Dagobert Cahannes

Schweizer Sportreporter From Wikipedia, the free encyclopedia

Dagobert Cahannes (* 11. November 1950 in Rorschach;[1]6. Januar 2026)[2] war ein Schweizer Sportreporter und Stadionsprecher. Der in Grenchen wohnhafte Cahannes war die Stimme zahlreicher nationaler und internationaler Sportanlässe wie dem FIS-Lauberhornrennen, der Eidgenössischen Schwing- und Älplerfeste, dem CSI Zürich und mehrerer Alpiner Skiweltmeisterschaften.

Tätigkeit als Speaker

Cahannes begann seine Tätigkeit als Speaker in den frühen 1970er Jahren. Er absolvierte einen Speakerkurs bei Karl Erb (damaliger Sportreporter beim Schweizer Fernsehen). Kurz danach hatte er seinen ersten Einsatz in Grenchen bei einem Kunstturnerinnen-Länderkampf zwischen der Schweiz und Belgien. Es folgten viele weitere Sportanlässe, wobei sich Cahannes mit der Zeit zunehmend auf Pferdesport,[3] Skirennen, Fussball und Schwingen konzentrierte.

Er war Stadionsprecher beim FC Grenchen und beim Uhrencup. Später war er Stadionsprecher des Schweizerischen Fussballverbandes bei allen in der Schweiz ausgetragenen Fussball-Länderspielen. Er war Ausbildner der Stadionsprecher bei Spielen der Fussball-Europameisterschaft 2008 in der Schweiz. Das Kommentieren von Fussballspielen gab er 2009 auf.[4]

Auch den Engadin Skimarathon begleitete Cahannes viele Jahre als Speaker. Bei den Skiweltmeisterschaften 2003 in St. Moritz war er Chefspeaker, bei den Skiweltmeisterschaften 2011 in Garmisch-Partenkirchen war er einer der Speaker im Zielraum.[5]

Dagobert Cahannes begann um das Jahr 2009 herum, die Zahl seiner freiberuflichen Engagements zu reduzieren, blieb aber noch länger Speaker des Pferdesportevents CSI-W Zürich (ab 1987), der Internationalen Lauberhornrennen von Wengen und der Eidgenössischen Schwing- und Älplerfeste (ab 1992).

Tätigkeit bei Radio und Fernsehen

1979 begann Dagobert Cahannes als freier Mitarbeiter im Ressort Sport beim Schweizer Radio DRS und beim Schweizer Fernsehen. Im Sommer 2000 war er für das Schweizer Fernsehen als Reporter und TV-Livekommentator bei den Olympischen Spielen in Sydney im Einsatz und berichtete dort über Dressurreiten, Judo und Ringen. Ende 2015 beendete er seine Tätigkeit bei der SRG und trat in den Ruhestand.

In den Achtzigerjahren hatte Dagobert Cahannes beim Bieler Lokalradio Canal 3 seine eigene Talkshow namens Grenchner Rendez-Vous, die jeweils sonntagmorgens live ausgestrahlt wurde. 2011 erhielt er – als 17. Preisträger – den Grenchner Kulturpreis "Chappeltüfel 2011" verliehen. Damit werden Grenchner "Originale" ausgezeichnet.

Hauptberuf

Seine Tätigkeiten als Reporter und Speaker betrieb Cahannes im Nebenberuf. Hauptberuflich war er Kommunikationsberater. Er war unter anderem Kommunikationschef für die Zeitmessungsfirma Swiss Timing und den Sportartikelhersteller Puma, IBM sowie Sprecher der Schweizer Pharmahersteller Sandoz und Novartis.

Von 1997 bis Ende 2015 war Dagobert Cahannes Medienbeauftragter des Regierungsrates des Kantons Solothurn.[6] Zudem war er von 2005 bis 2013 Präsident der Schweizerischen Informationskonferenz öffentlicher Verwaltungen (SIKOV).[7][8] Ende 2015 trat er in den Ruhestand.

Privates

Im Alter von zwölf Jahren zog Cahannes’ Familie nach Grenchen, wo er auch im Erwachsenenalter wohnhaft blieb[9]. Seine Eltern führten dort ein Hotel.[1]

Er war verheiratet und Vater zweier Kinder.[1]

Einzelnachweise

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