Cotti Coffee
Chinesisches Kaffeeunternehmen mit Coffeeshop-Kette
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Cotti Coffee ist ein chinesisches Kaffeeunternehmen mit Angeboten der Systemgastronomie für Kaffee und andere Getränke. Das Unternehmen zählt zu den am schnellsten expandierenden Marken im globalen Kaffeesektor.[1]

Geschichte
Cotti Coffee wurde im August 2022 von zwei ehemaligen Führungskräften des heutigen Konkurrenten Luckin Coffee, Lu Zhengyao und Qian Zhiya, gegründet, die ihr voriges Unternehmen aufgrund Vorwürfen der Bilanzfälschung 2020 verlassen mussten.[2][3] Bereits im Dezember 2023 betrieb das Unternehmen über 6000 Filialen. In den darauffolgenden Jahren setzte Cotti Coffee seine internationale Expansion konsequent fort. Nach eigenen Angaben betreibt das Unternehmen inzwischen rund 18.000 Filialen in 28 Ländern weltweit. Damit entwickelte sich Cotti Coffee innerhalb von nur vier Jahren zur globalen Nummer drei unter den Kaffeehausketten – hinter Starbucks und der ebenfalls chinesischen Marke Luckin Coffee.[2] Cotti Coffee plant selbst, die weltweit führende Kaffeehauskette zu werden.[4]
Konzept
Cotti Coffee setzt im Wettbewerb auf niedrige Preise durch Senkung von eigenen Kosten durch Einsatz von wenig Personal und kleiner Verkaufsflächen,[2].[5] Besonders niedrige Preise können Kunden durch Nutzung der unternehmenseigenen Mobile App abrufen.
Das Unternehmen nutzt Kaffeevollautomaten[2] und setzt auf Einweggeschirr.[6]
Die Verkaufsflächen von Cotti Coffee sind meist klein und nur mit wenigen Sitzplätzen bestückt.[3]
Rezeption nach Markteintritt in Deutschland
Die Preispolitik des Unternehmens bezeichneten Medien immer wieder als eine Taktik des „Preiskampfs“,[4][7] sogar als „Raubtierkapitalismus aus dem Reich der Mitte“,[2] der kleine Anbieter gefährden könne. Fraglich bleibe, „ob solche Preise langfristig wirtschaftlich tragfähig sind oder primär der Verdrängung dienen.“[5] Womöglich könnten die Preise dann steigen, wenn sich die Botschaft der Billigpreise verfestigt habe.[8]
Ob das Konzept von Cotti Coffee aufgehe, hänge davon ab, ob es der Kette gelinge, ihre Produkte „erfolgreich durch Eventisierung und Cross-Marketing als Lifestyle-Produkt zu inszenieren“, urteilte die taz.[6]
Kritiker bezeichneten das Konzept als „besorgniserregend“, da derart niedrige Preise mit einem „hohen Risiko für skandalös schlechte Arbeitsbedingungen“ einhergingen. Auch bestehe das Risiko, dass Umweltstandards unterminiert werden könnten.[2]