Demografie Grönlands
Entwicklung der Bevölkerung in Grönland
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Die Demografie Grönlands betrachtet Aufbau und Wandel der demografischen Strukturen von Grönland.
Das Land ist Teil des Königreichs Dänemark und als solches demografisch stark von der kolonialen Vorgeschichte geprägt. Die ursprünglich nur aus wenigen Tausend Inuit bestehende Bevölkerung wurde ab dem 18. Jahrhundert kolonialisiert und vermischte sich mit den skandinavischen Kolonialangestellten. Während in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeitweise 20 % der Bevölkerung aus dänischen Arbeitsmigranten bestand, ist diese Zahl später wieder gesunken; seit den 2010er und vor allem den 2020er Jahren macht sich stattdessen eine wachsende Zahl asiatischer Arbeitsmigranten in der Bevölkerungsstatistik bemerkbar.
Durch die Verbesserung der Lebensbedingungen vervielfachte sich die Einwohnerzahl im 20. Jahrhundert, flachte dann aber ab den 1970er Jahren durch zeitweise zwangsverhütende Maßnahmen ab. Seither hält sie sich konstant bei etwa 55.000 Personen – soziale Probleme führen zu vielen Todesfällen sowie Auswanderungen. Insgesamt ist damit zu rechnen, dass die Bevölkerungsstruktur in Grönland in den kommenden Jahren vor allem durch Überalterung zu gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemen führen wird.
Während in der Kolonialzeit lange die Verteilung der Bevölkerung auf möglichst viele Orte erwünscht war, führten wirtschaftliche Gründe von den 1930er bis zu den 1970er Jahren zu einer politisch erwünschten fortwährenden Zentralisierung. Fehlende Investitionen und Arbeitsplätze in den Dörfern und kleineren Städten führen aber auch heute noch zu starken Urbanisierungstendenzen, die sich in der Konzentration der Bevölkerung auf maximal fünf Städte zeigen.
Siedlungsgeschichte und ethnische Zusammensetzung
Grönland wurde erstmals im 3. Jahrtausend v. Chr. von einem Eskimovolk bevölkert. Verschiedene Kulturen folgten dabei aufeinander, wobei Grönland aber auch häufig Jahrhunderte lang unbewohnt war. Um das 10. Jahrhundert wurde Grönland erstmals von Wikingern gesichtet und ab 985 wurde das Land von Erik dem Roten kolonisiert. Die von ihm angeführten Siedler und ihre Nachkommen, die Grænlendingar, lebten bis zum 15. Jahrhundert in Grönland, bevor sie unter nicht gänzlich geklärten Umständen wieder verschwanden. Kurz nach den Grænlendingar erreichte die aus Inuit bestehende Thule-Kultur Grönland von Alaska aus und besiedelte in den folgenden Jahrhunderten West- und Ostgrönland, wo aus den Inuit der Westküste die Kitaamiut und aus denen der Ostküste die Tunumiit hervorgingen. Beide Gruppen trafen im 16. Jahrhundert in Südgrönland wieder aufeinander und vermischten sich dort.[1] Im 16. Jahrhundert kamen erstmals wieder Europäer nach Grönland, nämlich vorzugsweise englische Entdecker. Ihnen folgten ab dem 17. Jahrhundert Walfänger, die hauptsächlich aus den Niederlanden, aus England und Friesland stammten.[2] Im 17. Jahrhundert kamen aus Kanada stammende Inuit in das zu diesem Zeitpunkt unbewohnte Nordgrönland und sie wurden Ende des 19. Jahrhunderts von einer zweiten aus Kanada stammenden Bevölkerungswelle ergänzt.[1] Ab 1721 wurde Westgrönland von Hans Egede für Dänemark-Norwegen kolonisiert, was die wichtigste Wende der grönländischen Siedlungsgeschichte darstellt. Es wurden im Laufe des 18. Jahrhunderts zahlreiche Kolonien an den Wohnplätzen der Kitaamiut gegründet und viele dänische und norwegische Kolonialisten zeugten Nachkommen mit grönländischen Frauen.[3] Dennoch verblieb die Zahl von Europäern in Grönland vergleichsweise gering. Da Grönland im Gegensatz zu beispielsweise den Vereinigten Staaten als Kolonie kein Auswanderungsziel war, bestand die europäische Bevölkerung lediglich aus einer recht konstanten Zahl von Handels- und Missionsangestellten zwischen 250 und 400 Personen. Da die Zahl an Grönländern zeitgleich stieg, machten die Europäer 1840 noch etwa 3,1 % der Bevölkerung aus, 1938 aber nur noch 2,1 %.[4] Um 1900 wurden auch Ost- und Nordgrönland von Dänemark kolonialisiert. Mit der Dekolonialisierung Grönlands in den 1950er Jahren und der damit einhergehenden Modernisierung im Zuge der G50-Politik wurde das Land für ausländische Arbeitskräfte geöffnet.[2] Dadurch stieg die Zahl an Dänen rasant an. 1975 erreichte der Anteil der außerhalb Grönlands geborenen Einwohner mit 19 % sein Maximum und fiel bis Ende der 2010er Jahre auf rund 10 % ab, steigt aber seither wieder an, was dem Zuzug vor allem asiatischer Arbeitsmigranten geschuldet ist.[5][6]

In Grönland werden keine Daten zur ethnischen Zusammensetzung ermittelt. Die drei ursprünglichen Inuitgruppen, Kitaamiut, Tunumiit und Inughuit stammen aus den jeweiligen Landesteilen Kitaa, Tunu und Avanersuaq. Aus den Zahlen der in Grönland geborenen Einwohner dieser Landesteile lässt sich eine ungefähre Einteilung der Bevölkerung in diese drei Gruppen schließen: Hiernach gehören 93,2 % den Kitaamiut an, 5,5 % den Tunumiut und 1,3 % den Inughuit.[7] Obwohl bezeugt ist, dass es zu Kulturkontakten zwischen Inuit und Grænlendingar kam, wird nicht davon ausgegangen, dass sich beide Völker untereinander fortpflanzten, da archäologische und anthropologische Forschung hierfür keine Anhaltspunkte liefern. Eine genetische Untersuchung wird durch fehlendes präkoloniales Skelettmaterial erschwert sowie dadurch, dass die Grænlendingar genetisch den späteren Skandinaviern glichen, die sich ab der Kolonialzeit mit den Inuit vermischten.[1][8] Eine früher vermutete stärkere Vermischung der Inuit mit Walfängern im 17. und 18. Jahrhundert ist durch genetische Untersuchungen zurückgewiesen worden.[2] Durch die Vermischung mit den Kolonialangestellten haben heute rund 80 % der Grönländer europäische Genanteile. In großen Teilen Westgrönlands liegen die Werte bei deutlich über 95 %. Lediglich in Nuuk und Südgrönland sind die Werte geringer, da die Bevölkerung dort teilweise von den Angehörigen der Herrnhuter Brüdergemeine abstammt, die im Gegensatz zu den Angehörigen der Dänischen Mission keine Ehen mit Europäern eingehen durften. Im erst spät kolonialisierten Nordgrönland sind hingegen rund 45 % europäischer Abstammung, in Ostgrönland sogar rund 90 %. Durchschnittlich hat die indigene grönländische Bevölkerung einen europäischen Genanteil von rund 25 %.[1] Diese europäischen Genanteile sind nahezu vollständig dänisch. Dazu kommen vor allem geringe Anteile norwegischer und schwedischer Geneinflüsse,[2] welche vor allem im 18. Jahrhundert in Grönland tätig waren, bevor sie mit der Aufteilung Dänemark-Norwegens 1814 vollständig durch dänische Kolonialangestellte ersetzt wurden.
Nationale Bevölkerungsentwicklung
Es ist weitestgehend unbekannt, wie viele Menschen Grönland vor der Kolonialisierung bewohnten. Im 18. Jahrhundert vermutete man, dass Grönland zwischen 10.000 und 30.000 Einwohner hätte. Diese Zahl war vermutlich viel zu hoch angesetzt und es ist davon auszugehen, dass zu Beginn der Kolonialzeit 1721 etwa 8.000 Menschen in Grönland lebten. Eine aus Europa importierte Pockenepidemie und spätere Epidemien dezimierten die Bevölkerung stark, sodass 1805 nur rund 6.000 Einwohner gezählt wurden. Seitdem stieg die Einwohnerzahl stetig an und Ende des 19. Jahrhunderts überschritt Grönland die Zahl von 10.000 Einwohnern.[9] Ab 1901 führte man zehnjährliche Zensus durch, später fünfjährliche, seit 1961 wird die Bevölkerung jährlich gezählt, seit 2011 halbjährlich und seit 2017 vierteljährlich. In diesen ist zu erkennen, wie die Bevölkerungszahl erst mit durchschnittlichen Werten von 1 % pro Jahr stieg, bevor es nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem rasanten Bevölkerungswachstum kam, das mit einem Bevölkerungszuwachs von 6,28 % von 1966 bis 1967 seinen Höhepunkt fand. Anschließend ging das Wachstum nach dieser etwa zwanzigjährigen Hochphase wieder massiv zurück. Für das Jahr 1978 kam es erstmals zu einer Bevölkerungsabnahme. Nach einer weiteren langsamen Zunahme begann die Einwohnerzahl ab den 1990er Jahren zu stagnieren. Das Jahr mit der höchsten gemessenen Einwohnerzahl des Landes war 2005, als 56.969 Personen in Grönland lebten. Seitdem hat sich die Bevölkerungszahl bei etwa 56.000 Personen eingependelt.[10]
Das starke Bevölkerungswachstum in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lässt sich einerseits durch den Zuzug dänischer Arbeitskräfte, andererseits durch die Senkung der Sterblichkeitsrate erklären. Das anschließende Abflachen ist größtenteils durch den starken Rückgang der Fertilitätsrate, aber auch durch den Wegzug der Dänen zu erklären sowie der Abwanderung der grönländischen Bevölkerung, weswegen 2023 rund 17.000 in Grönland geborene Personen in Dänemark lebten, entsprechend einem Drittel der Bevölkerung Grönlands.[11]
Geburten und Tode
Geburten- und Todeszahlen werden seit 1950 erfasst. 1951 lag die Geburtenrate bei 42,3 Geburten pro 1000 Einwohnern. 1964 war diese auf 48,6 gestiegen. Im Folgenden ging sie stark zurück und erreichte 1975 einen Wert von 16,5. Anschließend stieg sie wieder leicht an, geht aber seit den 1990er Jahren wieder zurück und betrug 2024 12,1 Geburten pro 1000 Einwohner. Einher mit der sinkenden Geburtenrate ging auch der starke Abfall der Fertilitätsrate grönländischer Frauen. Sie erreichte seit Beginn der Datenerfassung 1948 ihren Höhepunkt im Jahr 1961, als eine Frau durchschnittlich 7,3 Kinder gebar. Anschließend fiel die Zahl zwischen 1966 und 1974 von 7,0 auf 2,3 Kinder pro Frau. Ursache hierfür war die Spiralkampagne, bei der über 4000 grönländischen Mädchen und Frauen ab 1966 unfreiwillig und häufig ohne Wissen Verhütungsspiralen eingesetzt wurden.[14] Zum Vergleich gab es 1977 in Grönland rund 9200 Frauen zwischen 18 und 45 Jahren, die hiervon betroffen gewesen sein konnten, was de facto zur mindestens zeitweisen Unfruchtbarkeit von knapp der Hälfte der weiblichen Bevölkerung führte.[15] Seit den 1990er Jahren ist die Fertilitätsrate weiter rückläufig und fiel in den 2020er Jahren erstmals dauerhaft auf unter die für den Bevölkerungserhalt notwendige Rate von 2,1 Kindern pro Frau, liegt aber dennoch über nahezu allen Werten der Länder Nordamerikas und Europas (vgl. Liste der Länder nach Fertilitätsrate).
Die Sterberate hatte um 1900 noch bei rund 30 Todesfällen pro 1000 Einwohner gelegen, verbesserte sich aber anschließend durch bessere Lebensbedingungen, aber auch wegen einer Änderung der Wirtschaftsgrundlage von Kajakjagd zu Fischerei, wodurch die Zahl an im Kajak verunglückten Männern zurückging.[16][9] Eine hohe Kindersterblichkeit sowie hohe Sterbezahlen durch Tuberkulose hielten die Zahlen aber dennoch hoch und lag 1951 noch bei 23,3 Todesfällen pro 1000 Einwohner. Durch die Modernisierung Grönlands und vor allem den systematischen Einsatz gegen Tuberkulose sank die Sterberate bis 1960 auf 8,0 und erreichte 1970 ein Minimum von 6,1. Seitdem steigt sie wegen der Alterung der Bevölkerung wieder leicht an und lag 2024 bei 9,2 Todesfällen pro 1000 Einwohner. Die Sterberate Grönlands ist in der Liste der Länder nach Todesrate im europäischen Mittelfeld zu finden. Die Säuglingssterblichkeit lag 1951 noch bei 11,0 %,[17] fiel seitdem stark ab und liegt seit der Jahrtausendwende bei etwa 1 %.
Mit der sinkenden Sterberate erreichten mehr Grönländer das Erwachsenenalter, was die Geburtenrate erhöhte.[18] Während des Babybooms der 1960er Jahre erreichte der Geburtenüberschuss 1961 einen Höhepunkt von 40,8 mehr Geburten als Todesfällen pro 1000 Einwohner. Dieser Geburtenschuss ist durch den starken Abfall der Geburtenrate und den leichten Anstieg der Sterberate auf 2,9 im Jahr 2024 gesunken.
Die Lebenserwartung in Grönland ist vergleichsweise gering. Diese wurde für Neugeborene für 2024 mit 68,4 Jahren für Männer und 73,0 Jahren für Frauen berechnet.[19] Diese Werte liegen unter dem weltweiten Durchschnitt und entsprechen am ehesten denen von Ländern in Zentral- und Südostasien (vgl. Liste der Länder nach durchschnittlicher Lebenserwartung). Eine Ursache hierfür ist neben der weiterhin im Vergleich zu Europa hohen Säuglingssterblichkeit auch die grönländische Suizidrate, die die aller unabhängigen Staaten der Welt um mindestens das doppelte überschreitet und zu überdurchschnittlich vielen Todesfällen bei jungen Personen führt.
Altersstruktur und Geschlechterverteilung
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Die Bevölkerungspyramide Grönlands im Jahr 1977 zeigte gut den Entwicklungsstand und die Zusammensetzung der grönländischen Gesellschaft kurz nach dem Ende der Modernisierungsperiode. Eine sehr geringe Zahl an Senioren im Vergleich zur jüngeren Bevölkerung mit der daraus entstehenden Pagodenform ist heutzutage typisch für die Altersstruktur von Entwicklungsländern. Bei der mittelalten Bevölkerungsschicht war ein deutlicher Männerüberschuss deutlich, welcher durch den großen Anteil dänischer Arbeiter bestand, die sich immer noch im Land befanden. Die zahlenstärkste Bevölkerungsschicht war die der Jugendlichen, die während des Babybooms der 1960er Jahre geboren war. Durch den anschließenden raschen Abfall der Geburtenrate war anschließend ein starker Knick zu erkennen, wodurch die Alterspyramide in ihrer Gesamtheit am besten mit der Tannenbaumform beschreibbar war.[26][16] Noch 1970 waren 47,7 % der Bevölkerung unter 15 Jahre alt.[9]
In der heutigen Bevölkerungspyramide fünf Jahrzehnte später sind die Reste dieser Entwicklung noch zu erkennen. Die Babyboomergeneration befindet sich nun im Renteneintrittsalter, hat aber immer noch eine vergleichsweise geringe Zahl an Alten über sich. Die kleine in den 1970er Jahren geborene Generation ist weiterhin als Knick erkennbar. Die in den 1980er und 1990er Jahren geborene Kindergeneration sowie die um 2020 geborene Enkelgeneration ist ebenfalls als Peak zu erkennen. Grundsätzlich ist aber eine sinkende Geburtenrate zu erkennen, weswegen die Alterspyramide heute am Übergang von der Bienenstock- zur Zwiebelform steht, was mittelfristig zu einem Rückgang der Bevölkerungszahl führen wird.[27]
Das Erreichen eines Alters über 90 stellt bereits eine Seltenheit dar. 1977 lebten in ganz Grönland nur fünf Personen über 90 Jahre, davon kein Mann. Insgesamt sind nur drei Grönländerinnen und zwei Grönländer mit einem erreichten Alter von über 100 Jahren dokumentiert, erstmals von Henrik Lunds Ehefrau Malene Lund (1877–1979). Die älteste Grönländerin jemals ist aktuell Agnethe Fencker (1910–2013). Ältester grönländischer Mann ist Anthon Geisler (1919–2021) vor Jørgen Kleemann (1923–2023), Kasper Brandt (1924–2022), Christian Berthelsen (1916–2015) und Henriks und Malenes Sohn Adolf „Dolfe“ Lund (1912–2010). Jonathan Petersens Tochter Charlotte Petersen (1907–2008) erreichte ebenfalls ihren 100. Geburtstag.[28]
Auffällig ist zudem die geschlechtliche Ungleichverteilung: 52,6 % der Bevölkerung sind männlich. Dieser Wert nähert sich jedoch 50 % an und lag 1988 noch bei 54,5 %. Ursache hierfür sind wie bereits in den 1960er Jahren vor allem Ausländer, die zu zwei Dritteln männlich sind, wobei die Ungleichverteilung hier von 71 % im Jahr 1988 auf 63 % Männer im Jahr 2026 gesunken ist. Für die in Grönland geborene Bevölkerung ist das Ungleichgewicht deutlich geringer ausgeprägt und liegt relativ konstant bei 51 % Männern zu 49 % Frauen. 1901 hatte es noch einen großen Frauenüberschuss gegeben, da viele Männer damals bei der Jagd ums Leben kamen und verwitwete Frauen hinterließen.[9] Einher mit dem heutigen Männerüberschuss geht die Tatsache, dass zwischen 1993 und 2025 durchschnittlich 15 % mehr in Grönland geborene Frauen das Land verlassen haben als in Grönland geborene Männer.[29]
Regionale Verteilung

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die regionale Verteilung der Bevölkerung seit 1977. Angegeben ist für jeden grönländischen Distrikt der Anteil an urbaner und ruraler Bevölkerung.[31]
Mit Ausnahme des Distrikts Upernavik ist der Anteil an ruraler Bevölkerung mehr oder weniger stark gesunken. Im Gegenzug ist in neun Distrikten der Anteil an urbaner Bevölkerung gestiegen, während acht Distrikte auch in ihren Städten Einwohner verloren haben. Den größten Bevölkerungszuwachs verzeichnen Nuuk in Westgrönland und Tasiilaq in Ostgrönland, wo sich die Einwohnerzahl etwa verdoppelt hat. Den größten Bevölkerungsverlust unter den Städten hat Paamiut erlitten, wo knapp die Hälfte der Bevölkerung abgewandert ist. Neben rund 20 Dörfern, die seit 1977 aufgegeben worden sind, haben Kangerluk (−93,8 %), Qassimiut (−93,5 %), Ammassivik (−84,5 %), Arsuk (−79,6 %), Saarloq (−77,7 %), Alluitsup Paa (−76,6 %), Napasoq (−76,0 %), Isertoq (−75,5 %) und Narsarmijit (−75,2 %) mindestens drei Viertel ihrer Bevölkerung verloren. Nur wenige Dörfer konnten seither Einwohner dazugewinnen: Kullorsuaq (+ 109,7 %), Innaarsuit (+102,8 %), Ikerasaarsuk (+60,0 %), Naajaat (+51,7 %), Tasiusaq (+ 50,0 %), Qeqertaq (+ 34,7 %), Upernavik Kujalleq (+ 29,0 %), Nuussuaq (+18,9 %), Aappilattoq (+11,3 %), Atammik (+10,8 %) und Sermiligaaq (+1,3 %). Mit Ausnahme von Ikerasaarsuk, Qeqertaq, Atammik und Sermiligaaq liegen alle diese Dörfer im Distrikt Upernavik.[32] Die beiden Diagramme zeigen die Umverteilung der Bevölkerung im Laufe der Zeit: Während 1977 noch nur rund ein Sechstel der Bevölkerung in Nuuk lebten und rund die Hälfte in den heute sechs größten Städten des Landes, sind es 2026 mehr als ein Drittel, die in Nuuk leben und mehr als zwei Drittel in den sechs größten Städten, während der Anteil der Dorfbevölkerung zugleich von einem Viertel auf etwa ein Neuntel gesunken ist.[32]
Bevölkerungsverteilung 1977
Bevölkerungsverteilung 2026
| Distrikt | Raumordnung | 1977 | 1987 | 1997 | 2007 | 2017 | 2026 | Änderung (1977–2026) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Distrikt Qaanaaq | urban | 357 | 468 | 628 | 652 | 623 | 586 | +64,1 % |
| rural | 389 | 326 | 242 | 194 | 132 | 98 | −74,8 % | |
| Gesamt | 746 | 794 | 870 | 846 | 755 | 684 | −13,9 % | |
| Distrikt Upernavik | urban | 855 | 921 | 1115 | 1157 | 1055 | 1096 | +28,2 % |
| rural | 1238 | 1308 | 1696 | 1796 | 1693 | 1498 | +21,0 % | |
| Gesamt | 2093 | 2229 | 2811 | 2954 | 2748 | 2594 | +23,9 % | |
| Distrikt Uummannaq | urban | 1155 | 1295 | 1489 | 1328 | 1255 | 1379 | +19,4 % |
| rural | 1229 | 1131 | 1271 | 1122 | 981 | 781 | −36,5 % | |
| Gesamt | 2686 | 2583 | 2760 | 2450 | 2236 | 2160 | −19,6 % | |
| Distrikt Ilulissat | urban | 3572 | 4135 | 4168 | 4512 | 4555 | 5150 | +44,2 % |
| rural | 410 | 387 | 466 | 484 | 353 | 363 | −11,5 % | |
| Gesamt | 3982 | 4522 | 4634 | 4996 | 4908 | 5513 | +38,4 % | |
| Distrikt Qasigiannguit | urban | 1647 | 1670 | 1498 | 1220 | 1127 | 945 | −42,6 % |
| rural | 109 | 108 | 102 | 71 | 56 | 84 | −22,9 % | |
| Gesamt | 1756 | 1778 | 1600 | 1291 | 1183 | 1029 | −41,4 % | |
| Distrikt Qeqertarsuaq | urban | 1003 | 1008 | 1085 | 1013 | 853 | 802 | −20,0 % |
| rural | 64 | 68 | 64 | 42 | 23 | 4 | −93,8 % | |
| Gesamt | 1067 | 1076 | 1149 | 1055 | 876 | 806 | −24,5 % | |
| Distrikt Aasiaat | urban | 3347 | 3231 | 3112 | 2977 | 3112 | 2945 | −12,0 % |
| rural | 319 | 293 | 248 | 212 | 147 | 117 | −63,3 % | |
| Gesamt | 3666 | 3524 | 3360 | 3189 | 3259 | 3062 | −16,5 % | |
| Distrikt Kangaatsiaq | urban | 397 | 479 | 690 | 669 | 536 | 469 | +18,1 % |
| rural | 773 | 784 | 875 | 794 | 646 | 516 | −33,2 % | |
| Gesamt | 1191 | 1263 | 1565 | 1463 | 1182 | 985 | −17,3 % | |
| Distrikt Sisimiut | urban | 3740 | 4716 | 5116 | 5344 | 5414 | 5455 | +45,9 % |
| rural | 904 | 734 | 621 | 796 | 682 | 567 | −37,3 % | |
| Gesamt | 4644 | 5450 | 5737 | 6140 | 6096 | 6022 | +29,7 % | |
| Distrikt Maniitsoq | urban | 2937 | 3068 | 3011 | 2842 | 2561 | 2528 | −13,9 % |
| rural | 973 | 924 | 874 | 703 | 582 | 557 | −42,8 % | |
| Gesamt | 3910 | 3992 | 3885 | 3545 | 3143 | 3085 | −21,1 % | |
| Distrikt Nuuk | urban | 8545 | 11209 | 12909 | 14719 | 17600 | 20298 | +137,5 % |
| rural | 484 | 440 | 385 | 323 | 248 | 207 | −57,2 % | |
| Gesamt | 9032 | 11649 | 13300 | 15047 | 17851 | 20508 | +127,1 % | |
| Distrikt Paamiut | urban | 2275 | 2265 | 1972 | 1753 | 1447 | 1205 | −47,0 % |
| rural | 413 | 346 | 250 | 153 | 83 | 69 | −83,3 % | |
| Gesamt | 2688 | 2611 | 2222 | 1906 | 1530 | 1274 | −52,6 % | |
| Distrikt Qaqortoq | urban | 2671 | 3034 | 3103 | 3241 | 3084 | 3081 | +15,4 % |
| rural | 427 | 334 | 317 | 198 | 121 | 101 | −76,3 % | |
| Gesamt | 3153 | 3436 | 3475 | 3490 | 3251 | 3182 | +0,9 % | |
| Distrikt Narsaq | urban | 1894 | 1786 | 1709 | 1691 | 1397 | 1241 | −34,5 % |
| rural | 287 | 267 | 286 | 239 | 197 | 239 | −16,7 % | |
| Gesamt | 2285 | 2147 | 2081 | 2015 | 1659 | 1480 | −35,2 % | |
| Distrikt Nanortalik | urban | 1396 | 1408 | 1541 | 1450 | 1244 | 1088 | −22,1 % |
| rural | 1352 | 1151 | 1005 | 783 | 511 | 333 | −75,4 % | |
| Gesamt | 2861 | 2637 | 2590 | 2281 | 1782 | 1427 | −50,1 % | |
| Distrikt Ammassalik | urban | 1023 | 1469 | 1724 | 1895 | 2010 | 1811 | +77,0 % |
| rural | 1529 | 1348 | 1219 | 1174 | 901 | 721 | −52,8 % | |
| Gesamt | 2552 | 2817 | 2943 | 3069 | 2911 | 2532 | −0,8 % | |
| Distrikt Ittoqqortoormiit | urban | 397 | 471 | 481 | 525 | 375 | 328 | −17,4 % |
| rural | 137 | 78 | 41 | 4 | 5 | 0 | −100 % | |
| Gesamt | 562 | 558 | 529 | 530 | 383 | 329 | −41,5 % | |
| Gesamt | urban | 37253 | 42662 | 45352 | 46999 | 48248 | 50407 | +35,3 % |
| rural | 11037 | 10027 | 9962 | 9088 | 7361 | 6255 | −43,3 % | |
| Gesamt | 49717 | 53733 | 55971 | 56648 | 55860 | 56740 | +14,1 % |
Migration
Im- und Emigration
Ein durch die deutlich höhere Geburten- als Sterberate erwartbarer Bevölkerungszuwachs findet in Grönland nicht statt. Das Land hat eine tendenzielle Bevölkerungsverminderung. Diese ist auf die hohen Emigrationszahlen zurückzuführen. Jedes Jahr verliert Grönland rund 400 im Land geborene Personen, während der Nettozuzug von Ausländern sich meist leicht im positiven Bereich befindet. 54 % der Immigranten zogen 2025 nach Nuuk, während 51 % der Emigranten aus Nuuk wegzogen.[33]
Die hohen Emigrationszahlen sind auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. In Grönland existieren nicht sehr viele höhere Ausbildungsmöglichkeiten, sodass zahlreiche universitäre Studiengänge nur in Dänemark wahrgenommen werden können. Vor allem junge Grönländer verlassen deswegen das Land. Ein bedeutender Teil der in Dänemark ausgebildeten Personen kehrt jedoch anschließend nicht mehr nach Grönland zurück, sodass es zu einem Brain Drain kommt, der in einem Mangel an Akademikern und der Abhängigkeit von dänischen Akademikern führt.[34] Einige Personen ziehen zudem nach Dänemark, um ihren Kindern oder Partnern eine bessere Bildung zu ermöglichen. Familiäre Beziehungen sind auch sonst ein bedeutender Faktor, da vor allem grönländische Frauen das Land Richtung Dänemark verlassen, wenn ihre Partner dänische Arbeitsmigranten sind, die nach Dänemark zurückkehren. Zahlreiche Alte verlassen Grönland aufgrund des für Senioren ungeeigneten Klimas und der Infrastruktur sowie der im Vergleich zu Dänemark deutlich schlechteren medizinischen Versorgung. Dänemark bietet einen höheren Lebensstandard, vor allem auch dank geringerer Lebenshaltungskosten. Viele Grönländer, die nach Dänemark ziehen, kommen aus niederen sozialen Schichten und leiden unter Arbeitslosigkeit, Armut, Wohnraummangel, Alkoholabhängigkeit oder sind Opfer von Gewaltkriminalität und erhoffen sich ein besseres Leben in Dänemark, was in den meisten Fällen nicht erfüllt wird. Aufgrund der engen Beziehungen zwischen Grönland und Dänemark sind Migrationen jedoch seltener als dauerhafte Auswanderungen zu verstehen und zahlreiche Personen leben einige Jahre in Dänemark, bevor sie nach Grönland zurückkehren bzw. andersherum.[35]
Binnenmigration


Grönland besteht aus etwa 70 Siedlungen, welche in 18 Distrikte eingeteilt sind (einer davon ist mittlerweile verlassen), welche wiederum zu fünf Kommunen zusammengefasst werden. Dazu kommen zwei gemeindefreie Gebiete. Lediglich 12 Orte hatten am 1. Januar 2026 über Tausend Einwohner, 42 überschritten eine Bevölkerungszahl von Hundert Personen. Im Jahr 1977 verfügten 13 Orte über eine vierstellige Einwohnerzahl und 62 über eine mindestens dreistellige.[32]
Die grönländische Bevölkerung war traditionell halbnomadisch und war auch in der Kolonialzeit noch sehr mobil. Erst im frühen 20. Jahrhunderts wurde sie aufgrund der veränderten Wirtschaftsgrundlage sesshaft. 1901 gab es noch 196 bewohnte Siedlungen in Grönland und auch 1938 waren es noch 193.[38] Im Zuge der G50-Politik und der anschließenden G60-Politik ging diese Zahl stark zurück. Es war ein politisches Ziel, kleine wirtschaftlich nicht rentable Siedlungen zu entvölkern anstatt in ihre Infrastruktur zu investieren. 1977 waren noch etwa 90 Siedlungen bewohnt, während es heute nur noch rund 70 sind.[39] Mit der Einführung der Hjemmestyre im Jahr 1979 endete die Zentralisierungspolitik offiziell. Aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen resultierte die Politik ab den späten 1980er Jahren jedoch weiterhin in einer fortschreitenden Urbanisierung zugunsten der größten Städte des Landes. Dazu gehören die Zentralisierung von Arbeitsplätzen der Fischereiindustrie, die Abschaffung des Einheitspreissystems, wodurch die Lebenshaltungskosten in den Dörfern steigen, sowie die Verwaltungsreform von 2009, durch die administrative Arbeitsplätze in den kleineren Städten verschwanden. Dadurch verbleiben in den Dörfern und kleineren Städten nur wenige Arbeitsplätze, meist in der Schule, im Kindergarten, Altenheim, Laden oder in der Ver- und Entsorgung. Dazu kommt, dass Jagd und Fischerei wegen der Industrialisierung weniger rentabel bzw. die Ressourcen für die große Anzahl an Bewohnern zu knapp sind, sodass sich dieser frühere Haupterwerb ebenfalls im Niedergang befindet. Darüber hinaus ist Pendeln aufgrund der großen Abstände nicht möglich, sodass viele Dorfbewohner in der Arbeitslosigkeit enden. Da jedoch auch in den Städten keine Arbeitsplätze für die Dorfbevölkerung vorhanden sind, schloss der Raumplanungsexperte Kåre Hendriksen 2014, dass es keine politische Grundlage für eine gewünschte Urbanisierung gibt, es aber an politischen Maßnahmen zugunsten der Entwicklung peripherer Siedlungen fehlt.[40]
Migrationstendenzen erfolgen üblicherweise von den Dörfern in die Städte, von dort nach Nuuk und von dort nach Dänemark. Dies zeigt sich auch darin, dass lediglich der Distrikt Nuuk dauerhaft eine positive Binnennettomigrationszahl aufweist.[41]
Nationalitäten
Da Grönländer ebenfalls die dänische Staatsbürgerschaft besitzen, werden Dänen statistisch nicht als Ausländer aufgefasst. 2026 hatten rund 95,0 % der Bevölkerung die dänische Staatsbürgerschaft. Eine Studie von 2018/19 hat ergeben, dass sich 98 % der in Grönland geborenen Menschen als Grönländer identifizieren sowie 38 % der außerhalb Grönlands geborenen, da viele Grönländer in Dänemark geboren werden. Daraus ließ sich schließen, dass 51.300 Personen in Grönland zu diesem Zeitpunkt Grönländer waren, während die übrigen 3.600 der rund 54.900 dänischen Staatsbürger zu diesem Zeitpunkt Dänen waren. 2026 war die Zahl der in Grönland geborenen auf rund 49.700 gefallen und die der dänischen Staatsbürger auf rund 53.900, während die Zahl an Ausländern von 1.000 auf 2.800 gestiegen war. Daraus lässt sich bei selber Methodik ableiten, dass – unter Einbeziehung der gestiegenen Ausländerzahl – 50.650 Personen in Grönland Grönländer sind und 3.250 Dänen. Dadurch sind im Jahr 2026 89,3 % der Bevölkerung Grönländer, 5,7 % Dänen und die 5,0 % ohne dänische Staatsbürgerschaft, davon 3,3 % Philippiner, Thailänder und Sri-Lankaer, die somit über zwei Drittel der Ausländer in Grönland ausmachen.[42][43] Die meisten der Ausländer leben in Nuuk, wo sie 7,8 % der Bevölkerung ausmachen, darunter 3,8 % Philippiner und 1,3 % Thailänder.[44] Der Anteil der Bevölkerung, der außerhalb Grönlands geboren wurde, war lange rückläufig, steigt seit etwa 2018 aber wieder an, was vor allem dem Zuzug durch die asiatischen Arbeitsmigranten geschuldet ist. 2026 lag der Anteil bei 12,4 %.[45]
Die folgende Tabelle enthält alle Staatsbürgerschaften, die in den untersuchten Jahren mindestens einmal zehn Vertreter hatten.
| Staatsbürgerschaft | 1977 | 1987 | 1997 | 2007 | 2017 | 2026 | Anteil 2026 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 49357 | 53262 | 55571 | 56146 | 54844 | 53911 | 95,01 % | |
| 0 | 0 | 8 | 14 | 202 | 1341 | 2,36 % | |
| 1 | 1 | 25 | 75 | 161 | 428 | 0,75 % | |
| 0 | 0 | 0 | 4 | 1 | 132 | 0,23 % | |
| 13 | 40 | 73 | 50 | 162 | 117 | 0,21 % | |
| 102 | 176 | 84 | 76 | 95 | 88 | 0,16 % | |
| 0 | 1 | 2 | 22 | 41 | 80 | 0,14 % | |
| 0 | 0 | 0 | 8 | 10 | 65 | 0,11 % | |
| 141 | 109 | 80 | 55 | 66 | 61 | 0,11 % | |
| 14 | 21 | 15 | 42 | 47 | 53 | 0,09 % | |
| 12 | 31 | 19 | 19 | 36 | 42 | 0,07 % | |
| 9 | 10 | 12 | 14 | 13 | 27 | 0,05 % | |
| 0 | 33 | 18 | 14 | 14 | 23 | 0,04 % | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 23 | 0,04 % | |
| 5 | 0 | 4 | 1 | 6 | 19 | 0,03 % | |
| 1 | 1 | 4 | 5 | 7 | 17 | 0,03 % | |
| 0 | 1 | 1 | 0 | 0 | 17 | 0,03 % | |
| 7 | 7 | 7 | 11 | 14 | 16 | 0,03 % | |
| 0 | 0 | 2 | 5 | 6 | 16 | 0,03 % | |
| 8 | 12 | 8 | 7 | 20 | 15 | 0,03 % | |
| 0 | 0 | 0 | 3 | 5 | 13 | 0,02 % | |
| 0 | 0 | 1 | 8 | 13 | 12 | 0,02 % | |
| 1 | 3 | 3 | 7 | 1 | 12 | 0,02 % | |
| 0 | 0 | 1 | 5 | 14 | 9 | 0,01 % | |
| Übriges Europa | 11 | 7 | 16 | 19 | 31 | 32 | 0,06 % |
| Übriges Amerika | 0 | 3 | 7 | 7 | 15 | 59 | 0,10 % |
| Übriges Asien | 3 | 8 | 6 | 22 | 16 | 66 | 0,12 % |
| Australien und Ozeanien | 0 | 1 | 1 | 3 | 3 | 2 | 0,00 % |
| Afrika | 0 | 1 | 2 | 2 | 14 | 36 | 0,06 % |
| Unbekannt | 32 | 5 | 1 | 3 | 3 | 6 | 0,01 % |
Prognosen
In der neuesten Prognose von 2025 geht man davon aus, dass die Bevölkerungszahl bis 2050 auf 46.062 Einwohner sinken wird. Einen großen Einfluss wird hier die wachsende Sterberate haben, wenn die Jahrgänge des Babybooms der 1960er Jahre ihr Lebensende erreichen. Diese führt jedoch vorher noch zu einer Senkung des Anteils der Personen im erwerbsfähigen Alter auf etwa 63 % Mitte der 2030er Jahre. Im Vergleich dazu wird für Deutschland 2040 ein Wert von circa 55 % erwartet. Es wird zudem davon ausgegangen, dass der Ausländeranteil bis 2050 auf etwa 15 % steigen wird.
Weblinks
Commons: Demografie Grönlands – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien