Dagenbach (Trautskirchen)
Gemeindeteil der Gemeinde Trautskirchen
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Dagenbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Trautskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).[2] Dagenbach liegt in der Gemarkung Trautskirchen.[3]
Dagenbach Gemeinde Trautskirchen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 27′ N, 10° 35′ O |
| Höhe: | 364–406 m ü. NHN |
| Einwohner: | 55 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 90619 |
| Vorwahl: | 09107 |
Geografie
Durch das Dorf fließt der Taubenlohebach, ein rechter Zufluss der Zenn. Im Süden liegt das Waldgebiet Bergholz und im Norden das Waldgebiet Langert. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Einersdorf (1,7 km nordöstlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde 1297 als „Tachenbach“ erstmals urkundlich erwähnt, als der Bischof von Würzburg den Ort der Kirchengemeinde Markt Erlbach zuwies. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Gewässernamen ab (heute Taubenlohebach genannt), dessen Bestimmungswort das Adjektiv „tahe“ (mhd. für Lehm) ist. Seit 1402 gehört der Ort zur Kirchengemeinde Trautskirchen.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dagenbach sechs Anwesen (2 Höfe, 2 Halbhöfe, 2 Güter). Das Hochgericht übte das Rittergut Trautskirchen im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das Obervogteiamt Virnsberg auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Rittergut Trautskirchen.[6]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Dagenbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Buch und der 1811 gebildeten Ruralgemeinde Buch zugeordnet.[7] Am 4. Januar 1821 wurde Dagenbach nach Trautskirchen umgemeindet.[8][9]
Anfang der 1970er Jahre entstand nördlich von Dagenbach eine Wochenendsiedlung, die nach dem damaligen Bürgermeister von Trautskirchen Hans Würflein benannt wurde.[5]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Laurentius (Trautskirchen) gepfarrt.[6] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Sondernohe) gepfarrt.[19]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Dagenbach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 572 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 87 (Digitalisat). Ebd. S. 206 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Deigenbach. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 238 (Digitalisat).
Weblinks
- Ortsteile > Dagenbach. In: trautskirchen.de. Abgerufen am 7. Juli 2023.
- Dagenbach in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 22. November 2021.
- Dagenbach in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 20. September 2019.
- Dagenbach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 21. April 2025.