Death and the Gorgon
Science-Fiction-Kurzgeschichte von Greg Egan von 2024
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Death and the Gorgon (englisch für Tod und der Gorgon) ist eine Science-Fiction-Kurzgeschichte des australischen Schriftstellers Greg Egan, zuerst veröffentlicht in Asimov’s Science Fiction im Januar/Februar 2024. Die Kurzgeschichte erschien ebenfalls in den Anthologien Think Weirder Volume 1: The Year’s Best Science Fiction Ideas, bearbeitet von Joe Stech, und The Year’s Top Robot and AI Stories 6, bearbeitet von Allan Kaster.[1][2]
Handlung
Beth Andersen und Ken Osgood werden für eine genauere Untersuchung zu einem eingestürzten Teil einer stillgelegten Mine gerufen. Inzwischen wird diese zur Lagerung von tiefgefrorenen Köpfen benutzt, deren tote Träger sich zu Lebzeiten ein erneutes Erwachen in einer utopischen Zukunft erhofft haben. Durch den Einsturz sind jedoch über hundert Köpfe komplett zerstört. Beth und Ken sollen nun mithilfe von Sherlock, einer künstlichen Intelligenz, ergründen, ob dieser Einsturz womöglich absichtlich herbeigeführt wurde. Bei Gesprächen mit Angehörigen stößt Beth auf Aden Caruso, welcher, an einem tödlichen multiplen Myelom erkrankt, durch eine Lotterie einen Platz in diesem kryogenischen Programm gewonnen hatte und aufgrund des zeitlich begrenzten Angebotes daraufhin Suizid begangen hat. Seine Nachrichten deuten auf eine starke Versessenheit auf die Möglichkeit eines erneuten Erwachens in der idealen Zukunft hin und weitere Nachforschungen bringen sogar einen ganzen Kult um das Programm zutage.
Beth stößt bei der Untersuchung auch auf Anna Grasso, die ebenfalls eine zeitlich begrenzte Anwärterschaft auf einen Platz gewonnen hat und momentan todkrank ist: Sie leidet an Blasenkrebs. Nach einer Reise nach Austin in Texas für ein persönliches Gespräch mit Anna über den Druck, schnell sterben zu müssen, beobachtet Beth jedoch unmittelbar vor dem Aufeinandertreffen, wie Anna eine Waffe zieht, und verhaftet sie daraufhin. Es stellt sich heraus, dass die Lotterie manipuliert ist und Plätze für Auftragsmorde vergeben werden.
Bei Aden ergibt sich darüber hinaus, dass er überhaupt nicht todkrank war, sondern alle Dokumente zu seiner Krankheit gefälscht hat. Ken will daraufhin einen Bericht schreiben, dass die komplette Klärung des Falls wohl noch Jahre dauern wird, und scherzt, Sherlock könne doch ein kleines Gedicht als Einleitung schreiben. Beth reagiert mit einem Scherz über die epischen Bemühungen, Computer fähig genug zu machen, um die Narren zu Fall zu bringen, die sich für allmächtig halten.[3][4]
Kritik
Jeppe Larsen schreibt auf shortsfreviews.com, dass Greg Egan zwar oft sehr mathematische Geschichten („very mathy stories“) schreibe, doch mit dieser zeige, dass er durchaus auch gute, unterhaltsame schreiben könne („more than capable of writing good entertaining stories“). Es sei dabei klar, dass Greg Egan sich über Menschen mit ähnlichen utopischen Zukunftsvorstellungen aus dem Silicon Valley lustig mache („it is clear that Egan is silently mocking the Sillicon [sic.] Valley futurists type people“). Insgesamt sei die Kurzgeschichte sehr zu empfehlen („highly recommended“).[3]
Austin Beeman schreibt auf shortsf.com, dass die Kurzgeschichte ein ziemlich gutes Mysterium mit ordentlich Spannung biete („quite a good mystery with plenty of suspense“).[4]
Weblinks
- Death and the Gorgon in der Internet Speculative Fiction Database (englisch)
- Death and the Gorgon auf Asimov's Science Fiction (englisch)