Chris Chan

US-amerikanische Künstlerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Christine Weston Chandler (* 24. Februar 1982 in Charlottesville, Virginia (USA)), auch als Chris Chan bekannt, ist eine amerikanische Videobloggerin und Schöpferin des Webcomics Sonichu.[1][2].

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Sie dokumentierte ihr Leben umfassend online (Blogs, Videos, Foren), wodurch über Jahre intensive öffentliche Aufmerksamkeit. entstand. Ihr Leben wurde „archived, analyzed, and manipulated in real time“[3] - sowohl von Fans als auch von sogenannten „Trollen“.

Heute gilt sie als eine der am stärksten dokumentierten Personen der Internetgeschichte.[4] Gleichzeitig war sie über Jahre hinweg Ziel von Cybermobbing, Trolling und Belästigung.

Jugend

Chandler wurde am 24. Februar 1982 als Christopher Weston Chandler in Charlottesville, Virginia, USA, geboren.[5] Im Alter von fünf Jahren wurde Chandler Autismus diagnostiziert.[6]

Im Dezember 1992 wurde Chandlers Name bei einem Besuch der Regency Square Mall in Richmond von einem animatronischen Bären fälschlich als „Christian“ verstanden. Sie deutete dies als Zeichen und wollte fortan so heißen; im Dezember 1993 wurde der Vorname rechtlich in „Christian“ geändert.[7] Etwa um 2014, begann Christian, sich öffentlich als Frau zu identifizieren und den Vornamen Christine zu verwenden.[8] Seither tritt sie überwiegend als Frau auf.

Webcomic

Am 17. März 2000 nannte Chandler ihre Figur Sonichu zum ersten Mal im Rahmen einer Schulaufgabe, bei der es um die Gestaltung eines Albumcovers ging. Dabei war die Verwendung urheberrechtlich geschützter Figuren untersagt.[9] Die erste Folge ihres Webcomics Sonichu wurde am 24. März 2005 veröffentlicht. Zuvor hatte sie bereits Zeichnungen des Comics für Freunde und Familie angefertigt. Die gleichnamige Titelfigur ist eine Mischung aus Sonic und Pikachu.[6][10]

Im Jahr 2007 wurde sie Opfer von Cyber-Mobbing, nachdem sie Nutzern der Websites 4chan (ein anonymes Imageboard, bekannt für Memes, Trolle und teils unkontrollierte Diskussionen) und Encyclopedia Dramatica (satirisches Wiki über Internetkultur, oft provokativ und beleidigend) aufgefallen war. Vor allem wegen ihres als ungewöhnlich geltenden Hobbys und ihres als „abweichend“ angesehenen Verhaltens war Christine auf den oben genannten Websites und später in einem Forum von Something Awful (Forum zu Humor und Internetkultur, teilweise für gezieltes Trolling bekannt) massiven und anhaltenden Belästigungen durch Trolle ausgesetzt. Ihre wiederholten Reaktionen auf Täuschungen und Provokationen führten zu einer zunehmenden Verbreitung von Informationen über sie und zu einer stetig wachsenden Zahl von Trollangriffen.[11]

Ein Christine gewidmetes Wiki namens CWCki wurde 2009 von ihren Fans gegründet. Dieses Wiki hostete dann ein eigenes Diskussionsforum über Christine, die CWCki Forums, die 2014 in Kiwi Farms umbenannt wurden, um den Themenbereich zu erweitern.[12]

Kontroversen

Strafrechtliche Vorfälle

Im Oktober 2011 wurden Christine und ihre Mutter festgenommen, nachdem letztere den Leiter eines lokalen Videospiel-Geschäfts mit ihrem Fahrzeug angefahren hatte; 2012 wurden sie zu einer Geldstrafe, gemeinnütziger Arbeit und einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt.[13]

Im Dezember 2014 wurde sie angeklagt, nachdem sie versucht hatte, ein Exemplar des Videospiels Sonic Boom: Rise of Lyric aus einer örtlichen GameStop-Filiale zu entwenden. Als ein Mitarbeiter sie aus dem Laden verweisen wollte, setzte sie Pfefferspray (Mace) gegen ihn ein. In der Folge wurde sie zu einer ausgesetzten Freiheitsstrafe von 180 Tagen und der Zahlung von Gerichtskosten verurteilt.[14] [15] [16]

Am 30. Juli 2021 wurden Audioaufnahmen öffentlich, in denen Christine mutmaßliche sexuelle Handlungen mit ihrer an Demenz erkrankten Mutter thematisierte.[17] Infolge dessen erfolgte eine polizeiliche Trennung der Beteiligten und die Festnahme von Christine wegen Inzestvorwürfen.[18] Das Strafverfahren wurde anschließend eingestellt, da bei ihr eine Autismus-Spektrum-Störung festgestellt wurde, die eine Schuldunfähigkeit begründete.[19][20]

Medienpräsenz

Mediale Auftritte und Mitwirkungen

Christine war ursprünglich für einen Gastauftritt als Synchronsprecherin in der ersten Staffel der Animationsserie Smiling Friends des Senders Adult Swims vorgesehen. Dieser Auftritt konnte jedoch aus Budget- und Termingründen nicht umgesetzt werden. In der später ausgestrahlten dritten Staffel wird dennoch in einer Folge Bezug auf ein Video von Chandler aus dem Jahr 2009 genommen.[21]

Darüber hinaus ist Chandler als Synchronsprecherin im Videospiel Mewgenics (2026) aufgeführt, in dem sie die Miau-Stimmen der Spielfiguren sprach.[22]

Dokumentarfilme

Am 12. November 2017 veröffentlichte PewDiePie ein Video, in dem dieser Christine Chandlers Geschichte erzählt.[6]

Einzelnachweise

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