Colbert (Schiff, 1959)
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Die Colbert (Kennung: C 661) war ein Kreuzer der französischen Marine, der zwischen 1957 und 1991 im Dienst war, in dieser Zeit war sie hauptsächlich das Flaggschiff der französischen Flotte im Mittelmeer. Sie war nach Jean-Baptiste Colbert, dem ehemaligen französischen Marineminister unter Ludwig XIV., benannt und das sechste Schiff sowie der zweite Kreuzer mit diesem Namen.
Die Colbert im Jahr 2006 im Hafen von Bordeaux | ||||||||||||||||||||
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Von 1993 bis 2007 war die Colbert das bekannteste Schiff im Musée Mer et Marine in Bordeaux, bis dieses in finanzielle Schieflage geriet und stillgelegt wurde. Da sich keine weitere Verwendung für das Schiff fand, war es zunächst in Brest festgemacht, bis die Abwrackung beschlossen wurde. Daraufhin lag es von 2007 bis 2016 auf dem Marinefriedhof in Landévennec, bis es in Bassens in der Nähe von Bordeaux zwischen 2016 und 2018 abgewrackt wurde.
Die Colbert trug neben ihrer offiziellen Kennung C 661 auch die internationale Kennzahl FAUC, das Rufzeichen lautete Uniforme Charlie.
Die Colbert war hauptsächlich für die Flugabwehr ausgerüstet. Sie wurde 1953 im Auftrag der Marine in der Werft DCAN in Brest gebaut. Sie war als starkes Kriegsschiff geplant, das in der Lage war, allen Bedrohungen aus der Luft durch die Feuerkraft seiner Artillerie entgegenzutreten. Sie umfasste acht Zwillingsgeschütztürme (127 mm/54 Modell 48 Flugabwehr) und zehn sogenannte „Zwillings-Pseudo-Türmen“ mit 57-mm-Geschützen (ACAD Modell 51 Flugabwehr). Das Schiff hatte eine Feuerrate von einem Schuss pro Sekunde und Rohr. Das Vorgängerschiff mit denselben Namen war ein Schwerlastkreuzer mit 10000 Bruttoregistertonnen, der seit 1932 im Dienst stand und am 27. November 1942 in Toulon durch Sabordage versenkt wurde.
Der Wahlspruch der Colbert lautete: „Perite et recte“. Das ist lateinisch und bedeutet übersetzt: „mit Können und Recht“. Ihr Abzeichen wurde vom Wappen der Familie Colbert inspiriert.
Geschichte

Die Colbert folgte auf den Kreuzer De Grasse, der seinen Dienst 1976 einstellte und von dem er dieselben Anforderungen übernahm. Die Silhouette dieser beiden Schiffe ähnelte sich daher stark, die Artillerie war sogar identisch, aber Rumpf und Maschinenraum waren unterschiedlich gestaltet, entworfen kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Schiffsaufbauten wurden aufgrund der Erfahrungen mit der De Grasse ebenfalls überdacht.
Diese beiden Kreuzer stellten zugleich den Höhepunkt, aber auch den abschließenden Glanzpunkt der französischen Entwicklung klassischer Flugabwehrkreuzer dar. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die Flugabwehrartillerie als nebensächlich betrachtet, sodass sie sie zu dieser Zeit ausschließlich durch optische Geräte gesteuert wurde, diese Schiffe waren mit Geschützen von 127 mm/54 Modell 1948[1] und 57 mm/60 Modell 1951 ausgerüstet[2] von Bofors, hauptsächlich bestimmt für den mittleren und kurzen Flugabwehrschutz eines Seeverbandes. Sie ermöglichten außerdem den Einsatz gegen Seeziele sowie die Feuerunterstützung gegen Landziele (mit den 127-mm-Geschützen). Darüber hinaus wurden diese Geschütze durch stabilisierte Radar-Feuerleitgeräte gesteuert (stabilisiert gegen Rollen und Stampfen) mit automatischer Zielverfolgung.[3] Ausgestattet war das Schiff mit umfangreichen Instrumenten zur Ortung (Radar) und Kommunikation sowie mit einem leistungsfähigen Gefechtsinformationszentrum (CI). Damit war der Kreuzer sind insbesondere fähig, sich Einsatzgebiet zu koordinieren und weit über die praktische Reichweite ihrer Artillerie hinaus die eigene Luftfahrt zu führen (zur Überwachung und zum Abfangen) und die Rolle eines Führungsschiffes im Rahmen luft-see-gestützter Operationen zu übernehmen, die gemeinsam mit Flugzeugträgern durchgeführt werden. Zweitens konnte die Colbert als schnelles Transportmittel für kurze Zeit eine landgebundene Eingreiftruppe von 2.400 Mann an Bord mitnehmen.
Am 24. März 1956 wurde das Schiff zu Wasser gelassen, um seine Jungfernfahrt am 5. Dezember anzutreten. Die Colbert trat ihren offiziellen Dienst schließlich am 5. Mai 1959 an und war in Toulon stationiert.
Von 1959 bis 1964, fuhr die Colbert stets im Wechsel mit der De Grasse, um zu gewährleisten, dass immer mindestens ein Schiff als Flaggschiff der französischen Flotte im Mittelmeer zur Verfügung steht. Zu dieser Flottille gehörten unterschiedliche Schiffe und Einheiten, darunter Fregatten und Hochsee-Geleiter; alle Schiffe sind um den jeweiligen Flugzeugträger herum gegliedert. Zwischen 1964 und 1969 war sie der einzige Kreuzer der Marine im Mittelmeer. Zu dieser Zeit wurde die De Grasse gewartet und für Tests zur Etablierung von nuklearen Antrieben benutzt.
Bedeutung
Die Colbert hatte eine große militärische Repräsentationsrolle für den französischen Staat und seine Marine. Im Jahr 1961 brachte sie die Asche des Marschalls Hubert Lyautey zurück. Im Jahr 1964 begleitete sie Charles de Gaulle auf dessen Reise nach Südamerika, einer dreiwöchigen Rundreise, die ihm den Besuch von insgesamt zehn Ländern ermöglichte; de Gaulle reiste dabei hauptsächlich an Bord seiner Caravelle, allerdings vom 29. September bis 1. Oktober 1964 während der Überfahrt von Arica nach Valparaíso auch persönlich an Bord der Colbert. Dabei fuhr das Schiff eine Strecke von 900 Seemeilen entlang der Küste von Chile.[4] Zu dieser Zeit an Bord konnte er sich nicht nur erholen, sondern auch mehrere Gesetze und Verordnungen unterzeichnen, die wenige Tage später im Journal officiel de la République française veröffentlicht wurden – mit dem Vermerk: „Fait à bord du Colbert. C. de Gaulle.“ (Deutsch: „Geschehen an Bord der Colbert. C. de Gaulle.“)
Kurz danach verließ er vom 10. bis zum 13. Oktober das Schiff und ging zurück an Bord seines Schiffs, um von Montevideo (Uruguay) bis nach Rio (Brasilien) zu reisen.[4]
Die wohl bekannteste Reise des Schiffs war jene im Juli 1967, bei der sich Charles de Gaulle an Bord der Colbert zu einem offiziellen Besuch begab – zunächst nach Saint-Pierre-et-Miquelon am 20. Juli, anschließend nach Kanada. Während dieses Aufenthalts sprach er am 24. Juli vom Balkon des Rathauses von Montréal, Québec, den inzwischen berühmten Satz: „Vive le Québec libre!“ (Deutsch: „Es lebe das freie Québec!“). Infolge des darauf folgenden diplomatischen Zwischenfalls konnte er seinen offiziellen Besuch nicht weiter fortsetzen. Die Wahl eines Schiffes anstelle eines Flugzeugs (mit dem er schließlich zurückkehren sollte) war dabei keineswegs neutral: Sie erlaubte eine Ankunft im Hafen der Stadt Québec und anschließend eine Reise nach Montreal auf dem Landweg – in Etappen folgte er dabei also dem sogenannten „Chemin du Roy“.
Gleichfalls bedeutend war die Überfahrt des Schiffs auf dem Atlantik, bei der de Gaulle am 23. Juli 1967 mehrere wichtige Dekrete unterzeichnete, darunter das Dekret Nr. Nummer 67-611, betreffend die Reserve-Dolmetscher des Heeres (IRAT, neue Bezeichnung für die Militärdolmetscher) und das Dekret Nr. 67-612, betreffend die Reserveoffiziere für Dolmetschwesen und Chiffrierwesen (ORIC) der Marine.
Im Jahr 1968 zog de Gaulle in Erwägung, die Colbert loszusenden, um das in den USA gelagerte französische Gold bei der Federal Reserve Bank of New York zurückzuholen, aber sein damaliger Berater Valéry Giscard d’Estaing riet ihm davon ab.[5]
Die Colbert repräsentierte Frankreich zudem bei der Zweihundertjahrfeier von Australien im Jahr 1988.[6]
Notwendige Überarbeitung

Dem Beispiel der De Grasse und dem Panzerkreuzer Jean Bart folgend (beide begannen ihren Dienst nach dem Krieg, aber beendeten ihn bereits in den 1950er Jahren, hauptsächlicher Grund war die desolate Lage der Finanzen und des Waffenarsenals in der Zeit nach dem Krieg[3]), begann die Colbert ihren Dienst in den 1950er Jahren. Als zunehmende Bedrohung von Flugangriffen festgestellt wurde, insbesondere nach der Entwicklung Ende der 1960er Jahre, wurden die Kanonen an Bord des Schiffs durch Abwehrraketen ersetzt, die ursprüngliche Bewaffnung der Colbert basierte auf klassischer Artillerie, die als ineffizient zur Abwehr von Überschallflugzeugen und zur Verdrängung von Schiffen der neuen Generation mit neuen Waffen. Um ihre militärische Leistungsfähigkeit erhalten, wurde das Schiff also umgearbeitet (aber so minimal wie möglich, da das Budget limitiert war,[3]) zwischen 1970 und 1972 und danach war sie ein Kreuzer mit Flugabwehrraketen; dabei entstand eine Rampe mit Flugabwehrraketen der Masurca-Generation. Zunächst war die Colbert in Brest stationiert, ab 1976 war sie als Flaggschiff des Geschwaders der französischen Flotte im Mittelmeer im Dienst und war seither in Toulon stationiert.
Der Kreuzer leistete auch seine Dienste als „Friedensschiff“, um Frankreich diplomatisch zu repräsentieren, und war deshalb 1960 auf humanitärer Mission nach dem Erdbeben in Agadir und 1961 bei der Evakuierung der Bizerte. Dadurch hatte die Colbert den Ruf, in der französischen Marine im Gefecht keinen einzigen Kanonenschuss abgefeuert zu haben. Tatsächlich fand kurz vor ihrer Abrüstung eine einzige Mission Ersten Golfkrieg statt, wo das Schiff 1991 an der Operation Salamander teilnahm.
Danach war das Schiff sollte noch bis zum Jahr 1997 im Dienst stehen, aber der Rückzug folgte bereits 1993. Schließlich führten der hohe Treibstoff- und Personalbedarf sowie möglicherweise auch das Ende des Ostblocks dazu, dass das Schiff seinen Dienst früher als geplant quittierte. Schlussendlich wurde das Schiff am 24. Mai 1991 entwaffnet.[3][7]
Bewaffnung
Ursprüngliche Bewaffnung (1959)
- acht Zwillingstürme 127-Millimeter-Geschützen zur Flugabwehr und zur Abwehr von Seezielen
- zehn Zwillingstürme mit 57-Millimeter zur Flugabwehr
Bewaffnung zwischen 1970 und 1972
- vier Rampen mit Abwehrraketen zur Schiffsabwehr vom Typ Exocet „MM 38“ (dieser Raketen wurden bei der Modernisierung 1980 installiert).
- zehn Rampen für Abwehrraketen zur mittleren Flugabwehr vom Typ Masurca.
- sechs Zwillingslafetten mit 47-Millimeter-Flugabwehrgeschützen
- zwei kleine Geschütztürme zur Flugabwehr und zur Abwehr von Seezielen 100-Millimeter-Kanonen vom Modell 53
- eine Landefläche auf dem Achterdeck für Marinehubschrauber aller Typen.
Kommandanten
Der Colbert wurde von folgenden Kapitänen kommandiert:
- Kapitän zur See Revol (bis 26. Oktober 1957);
- Kapitän zur See Salmon (bis 24. Juni 1959);
- Kapitän zur See de Lachadenède (bis 21. Oktober 1960);
- Kapitän zur See Gruson (bis 6. Oktober 1961);
- Kapitän zur See Levesque (bis 24. Juli 1962);
- Kapitän zur See Chevillotte (bis 8. November 1963);
- Kapitän zur See Brasseur-Kermadec (bis 20. November 1964);
- Kapitän zur See Duray (bis 8. Dezember 1965);
- Kapitän zur See Delahouss (bis 20. Dezember 1966);
- Kapitän zur See Marie (bis 21. Dezember 1967);
- Kapitän zur See Frémy (bis 26. Dezember 1968);
- Fregattenkapitän (BT) Dubois (bis 1. Januar 1970);
- Fregattenkapitän (BT) Liétard (bis 1. April 1970);
- Kapitän zur See Leenhardt (bis 5. August 1972);
- Kapitän zur See Gouva (bis 27. Juni 1974);
- Kapitän zur See Cahua (bis 23. Oktober 1975);
- Kapitän zur See Lavolé (bis 17. April 1977);
- Kapitän zur See Deloince (bis 14. September 1978);
- Kapitän zur See de Langre (bis 4. April 1980);
- Kapitän zur See Bergot (bis 27. Juli 1981);
- Kapitän zur See Sainte-Claire Deville (bis 15. Juni 1984);
- Kapitän zur See Rémy (bis 6. Dezember 1984);
- Kapitän zur See Dupont-Nivet (bis 3. Juli 1986);
- Kapitän zur See Moysan (bis 27. November 1987);
- Kapitän zur See de Kersauson (bis 2. Juni 1989)
- Fregattenkapitän Taboni (bis zur Abrüstung im Juni/August 1991)
Ausstellungsstück im Musée Mer et Marine in Bordeaux

Die Colbert war ab Juni 1993 Teil des Musée Mer et Marine, wozu das Schiff fortan an Quai des Chartrons im Hafen von Bordeaux anlegte. Hier konnte das Schiff allerdings auch separat besichtigt werden. Sie war im Jahr 2004 das am meisten besuchte Museumsschiff von Frankreich und auch die meist besuchte Sehenswürdigkeit der Stadt. Die Colbert war ein privates Museum: Obwohl das Schiff weiterhin dem Staat gehörte, hatte dieses es einem Verein, den Les Amis du Colbert, zur Nutzung überlassen. Das Schiff wurde mit mehreren Pfeilen zur Kennzeichnung eines Rundwegs ausgestattet, jeweils mit einer Besichtigungsdauer von zwei Stunden und drei Stunden, um darzustellen, wie es so an Bord gewesen ist. Eine geführte Besichtigungstour ermöglichte auch den Zugang in solche Bereiche, die sonst für die Öffentlichkeit geschlossen waren; dabei konnten zum Beispiel der Maschinenraum, die Einsatzzentrale, die Mannschaftsräume sowie die Kabinen der Offiziere und Unteroffiziere besichtigt werden, im Rahmen ständiger Ausstellungen an Bord über die Marine oder über Météo-France. Dort befand sich außerdem eine originelle Ausstellung von Schiffsmodellen, bei der man sogar Modellbauer bei der Arbeit beobachten konnte. Die Schiffssirene jeden Mittwoch und Sonntag immer mittags.
Im Außenbereich des Schiffs wurde unter Deck ein Restaurant eingerichtet, dessen Küche sich in der historischen Küche der Colbert befand. Das Restaurant konnte auch als Ballsaal und Tanzcafé benutzt werden. Es war auch eine eigene Haltestelle der Straßenbahn Bordeaux vorgesehen, die den Namen Colbert, die direkt Anschluss zum Schiff und zum Café aus Richtung der Innenstadt von Bordeaux bieten soll. Es wurde gehofft, durch diese Haltestelle die Besucherzahlen des Schiffs zu erhöhen. Das Anlaufen des Kreuzers haben stark zur Gestaltung der Kaianlage beigetragen.
Das Schiff als Teil des Musée Mer et Marine Bordeaux wurde insbesondere unter den Anliegern stark kritisiert, sodass eine Bürgervereinigung, die sich „Coulons le Colbert“ („Wir versenken die Colbert“) nannte, gegründet wurde; 1995 kandidierte diese sogar erfolgreich bei Stadtratswahlen. Die Colbert war zudem von wiederkehrenden finanziellen Problemen geplagt. Obwohl der Staat weiterhin Eigentümer des Schiffs war, übernahm er nicht die Kosten für die notwendige Instandhaltung. Eine vollständige Lackierung des Schiffes hätte beispielsweise mehr als 500.000 Euro gekostet, dieses Budget war für das Museums jedoch zu hoch. Selbst am Museumskai liegend war vor allem aus Gründen der Sicherheit und zur Imagewahrung eine ständige Wartung der Colbert erforderlich.
- Mannschaftsraum mit seinen drei übereinander angeordneten Kojen und individuellen Staukästen
- Puppe eines Elektromechanikers bei der Sicherheitswache auf dem Sicherheitsdeck
- Rampe mit Flugabwehrraketen vom Typ Masurca auf der Heckablage
Abwrackung

Ohne Möglichkeiten zur Finanzierung der Colbert und auch aufgrund des Drucks von ökologischen lokalen Vereinen und des Bürgermeisters von Bordeaux, wurde sie am 2. Oktober 2006 für die Öffentlichkeit geschlossen und vom Kai am 31. Mai 2007 zurückgezogen, zu diesem Datum lief die Konzession für das Museumsschiff aus. Seine letzte Reise machte das Schiff nach Brest, wo es von der französischen Marine abgeschleppt wurde und schließlich in Truhen eingepfercht auf dem Friedhof von Landévennec auf seine Abwrackung wartete.
Aufgrund großer technischer Gemeinsamkeiten nutzte die französische Marine das Schiff noch als Ersatzteilspender, darunter vor allem die Kessel und Turbinen. Mit den entnommenen Bauteile wurde insbesondere die Ausrüstung der Jeanne d'Arc ersetzt, sie wurde 2010 außer Dienst gestellt. Seit diesem Zeitpunkt stand einer Verschrottung der Colbert theoretisch nichts mehr entgegen; 2014 war das Schiff jedoch noch immer in Landévennec festgemacht.
Am 12. Juni 2014 gab die Marine schließlich bekannt, dass die Colbert die Mäander der Aulne verlassen wird, um sich im Ästuar der Gironde wieder zu finden. In Bassens wurde das Schiff von der Bartin Recycling et Petrofer Société Nouvelle verschrottet. Zuvor hatte das Schiff noch einige Tage im Hafen von Brest gestanden, wo es gereinigt und auf seine letzte Fahrt in Richtung Bassens vorbereitet worden war. Bis zum 3. Juni 2016 lag das Schiff in Brest.[8] Nach seiner Ankunft, wo das Schiff schließlich abgewrackt. Dabei gab es eine kurze Unterbrechung, sodass die letzten Teile des Schiffs ab November 2017 endgültig demontiert wurden und im Frühling 2018 die Abwrackung abgeschlossen war.[9]
Trivia
Auf einer Briefmarke war eine Zeichnung der Colbert zu sehen, die von Marie Détrée-Hourrière gemalt wurde, sie wurde von der französischen Post 2019 mit einem Marktwert von 2,80 € ausgegeben[10].
Im Computerspiel World of Warships kann die Colbert als Schiff erworben werden.[11]
Literatur
- Jean Meyer, Martine Acerra: Histoire de la marine française - des origines à nos jours. Hrsg.: éditions Ouest-France. Rennes 1994, ISBN 2-7373-1129-2, S. 428 (französisch).
- Michel Vergé-Franceschi: Dictionnaire d'Histoire maritime. Hrsg.: éditions Robert Laffont. Paris 2002, ISBN 2-221-09744-0, S. 1508 (französisch).
- Alain Boulaire: La Marine française - De la Royale de Richelieu aux missions d'aujourd'hui. Hrsg.: éditions Palantines. Quimper 2011, ISBN 978-2-35678-056-0, S. 383 (französisch).
- Rémi Monaque: Une histoire de la marine de guerre française. Hrsg.: éditions Perrin. Paris 2016, ISBN 978-2-262-03715-4, S. 526 (französisch).
Siehe auch
Weblinks
- Histoire du croiseur Colbert et caractéristiques sur NetMarine.
- Galerie photos du croiseur lance-missiles Colbert en activité, années 1989–1991 sur JYB Photos.
- Cimetière marin de Landévennec et intérieur du croiseur Colbert sur boreally.org.
- « Colbert, le dernier croiseur » – Documentaire
- COLBERT cruiser (1959). In: navypedia.org. Abgerufen am 22. Januar 2026 (englisch).
- FS Colbert C-611 Cruiser French Navy. In: Seaforces.org. Abgerufen am 29. Januar 2026.
