Das Schweigen im Walde (1976)
Film von Alfred Vohrer (1976)
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Das Schweigen im Walde ist ein deutscher Heimatfilm von 1976 unter der Regie von Alfred Vohrer. Er beruht auf dem gleichnamigen Roman von Ludwig Ganghofer aus dem Jahr 1899. Alexander Stephan, Evelyn Opela, Belinda Mayne und Ferdy Mayne spielen die Hauptrollen in diesem Filmdrama.
| Film | |
| Titel | Das Schweigen im Walde |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 1976 |
| Länge | 94 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Alfred Vohrer |
| Drehbuch | Werner P. Zibaso |
| Produktion | Horst Hächler |
| Musik | Ernst Brandner |
| Kamera | Ernst W. Kalinke |
| Schnitt | Ingeborg Taschner |
| Besetzung | |
– Stimmen für die Nachsynchronisation –
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Das Bayerische Fernsehen schrieb zur Ausstrahlung des Films im Fernsehen: „Alfred Vohrers farbenprächtige Adaption des Ludwig-Ganghofer-Romans war bereits die vierte Kinoverfilmung des dramatischen Stoffes. Vohrer, ein versierter Handwerker des deutschen Unterhaltungskinos, der mit den Edgar-Wallace- und Karl-May-Verfilmungen berühmt wurde, inszenierte die ergreifende Geschichte in eindrucksvollen CinemaScope-Bildern vor der imposanten Kulisse der Berchtesgadener Alpen. Für die herrlichen Naturaufnahmen sorgte Ernst W. Kalinke, der in vielen Genres erprobte Lieblingskameramann Harald Reinls. ‚Das Schweigen im Walde‘ knüpfte nahtlos an die Blütezeit des Heimatfilms in den 1950er-Jahren an, die Vohrer bereits mit seiner 1975 entstandenen Ganghofer-Adaption ‚Der Edelweißkönig‘ neu belebt hatte.“[1]
Handlung
Die vierte und derzeit letzte Kinoverfilmung des populären Ganghofer-Stoffes: Graf Ettingen verbringt, fern von seinen ländlichen Besitzungen, ein ausschweifendes Leben in München an der Seite seiner ebenso attraktiven wie anspruchsvollen und exaltierten Freundin Baronin Prankha. Um seinen teuren Lebensstil zu finanzieren, muss sein Verwalter Raubbau an dem gräflichen Forst begehen. Um Abstand von dem Münchner Nachtleben und seiner anstrengenden und geldgierigen Geliebten, die ihn obendrein auch noch mit einem anderen Mann betrügt, zu gewinnen, reist er inkognito zurück in die heimatlichen Wälder und zieht sich in das Jagdhaus hoch in den Bergen zurück.
Dort lernt er die hübsche Sennerin Lore kennen, die ihm eine neue Sicht auf das Leben im Allgemeinen und seine Taten hier im gräflichen Forst – das hemmungslose Abholzen des Baumbestandes – im Besonderen offenbart: Ettingens Waldrodungen drohen ganze Berghänge abrutschen zu lassen. Bald kommen sich der Graf und das Bergmädchen auch menschlich näher. Doch die skrupellose Baronin denkt nicht im Traum daran, ihren „dicken Fisch“ Ettingen vom Haken zu lassen...
Produktionsnotizen
Der Film entstand an 35 Tagen zwischen dem 29. Juni und dem 6. August 1976 im Berchtesgadener Land und in München und wurde am 13. Oktober 1976 uraufgeführt. Im Fernsehen wurde er erstmals am 27. August 1978 im ZDF ausgestrahlt. Produziert wurde der Film von der Terra-Filmkunst GmbH (Berlin) und der CTV 72 Film- und Fernsehproduktion GmbH (München).
Alle drei Filmversionen des Films (1937, 1955, 1976) gab Alive innerhalb der Reihe „Filmjuwelen“ und dort innerhalb der Ludwig-Ganghofer-Verfilmungen am 6. März 2015 auf DVD heraus.[2]
Das Schweigen im Walde war Alfred Vohrers letzter Kinofilm, danach inszenierte er nur noch für das Fernsehen.
Ferdy und Belinda Mayne sind Vater und Tochter und standen nach Die Ameisen kommen hier bereits das zweite Mal für eine deutsche Produktion gemeinsam vor einer Filmkamera.
Die Ausstattung besorgte Utz Elsässer, die Kostüme entwarf Ina Stein. Für die Pyrotechnik zeichnete Karl Baumgartner verantwortlich. Die Produktionsleitung des Films lag bei Gerhard Poeschel, die Aufnahmeleitung bei Clemens Keiffenheim.
Kritik
Das Lexikon des Internationalen Films schrieb: „Ganghofer-Remake, das sich auf schöne Landschaftsaufnahmen im Scopeformat verläßt.“ Man befand aber auch, das Werk sei eine „kraftlose und altmodische Neuverfilmung“, die zudem eher zu den „belanglosen Regiearbeiten“ Vohrers gehöre. Der Filmdienst ergänzte: „Ganghofer-Verfilmung mit schönen Landschaftsaufnahmen und dick aufgetragenen Klischees.“[3][4]
Der Onlineauftritt von Cinema verriss den Film: „Edgar-Wallace-Regisseur Alfred Vohrer verhunzt den Ganghofer-Roman mit hübschen Bildern und gruseligem Personal. Fazit: Lächerliches Pathos, kuriose 70er-Frisuren“.[5]
Literatur
- Ludwig Ganghofer: Das Schweigen im Walde. Historischer Roman. Bearbeitet und Neu-Edition von Stefan Murr. Bastei Lübbe, Bergisch Gladbach 2005, ISBN 3-404-77028-5