Lauberhornrennen

Skirennen in der Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Lauberhornrennen gehören zu den Klassikern des FIS Ski Weltcups. Sie bestehen aus der legendären Lauberhornabfahrt, dem spektakulären Slalom auf den steilen Pisten Jungfrau und Männlichen sowie dem schnellen Super-G.

Streckenplan von Abfahrt und Slalom
Blick vom Starthaus der Lauberhornabfahrt auf Eiger, Mönch, Jungfrau

Seit 1930 finden die Lauberhornrennen jedes Jahr im Berner Oberländer Skiort Wengen in der Schweiz statt. Benannt ist das Rennen nach dem 2472 Meter hohen Lauberhorn, auf dessen Schulter die Abfahrt beginnt. Zusammen mit den Hahnenkammrennen in Kitzbühel sind die Lauberhornrennen die prestigeträchtigsten und legendärsten Rennen. Die Lauberhornrennen bezeichnen sich im Hinblick auf das 100-Jahr-Jubiläum 2030 stolz als Home of Legends.[1]

Bekannt ist vor allem die Abfahrt. Sie ist mit rund 4,5 km Länge und mit Fahrzeiten um 2:30 Minuten die längste aller Abfahrten im Weltcup. Zudem erreichen die Athleten im Haneggschuss über 150 km/h - mehr als in jeder anderen Weltcupabfahrt.

Geschichte

Überblick

Logo 75 Jahre Lauberhornrennen

Ernst Gertsch gründete 1930 die Lauberhornrennen. Rekordsieger ist der Wengener Karl Molitor, der zwischen 1939 und 1948 sechsmal die Abfahrt, dreimal die Kombination und zweimal den Slalom gewann. 1940 gewann er sogar alle drei Rennen in einem Jahr. Viermal in Serie (1955 bis 1958) hat Toni Sailer gewonnen. Den Slalom konnte Ivica Kostelić viermal gewinnen; Anderl Molterer, Guy Périllat, Ingemar Stenmark, Benjamin Raich und Henrik Kristoffersen je dreimal.

Die erfolgreichsten Nationen sind die Schweiz mit 77 Siegen (34 in der Abfahrt, 18 im Slalom, 2 im Super-G und 23 in der Kombination) und Österreich mit 74 Siegen (31 in der Abfahrt, 20 im Slalom und 23 in der Kombination). (Stand: 18. Januar 2026).

Auf Bestreben der Association Internationale des Journalistes de Ski (AIJS) und Karl Erb waren die Lauberhornrennen Anfang der 1960er-Jahre die ersten im alpinen Skizirkus mit einem Pressezentrum, das zunächst in einem Hotel, später in der Turnhalle der Schule eingerichtet wurde.[2] Heute bieten die Veranstalter eine begrenzte Anzahl temporärer Arbeitsplätze direkt beim Zielstation in Innerwengen an.

1967: Erste Weltcupabfahrt der Geschichte

Am 14. Januar 1967 fand am Lauberhorn die allererste Abfahrt des damals neu gegründeten alpinen Skiweltcups statt. Als erster konnte sich der Franzose Jean-Claude Killy in die legendäre Siegerliste eintragen. Fast 30 Jahre lang war der Italiener Kristian Ghedina Streckenrekordhalter. 1997 erreichte er das Ziel der längsten Weltcupabfahrt bereits nach 2:24,23 min. Er erreichte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 106,33 km/h. Erst 2025 setzte Marco Odermatt mit 2:22,58 min eine neue Bestmarke. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 112,36 km/h.[3]

Der Super-G ist seit 2022 fester Bestandteil des Programms. Damals übernahm Wengen den in Lake Louise und danach auch in Bormio abgesagten Super-G. Das Rennen ersetzte die bis dahin stattfindende Kombination. Es konnte derart überzeugen, dass die Veranstalter den Super-G seither jährlich durchführen.[4]

Die Lauberhornrennen haben sich zu einem Grossereignis mit einem Millionenbudget entwickelt und ziehen jedes Jahr Tausende Zuschauer an. 2025 wurde mit 80'000 Zuschauern (davon 40'000 bei der Abfahrt) ein neuer Rekordwert erzielt.[5] Eingebürgert hat sich als Attraktion jeweils eine Flugschau der Kunstflugstaffel der Schweizer Luftwaffe Patrouille Suisse.

Bemerkungen zu einzelnen Rennen

  • 1930: Ende der 1920er-Jahre herrschte beim Schweizer Team eine Art Panikstimmung, denn die britischen Skiläufer schienen ihm den Rang abzulaufen. Die von Schweizer Trainern ausgebildeten Engländer hatten mehrere (wenn auch nicht immer bestbesetzte) Rennen gewonnen, weshalb die Schweizer Zeitungen voll mit Meldungen waren. Es ging demnach um den Lebensunterhalt vieler Schweizer Skilehrer, denn die Briten hatten angekündigt, künftig ihre Ferien am Arlberg verbringen zu wollen, weil sie in der Schweiz nichts mehr lernen könnten. Aus dieser Not heraus wurde eigentlich das Lauberhornrennen geschaffen: Christian Rubi und Ernst Gertsch nahmen fast heimlich das Training auf und wurden dann auch die ersten Sieger. Wenngleich Bill Bracken die Kombination gewann, war der englische Ansturm abgewiesen, ergo die Existenz der Skilehrer gesichert.[6]
  • 1939: Karl Molitor feierte seinen Erfolg mit einer besonderen Taktik: Am Abend vor dem Rennen erklärte ihm der Schullehrer, dass er mit seinen Schülern für ihn zwischen zwei Toren eine Abkürzung stampfen würde. Wo die Piste eine Rechtskurve mache, führe die Abkürzung auf direktem Weg zum nächsten Tor. Molitors Privatpiste war aber nur eine Skilänge breit und daher konnte er kaum bremsen und wurde so schnell, dass er dort, wo er wieder auf die Piste kam, stürzte. Er fuhr trotzdem weiter und gewann mit neun Sekunden Vorsprung.
  • 1945: Sechs Italiener, welche in Mürren als Flüchtlinge interniert waren, nahmen am Lauberhornrennen teil. Weil das niemand wissen durfte, starteten sie unter Pseudonymen wie «Blitz» und «Donner».
  • 1946: Fast ähnlich wie 1930 gestaltete sich die Situation für das Schweizer Team vor diesen Rennen, denn zwei Wochen zuvor war es in Megève von den französischen Läufern vernichtend geschlagen worden. Wiederum gab es dementsprechendes Rauschen im Blätterwald und all die bangen Fragen. Es gelang den Schweizern erneut, eine Korrektur der zuvor erlittenen Schlappe zu bewerkstelligen.[6] 1946 nahmen nur Läufer und Läuferinnen aus der Schweiz und aus Frankreich teil. Am 23. Februar wurden sowohl ein Langlauf von 16 Kilometern als auch Abfahrtsläufe für Damen und Herren veranstaltet. Edy Schild aus Kandersteg führte vor Niklaus Stump aus Wildhaus, Robert Zurbriggen aus Saas-Fee und Hans Schoch aus Urnäsch einen Vierfach-Sieg für die Schweiz an vor dem Franzosen Walter Jeandel aus Baragets. Die Abfahrt der Damen ging an die Französin Georgette Thiollière vor der Lokalmatadorin Hedy Schlunegger und Olivia Ausoni. Bei der Herren-Abfahrt wurde auch eine Juniorenklasse mit Alfred Stäger aus Mürren als Sieger gewertet. Der Franzose Jean Blanc (St. Bon Savote) gewann die allgemeine Klasse vor Karl Molitor und Edy Rominger aus St. Moritz.
    Am 24. Februar gab es nordische Wettbewerbe mit dem Skispringen und damit verbunden einer Nordischen Kombination: Niklaus Stump gewann beide Wettbewerbe: das Springen vor Hans Zurbriggen und James Couttet, die Kombination vor Walter Jeandel und Roger Bozon.
    Der Damenslalom endete mit einem französischen Doppelsieg durch Lucienne Schmidt vor Georgette Thiollière und Olivia Ausoni. Georgette Thiollière mit 0,26 Punkten vor Olivia Ausoni und Hedy Schlunegger lautete der Endstand in der Kombination.
    Bei den Herren gingen die Siege im Slalom und in der Kombination jeweils an die Schweiz vor Frankreich: nämlich Otto von Allmen aus Wengen vor James Couttet und Karl Molitor. Molitor holte den Kombinations-Sieg vor Jean Blanc und Edy Rominger.
    Es wird auch davon berichtet, dass die fünf Besten des Schweizer Herren-Slalomteams eine neue technische Errungenschaft, den sogenannten «Columbus-Vertikalzug», verwendet hatten, wodurch die Skiführung und -beherrschung wesentlich erleichtert werden sollte. Es handelte sich um einen um den Knöchel geschnallten Riemen, der mittels eines Hakens am Ski montiert wurde und eine sehr angenehme Vertikalzugswirkung verlieh.[7]
  • 1954: Bei der Abfahrt am 9. Januar fielen von 63 gestarteten Läufern 18 durch Sturz bzw. Disqualifikation aus, und 18 weitere gemeldete Fahrer starteten nicht; die Formulierung Österreicherloch wurde geboren, weil im Seilersboden gleich sieben Österreicher (darunter Toni Sailer, Walter Schuster und Anderl Molterer) stürzten. Trotzdem gab es einen dreifachen Sieg der österreichischen Fahrer, wobei Sieger Christian Pravda, der die Startnummer 6 trug, in 3:23,2 um exakt elf Sekunden schneller war als der Zweitplatzierte Martin Strolz.[8][9][10]
  • 1958: Die Abfahrt fand auf einer verkürzten Strecke statt, da es nicht möglich gewesen war, die gesamte Strecke zu präparieren. Die Siegerzeit von Toni Sailer betrug somit nur 2:25,2 Minuten.[11][12]
  • 1959: Lange war fraglich, ob die Schweizer mit dem besten Aufgebot antreten würden, denn Roger Staub und zwei weitere Teammitglieder waren wegen einer offensichtlichen zivilen Angelegenheit, die sich im Dezember 1958 ereignet hatte (genannt «Zürcher Kino-Affäre»), vom Verband gesperrt worden, worauf 13 Team-Mitglieder unter deren Captain Georges Schneider aus Solidarität eine Nichtteilnahme angekündigt hatten.[13] Letztlich stellte sich heraus, dass der Verband die Sperre voreilig bzw. zu Unrecht ausgesprochen hatte, weshalb sie noch vor der Abfahrt aufgehoben wurde.[14][15]
  • 1960: Trotz zwei Startverschiebungen wegen dichten Nebels und einer Streckenverkürzung waren die ersten Starter stark benachteiligt. Von der Favoritengruppe der ersten 15 Fahrer kamen nur zwei Mann unter die ersten zehn, von den nächsten 15 Fahrern dann sieben. Sieger wurde Willi Bogner, der mit Startnummer 25 gestartet war.[16][17] Zudem wurde erstmals eine offizielle Trainingsfahrt durchgeführt, die damals unter der Bezeichnung «Probeabfahrtsrennen» lief und einen Tag vor der eigentlichen Abfahrt gefahren wurde. Diese Trainingsfahrt war von der FIS auf deren 22. Kongress im Juni 1959 in Stockholm beschlossen worden.[18]
  • 1962: Aufgrund der Witterungsverhältnisse mussten das Abfahrts- und zwei Riesenslalom-Rennen (jenes vom 13. Januar hätte für die Kombination gezählt) abgesagt werden. Es wurde nur am 14. Januar ein Slalom ausgetragen.[19][20][21]
  • 1964: Es konnte keine Abfahrt ausgetragen werden, stattdessen wurden zwei Riesenslaloms am Freitag und Samstag (10. und 11. Januar) ausgetragen;[22] beide wurden von Egon Zimmermann gewonnen.[23][24]
  • 1965: Kurz vor dem Start von Stefan Sodat lichtete sich der Nebel. Der Österreicher mit Startnummer 30 fuhr Bestzeit, doch die Fotografen hatten ihre Positionen bereits verlassen. Deshalb musste der Fahrer nach dem Rennen nochmals zum Ziel-S hinaufsteigen, damit diese dennoch zu ihrem Siegerbild kamen Zu diesem Zeitpunkt führte Karl Schranz vor den beiden Teamkollegen Heini Messner und Hugo Nindl, dann kam der erste Nicht-Österreicher, der Schweizer Jean-Daniel Dätwyler. Es gab einen fünffachen österreichischen Sieg, da noch Werner Bleiner mit Nr. 34 Zweiter wurde.[25][26]
  • 1971: Die Rennen am 16./17. Januar fanden in St. Moritz statt; in der Abfahrt feierte die Schweiz einen Dreifachsieg, angeführt von Walter Tresch. Der Slalom ging an Tyler Palmer (USA), die Kombination an Gustav Thöni.[27]
  • 1972: Entgegen der Tradition startete diesmal das Hahnenkammrennen eine Woche vor den für 22./23. Januar terminierten Lauberhorn-Wettbewerben. Die Abfahrt in Wengen am 22. Januar musste abgesagt werden,[28] es gab nur den Slalom am 23. Januar, bei dem mehrere Fahrer mit höheren Startnummern in die Spitzenränge fuhren: der Dritte Bob Cochran (USA) mit Nr. 34, der Sechste Aurelio García Oliver (Spanien) mit Nr. 45, der Siebte Georg Sonnenberger aus Dachau mit Nr. 56 und der Neunte Hans Hinterseer bei einem seiner ersten Weltcup-Auftritte mit Nr. 45.[29] Die Abfahrt wurde zwar am 15. März 1972 in Gröden nachgeholt, aber im Gegensatz zu 2004 mit Ersatzort Garmisch-Partenkirchen nicht als «Lauberhorn-Abfahrt» gewertet, wenngleich mit Bernhard Russi ein Schweizer gewann.[30]
  • 1973: Die Abfahrt fand am 13. Januar am Ersatzort Grindelwald statt, wobei die Schweiz durch Bernhard Russi und Roland Collombin einen Doppelsieg feierte. Es gab auch eine Kombinationswertung mit dem am 14. Januar in Wengen gefahrenen und von Christian Neureuther gewonnenen Slalom; diese wurde von Henri Duvillard gewonnen.[31]
  • 1975: Erstmals seit 1969 konnte die Abfahrt am 11. Januar 1975 wieder auf voller Länge gefahren werden; Franz Klammer stellte mit 2:35,19 einen neuen Streckenrekord auf und distanzierte den Zweitplatzierten Herbert Plank um 3,54 Sekunden, ein für Verhältnisse des seit 1967 bestehenden Weltcups bemerkenswerter Vorsprung. Als Karl Schranz 1969 gewonnen hatte, hatte seine Siegerzeit 3:01,6 betragen. Die von Gustav Thöni gewonnene Kombination ist die erste Lauberhorn-Kombination, welche auch als Weltcup gewertet wurde.[32]
  • 1976: Die Lauberhorn-Kombination 1976 war die einzige Weltcup-Kombination (und auch der einzige andere Wettbewerb neben der Abfahrt), welche von Franz Klammer gewonnen wurde: Abfahrtssieg am 10. Januar und Rang 29 im Slalom (mit Nr. 67) am 11. Januar bedeuteten einen knappen Sieg mit 1,12 Punkten vor Gustav Thöni.[33]
  • 1978: Die Abfahrt fiel wegen schlechten Wetters aus.[34] Sie wurde, ohne Kombinationswertung, am 10. März in Laax nachgeholt.[35]
  • 1980: Die Doppelabfahrt am 18./19. Januar (die erste davon als Ersatz für jene am 22. Dezember 1979 in Schladming abgebrochene) war die erste in der 50-jährigen Lauberhorn-Renngeschichte.[36][37]
  • 1982: Abfahrt und Slalom wurden an einem Tag (24. Januar) gefahren. Zwar wurde die Abfahrt programmgemäss am Samstag, dem 23. Januar gestartet, musste jedoch vor dem 14. Fahrer wegen Nebels abgebrochen werden. Zu diesem Zeitpunkt führte Franz Klammer vor sechs Teamkollegen. Die am nächsten Tag gefahrene Abfahrt brachte einen Vierfachsieg für Österreich mit Harti Weirather als Sieger. Das Rennen wurde schon am Vormittag gefahren. Am Nachmittag wurde der Slalom ausgetragen, bei dem Phil Mahre siegte.[38] Die für den Weltcup zählende Kombination setzte sich allerdings aus dem Riesenslalom von Adelboden und der Lauberhorn-Abfahrt zusammen. Dabei wurden nur elf Fahrer klassiert, von denen einzig der Sieger Pirmin Zurbriggen zur Weltspitze gehörte.[39]
  • 1983: Sowohl die Abfahrt als auch der Slalom konnten wegen enormer Schneefälle nicht durchgeführt werden.[40] Die Abfahrt fand eine Woche später (am 21. Januar 1983) in Kitzbühel statt;[41] der Slalom hätte am 8. Februar in Garmisch-Partenkirchen nachgetragen werden sollen, ehe er am 11. Februar in Le Markstein gefahren wurde, womit auch die Lauberhorn-Kombination auf diese Weise mit Sieger Phil Mahre (er war in Kitzbühel Zwölfter und in Markstein Dritter geworden) feststand.[42]
  • 1985: Im Training holte der Kanadier Brian O’Connor den vor ihm gestarteten Portugiesen ein. Am Freitag, 18. Januar, wurde bereits eine zusätzliche Abfahrt ausgetragen. Die Originalabfahrt wurde vom 19. Januar auf den 20. Januar verschoben,[43] so dass der Slalom erst am Montag ausgetragen werden konnte.[44]
  • 1986: Die Rennen waren ausnahmsweise erst für den 1. und 2. Februar angesetzt, wobei am 31. Januar auch ein Ersatzrennen für die eine Woche zuvor geplante Kandahar-Abfahrt von St. Anton hätte stattfinden sollen. Die beiden Abfahrtsrennen konnten aber wegen Schneeverwehungen nicht durchgeführt werden;[45] es wurde nur der Slalom ausgetragen.[46] Das Abfahrtsrennen von St. Anton wurde am 7. Februar in Morzine nachgeholt,[47] die Lauberhornabfahrt am 21. Februar in Åre. Es kam auch zu einer Kombinations-Wertung.[48]
  • 1987: Die Kombination wurde von Pirmin Zurbriggen gewonnen. Er war allerdings der Einzige in der Wertung, denn nur er startete sowohl in der Abfahrt am 17. Januar (Rang 9) als auch im Slalom am 18. Januar (Rang 10).[49]
  • 1991 verunglückte Gernot Reinstadler im Training beim Ziel-S tödlich, woraufhin alle Rennen in diesem Jahr abgesagt wurden.
  • 1998: Der Lauberhorn-Slalom wurde am 18. Januar 1998 in Veysonnaz gefahren und von Thomas Stangassinger gewonnen. Die von Hermann Maier in Wengen gewonnene erste Abfahrt vom 16. Januar 1998 wurde für die Lauberhornkombination herangezogen, welche den Sieg für Hermann Maier (Slalom Rang 10) brachte.
  • 2001: Im Slalom gab es einen zu Weltcupzeiten noch nie dagewesenen Fünffachsieg für Österreich: Sieger war Benjamin Raich; Rainer Schönfelder, Mario Matt, Florian Seer und Kilian Albrecht belegten die weiteren Plätze. Erst auf Rang 6 folgte mit Mitja Kunc (Slowenien) ein Nichtösterreicher.
  • 2004: Der Schweizer Abfahrer Didier Cuche erhielt als Lauberhorn-Abfahrtssieger 2004 einen Platz auf den Ehrentafeln in Wengen, nachdem er am 30. Januar 2004 die (zum Weltcup zählende) Ersatzabfahrt in Garmisch-Partenkirchen gewonnen hatte. Auf der Originalstrecke wurde er bis zu seinem Karriereende 2012 nie Erster. Eine Kombinationswertung gab es 2004 nicht.
  • 2007: Mario Matt gewann die Kombination als Erststartender (somit als «netto» Dreissigster nach der Abfahrt); in Wirklichkeit erreichte er lediglich Rang 34. Durch Startverzichte rückte er jedoch genau in das Feld der besten 30 vor und profitierte somit von der bis damals geltenden Regelung, die danach geändert wurde. Als Nummer 1 des Slaloms nützte er die noch sehr gute Piste optimal, während die später Startenden durch die immer weicher werdenden Verhältnisse benachteiligt waren. Zudem schied Bode Miller als potentieller Sieganwärter (Zweiter der Kombi-Abfahrt) mit deutlichem Vorsprung auf Matt aus.
  • 2008: Das Programm musste wegen der Wetterbedingungen geändert werden: Der Slalom fand schon am Samstag statt, die Abfahrt erst am Sonntag.
  • 2017: Die Abfahrt musste wegen Schneefalls abgesagt werden, und auch die Kombination am Vortag wurde durch das Wetter beeinträchtigt. Der Slalomlauf wurde vorgezogen, und die führenden Favoriten wurden in der Abfahrt durch Schneefall beeinträchtigt, so dass am Schluss früh gestartete Fahrer die Spitzenränge belegten, die alle drei – Niels Hintermann, Maxence Muzaton und Frederic Berthold – zuvor noch nie im Weltcup auf dem Podest gestanden hatten.[50]
  • 2021: Auf Grund der COVID-19-Pandemie sollte das Rennen ohne Zuschauer ausgetragen werden.[51] Im Vorfeld wurde das Skigebiet für private Skifahrer geschlossen.[52] Am 11. Januar entschied der Kanton Bern nach einer Häufung von Fällen, die Veranstaltung abzusagen.[53]

Siegerliste

Weitere Informationen Jahr, Abfahrt ...
Jahr Abfahrt Slalom Kombination Super-G
2026Schweiz Marco OdermattNorwegen Atle Lie McGrath---Italien Giovanni Franzoni
2025Schweiz Marco OdermattNorwegen Atle Lie McGrath---Schweiz Franjo von Allmen
2024Schweiz Marco Odermatt
Schweiz Marco Odermatt  8
Osterreich Manuel Feller---Frankreich Cyprien Sarrazin
2023Norwegen Aleksander Aamodt KildeNorwegen Henrik Kristoffersen---Norwegen Aleksander Aamodt Kilde
2022Osterreich Vincent Kriechmayr
Norwegen Aleksander Aamodt Kilde  8
Norwegen Lucas Braathen---Schweiz Marco Odermatt  9
2021---------
2020Schweiz Beat FeuzFrankreich Clément NoëlOsterreich Matthias Mayer  1
2019Osterreich Vincent KriechmayrFrankreich Clément NoëlOsterreich Marco Schwarz  1
2018Schweiz Beat FeuzOsterreich Marcel HirscherFrankreich Victor Muffat-Jeandet  1
2017---Norwegen Henrik KristoffersenSchweiz Niels Hintermann  1
2016Norwegen Aksel Lund SvindalNorwegen Henrik Kristoffersen  7Norwegen Kjetil Jansrud  1
2015Osterreich Hannes ReicheltDeutschland Felix NeureutherSchweiz Carlo Janka  1
2014Schweiz Patrick KüngFrankreich Alexis PinturaultVereinigte Staaten Ted Ligety  1
2013Italien Christof InnerhoferDeutschland Felix NeureutherFrankreich Alexis Pinturault  1
2012Schweiz Beat FeuzKroatien Ivica KostelićKroatien Ivica Kostelić  1
2011Osterreich Klaus KröllKroatien Ivica KostelićKroatien Ivica Kostelić  1
2010Schweiz Carlo JankaKroatien Ivica KostelićVereinigte Staaten Bode Miller  1
2009Schweiz Didier DéfagoOsterreich Manfred PrangerSchweiz Carlo Janka  1
2008Vereinigte Staaten Bode MillerFrankreich Jean-Baptiste GrangeFrankreich Jean-Baptiste Grange  1
2007Vereinigte Staaten Bode Miller---Osterreich Mario Matt  1
2006Vereinigte Staaten Daron RahlvesItalien Giorgio RoccaOsterreich Benjamin Raich  1
2005Osterreich Michael WalchhoferDeutschland Alois VoglOsterreich Benjamin Raich  1
2004---Osterreich Benjamin Raich---
2003Osterreich Stephan Eberharter
Schweiz Bruno Kernen
Italien Giorgio RoccaNorwegen Kjetil André Aamodt
2002Osterreich Stephan EberharterKroatien Ivica KostelićNorwegen Kjetil André Aamodt
2001---Osterreich Benjamin Raich---
2000Osterreich Josef StroblNorwegen Kjetil André Aamodt---
1999Norwegen Lasse KjusOsterreich Benjamin RaichNorwegen Lasse Kjus
1998Osterreich Hermann Maier
Osterreich Andreas Schifferer
Osterreich Thomas Stangassinger  2Osterreich Hermann Maier
1997Italien Kristian GhedinaOsterreich Thomas Sykora---
1996---------
1995Italien Kristian Ghedina
Vereinigte Staaten Kyle Rasmussen
Italien Alberto TombaLuxemburg Marc Girardelli
1994Schweiz William Besse------Luxemburg Marc Girardelli  3
1993---------
1992Schweiz Franz HeinzerItalien Alberto TombaSchweiz Paul Accola
1991Schweiz Daniel Mahrer  5------
1990---------
1989Luxemburg Marc Girardelli
Luxemburg Marc Girardelli
Osterreich Rudolf NierlichLuxemburg Marc Girardelli
1988---------
1987Deutschland Markus WasmeierSchweiz Joël GaspozSchweiz Pirmin Zurbriggen
1986---Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Rok Petrovič---
1985Osterreich Helmut Höflehner  6
Osterreich Peter Wirnsberger
Luxemburg Marc GirardelliFrankreich Michel Vion
1984Vereinigte Staaten Bill Johnson------
1983---------
1982Osterreich Harti WeiratherVereinigte Staaten Phil MahreSchweiz Pirmin Zurbriggen
1981Schweiz Toni BürglerJugoslawien Sozialistische Föderative Republik Bojan KrižajSowjetunion Waleri Zyganow
1980Kanada Ken Read
Schweiz Peter Müller
Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Bojan KrižajDeutschland Michael Veith
1979---------
1978---Osterreich Klaus Heidegger---
1977Osterreich Franz KlammerSchweden Ingemar StenmarkSchweiz Walter Tresch
1976Italien Herbert Plank
Osterreich Franz Klammer
Schweden Ingemar StenmarkOsterreich Franz Klammer
1975Osterreich Franz KlammerSchweden Ingemar StenmarkItalien Gustav Thöni
1974Schweiz Roland CollombinDeutschland Christian NeureutherOsterreich David Zwilling
1973---Deutschland Christian Neureuther---
1972---Frankreich Jean-Noël Augert---
1971---------
1970Frankreich Henri DuvillardFrankreich Patrick RusselFrankreich Henri Duvillard
1969Osterreich Karl SchranzOsterreich Reinhard TritscherOsterreich Heini Messner
1968Osterreich Gerhard NenningSchweiz Dumeng GiovanoliOsterreich Gerhard Nenning
1967Frankreich Jean-Claude KillyFrankreich Jean-Claude KillyFrankreich Jean-Claude Killy
1966Osterreich Karl SchranzFrankreich Guy PérillatOsterreich Karl Schranz
1965Osterreich Stefan SodatFrankreich Guy PérillatOsterreich Karl Schranz
1964Osterreich Egon Zimmermann  4Deutschland Ludwig LeitnerOsterreich Gerhard Nenning
1963Osterreich Karl SchranzFrankreich Guy PérillatFrankreich Guy Périllat
1962---Schweiz Adolf Mathis---
1961Frankreich Guy PérillatOsterreich Josef StieglerFrankreich Guy Périllat
1960Deutschland Willy BognerOsterreich Hias LeitnerOsterreich Josef Stiegler
1959Osterreich Karl SchranzOsterreich Ernst OberaignerOsterreich Ernst Oberaigner
1958Osterreich Toni SailerOsterreich Josef RiederVereinigte Staaten Wallace Werner
1957Osterreich Toni SailerOsterreich Andreas MoltererOsterreich Josef Rieder
1956Osterreich Toni SailerOsterreich Andreas MoltererOsterreich Josef Rieder
1955Osterreich Toni SailerSchweiz Martin JulenOsterreich Toni Sailer
1954Osterreich Christian PravdaOsterreich Toni SpissOsterreich Christian Pravda
1953Osterreich Andreas MoltererOsterreich Andreas MoltererOsterreich Andreas Molterer
1952Osterreich Othmar SchneiderNorwegen Stein EriksenOsterreich Othmar Schneider
1951Osterreich Othmar SchneiderNorwegen Stein EriksenOsterreich Othmar Schneider
1950Schweiz Fred RubiItalien Zeno ColòSchweiz Fred Rubi
1949Schweiz Rudolf GrafItalien Zeno ColòSchweiz Adolf Odermatt
1948Italien Zeno ColòSchweiz Karl MolitorSchweiz Karl Molitor
1947Schweiz Karl MolitorSchweden Olle DalmanSchweiz Edy Rominger
1946Frankreich Jean BlancSchweiz Otto von AllmenSchweiz Karl Molitor
1945Schweiz Karl MolitorSchweiz Otto von AllmenSchweiz Otto von Allmen
1944Schweiz Rudolf GrafSchweiz Marcel von AllmenSchweiz Marcel von Allmen
1943Schweiz Karl MolitorSchweiz Heinz von AllmenSchweiz Heinz von Allmen
1942Schweiz Karl MolitorSchweiz Heinz von AllmenSchweiz Heinz von Allmen
1941Schweiz Rudolf GrafSchweiz Marcel von AllmenSchweiz Marcel von Allmen
1940Schweiz Karl MolitorSchweiz Karl MolitorSchweiz Karl Molitor
1939Schweiz Karl MolitorDeutsches Reich NS Josef JenneweinDeutsches Reich NS Willi Walch
1938Schweiz Heinz von AllmenDeutsches Reich NS Rudolf CranzSchweiz Heinz von Allmen
1937Schweiz Heinz von AllmenOsterreich Willi WalchOsterreich Willi Walch
1936Schweiz Hans SchluneggerSchweiz Hermann SteuriFrankreich Émile Allais
1935Osterreich Richard WerleSchweiz Arnold GlatthardSchweiz Willy Steuri
1934Schweiz Adolf RubiSchweiz Adolf RubiSchweiz Adolf Rubi
1933---------
1932Schweiz Fritz SteuriSchweiz Fritz von AllmenSchweiz Fritz Steuri
1931Schweiz Fritz SteuriSchweiz Hans SchluneggerSchweiz Fritz Steuri
1930Schweiz Christian RubiSchweiz Ernst Gertsch
Vereinigtes Konigreich Bill Bracken
Vereinigtes Konigreich Bill Bracken
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1 
Es wurde eine sogenannte Super-Kombination ausgetragen (verkürzte Abfahrt und ein Slalomlauf).
2 
Der Slalom fand in Veysonnaz statt.
3 
Anstelle eines Slaloms fand ein Super-G statt.[54]
4 
Statt der Abfahrt wurde ein Riesenslalom durchgeführt.[55]
5 
Wertung der Trainingsergebnisse wegen des tödlichen Unfalls von Gernot Reinstadler.
6 
Ersatzabfahrt für Bormio.[56]
7 
Der Slalom wurde wegen Schneemangels im unteren Teil der Abfahrtspiste ausgetragen.
8 
Es fand eine zusätzliche verkürzte Abfahrt statt.
9 
Es wurde ein Super-G ausgetragen.

Bestenlisten

Aktualisiert am 17. Januar 2026

Abfahrt

Weitere Informationen Platz, Name ...
PlatzNameSiege
1.Schweiz Karl Molitor6
2.Schweiz Marco Odermatt4
Osterreich Karl Schranz
Osterreich Toni Sailer
5.Schweiz Beat Feuz3
Osterreich Franz Klammer
Schweiz Rudolf Graf
8.Norwegen Aleksander Aamodt Kilde2
Osterreich Vincent Kriechmayr
Vereinigte Staaten Bode Miller
Osterreich Stephan Eberharter
Italien Kristian Ghedina
Luxemburg Marc Girardelli
Osterreich Othmar Schneider
Schweiz Heinz von Allmen
Schweiz Fritz Steuri
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Slalom

Weitere Informationen Platz, Name ...
PlatzNameSiege
1.Kroatien Ivica Kostelić4
2.Norwegen Henrik Kristoffersen3
Osterreich Benjamin Raich
Schweden Ingemar Stenmark
Frankreich Guy Périllat
Osterreich Andreas Molterer
7.Frankreich Clément Noël2
Norwegen Atle Lie McGrath
Deutschland Felix Neureuther
Italien Giorgio Rocca
Italien Alberto Tomba
Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Bojan Križaj
Deutschland Christian Neureuther
Norwegen Stein Eriksen
Italien Zeno Colò
Schweiz Karl Molitor
Schweiz Otto von Allmen
Schweiz Marcel von Allmen
Schweiz Heinz von Allmen
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Kombination

Weitere Informationen Platz, Name ...
PlatzNameSiege
1.Schweiz Karl Molitor3
Schweiz Heinz von Allmen
3.Schweiz Carlo Janka2
Kroatien Ivica Kostelić
Osterreich Benjamin Raich
Norwegen Kjetil André Aamodt
Luxemburg Marc Girardelli
Schweiz Pirmin Zurbriggen
Osterreich Gerhard Nenning
Osterreich Karl Schranz
Frankreich Guy Périllat
Osterreich Josef Rieder
Osterreich Othmar Schneider
Schweiz Marcel von Allmen
OsterreichÖsterreich/Deutsches Reich NS Wilhelm Walch
Schweiz Fritz Steuri
Schließen

Super-G

Weitere Informationen Platz, Name ...
PlatzNameSiege
1.Luxemburg Marc Girardelli1
Frankreich Cyprien Sarrazin
Norwegen Aleksander Aamodt Kilde
Schweiz Marco Odermatt
Schweiz Franjo von Allmen
Italien Giovanni Franzoni
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Gesamt (mindestens 3 Siege)

Weitere Informationen Platz, Name ...
PlatzNameSiege
1.Schweiz Karl Molitor11
2.Schweiz Heinz von Allmen7
3.Kroatien Ivica Kostelić6
Luxemburg Marc Girardelli
Osterreich Karl Schranz
Frankreich Guy Périllat
7.Schweiz Marco Odermatt5
Osterreich Benjamin Raich
Osterreich Toni Sailer
Osterreich Andreas Molterer
11.Osterreich Franz Klammer4
Osterreich Othmar Schneider
Schweiz Marcel von Allmen
Schweiz Fritz Steuri
15.Norwegen Aleksander Aamodt Kilde3
Norwegen Henrik Kristoffersen
Schweiz Carlo Janka
Schweiz Beat Feuz
Vereinigte Staaten Bode Miller
Norwegen Kjetil André Aamodt
Schweden Ingemar Stenmark
Frankreich Jean-Claude Killy
Osterreich Gerhard Nenning
Osterreich Josef Rieder
Schweiz Rudolf Graf
Italien Zeno Colò
Schweiz Otto von Allmen
OsterreichÖsterreich/Deutsches Reich NS Wilhelm Walch
Schweiz Adolf Rubi
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Literatur

  • Martin Born: Lauberhorn. Die Geschichte eines Mythos. AS Verlag, Zürich 2004, ISBN 3-909111-08-4.

Einzelnachweise

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