adebisi, Britt Hagedorn, Sabrina Setlur und Xatar zu sehen.[12]
Rezeption
Chabos wurde von Kritikern für seinen humorvollen und zugleich tiefgründigen Blick auf die Jugendkultur der 2000er-Jahre gelobt. Die Serie wird als unterhaltsame Reflexion über Freundschaft, Identität und die Herausforderungen des Erwachsenwerdens beschrieben.[13][14][15][12]
Auch Der Spiegel beschrieb die Serie als nostalgisches Porträt der Jugendkultur der frühen 2000er-Jahre und hob insbesondere die Mischung aus Humor, Popkulturreferenzen und Coming-of-Age-Erzählung hervor.[16]
Auch Die Zeit betonte die Verbindung aus Comedy und Sozialdrama und beschrieb die Serie als nostalgischen Blick auf das Erwachsenwerden im Deutschland der 2000er-Jahre.[17]
Die taz hob hervor, dass die Serie präzise das Lebensgefühl einer Generation einfange und gleichzeitig Themen wie Freundschaft, Männlichkeitsbilder und soziale Erwartungen reflektiere.[18]
Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete Chabos als „herrlich verpeilt“ und „auf schöne Art tragikomisch“ und lobte insbesondere die Besetzung sowie den humorvollen Blick auf die Jugendkultur der 2000er-Jahre.[19]
Auch Branchenportale äußerten sich positiv. So lobte Serienjunkies.de die Balance aus Humor und Melancholie sowie die Darstellung der Figuren.[20]
Die Serie wurde zudem in mehreren Jahresrückblicken der Medienkritik erwähnt. So nahm Serienjunkies.de Chabos in seine Liste der bemerkenswerten Serienveröffentlichungen des Jahres auf.[21]
Auszeichnungen
- 2025: TeleVisionale
- 2026: Grimme-Preis
- Nominierung in der Kategorie Fiktion[24]
- 2026: Jupiter Award
- Nominierung als Beste TV-Serie (national)[25]
Weblinks
- Chabos bei IMDb
- Chabos bei Fernsehserien.de
- Chabos im ZDF-Streamingportal
