Einersdorf (Trautskirchen)
Ortsteil von Trautskirchen
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Einersdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Trautskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).[2] Einersdorf liegt in der Gemarkung Trautskirchen.[3]
Einersdorf Gemeinde Trautskirchen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 27′ N, 10° 36′ O |
| Höhe: | 336 m ü. NHN |
| Einwohner: | 45 (25. Mai 1987)[1] |
| Postleitzahl: | 90619 |
| Vorwahl: | 09107 |
Geografie
Das Dorf liegt an der Zenn. Im Westen liegt das Waldgebiet Langert. Ein Gemeindeverbindungsstraße führt nach Dagenbach (1,7 km südwestlich) bzw. nach Trautskirchen zur Staatsstraße 2413 (0,3 km nördlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde 1265 als „Einharsdorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname enthält den Personennamen Eginhard, der als Gründer der Siedlung angesehen werden kann.[5] Ende des 13. Jahrhunderts erfolgte eine Erwähnung als „Einaharsdorf“.[6]
Im Jahre 1286 hatte das Kloster Heilsbronn dort bereits Güter. Der Abt Friedrich von Hirschlach kaufte 1346 einen Hof von Friedrich Derrer in Nürnberg. Der Erzbischof Heinrich von Anavarsa schenkte dem Kloster im Jahr 1390 Gefälle von einem Gut. Das Kloster erwarb insgesamt sechs Anwesen, zwei Weinberge, die im Dreißigjährigen Krieg alle verödeten.[7]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Einersdorf zehn Anwesen. Das Hochgericht übte das Obervogteiamt Virnsberg aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Neuhof, das Rittergut Frohnhof, das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg und die Deutschordenskommende Nürnberg gemeinsam inne. Grundherren waren das Kastenamt Neuhof (1 Sechstelhof), die Deutschordenskommende Nürnberg (1 Halbhof, 1 Viertelhof, 1 Sechstelhof, 1 Gemeindehirtenhaus), die Pfarrei Trautskirchen (1 Sechstelhof), das Rittergut Trautskirchen (1 Viertelhof), das Rittergut Frohnhof (2 Halbhöfe) und das Landesalmosenamt (1 Sechstelhof).[8]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Einersdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Buch und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Buch zugeordnet und unterstand dem Landgericht Ansbach.[9] Am 4. Januar 1824 wurde auch Einersdorf nach Neuhof umgemeindet und kam so an den Steuerdistrikt Neuhof und zum Landgericht Markt Erlbach. Am 30. Januar 1851 erfolgte schließlich die Umgemeindung nach Trautskirchen.[10][11]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Laurentius (Trautskirchen) gepfarrt.[8] Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Sondernohe) gepfarrt.[21]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Einersdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 783 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 93 (Digitalisat). Ebd. S. 204 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Einersdorf. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 242 (Digitalisat).
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 327 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Ortsteile > Einersdorf. In: trautskirchen.de. Abgerufen am 7. Juli 2023.
- Einersdorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 22. November 2021.
- Einersdorf in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 20. September 2019.
- Einersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 21. April 2025.