Der Astronaut – Project Hail Mary

Film von Phil Lord und Christopher Miller (2026) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Astronaut – Project Hail Mary (Originaltitel Project Hail Mary) ist ein Science-Fiction-Abenteuer von Phil Lord und Chris Miller. Der Film mit Ryan Gosling als Astronaut auf einer interstellaren Mission, Sandra Hüller als Leiterin des titelgebenden Projekts und James Ortiz als Stimme und Puppenspieler eines Alien in den Hauptrollen basiert auf dem gleichnamigen Roman von Andy Weir und erzählt die Geschichte eines eigentlich als einfacher Lehrer tätigen Molekularbiologen, der ohne Erinnerung Lichtjahre von der Erde entfernt auf einem Raumschiff erwacht und entsandt wurde, um die Auslöschung der Sonne zu verhindern. Der Astronaut kam im März 2026 in die US-amerikanischen und deutschen Kinos.

TitelDer Astronaut – Project Hail Mary
OriginaltitelProject Hail Mary
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Der Astronaut – Project Hail Mary
Originaltitel Project Hail Mary
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 157 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Phil Lord, Chris Miller
Drehbuch Drew Goddard
Produktion Phil Lord, Chris Miller, Ryan Gosling, Andy Weir, Rachel O’Connor, Amy Pascal, Aditya Sood
Musik Daniel Pemberton
Kamera Greig Fraser
Schnitt Joel Negron
Besetzung
Synchronisation
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Handlung

Der Mittelschullehrer und Molekularbiologe Ryland Grace erwacht ohne Erinnerung nach mehreren Jahren auf einem Raumschiff aus dem künstlichen Koma, Lichtjahre von der Erde entfernt im Tau-Ceti-System. Er ist das einzige verbliebene Besatzungsmitglied, die anderen beiden starben während des Tiefschlafes. Wie ihm erst nach und nach wieder bewusst wird, ist er an Bord der Hail Mary, um eine Methode zur Bekämpfung von „Astrophagen“ zu finden. Diese außerirdischen Mikroorganismen, welche der Hitze der Sonne widerstehen, bilden eine Infrarotlinie zwischen Sonne und Venus, den sogenannten Petrowa-Strahl. Da die Mikroorganismen sich vermehren, verdunkeln sie die Sonne im Lauf der Zeit, was innerhalb von 30 Jahren zu einer katastrophalen globalen Abkühlung der Erde zu führen droht. Auch andere Sterne erleiden dieses Schicksal, bis auf den Stern Tau Ceti, der den Astrophagen zu widerstehen scheint.

Die ESA-Mitarbeiterin Eva Stratt hat Grace für die Rettungsaktion mit der Bezeichnung „Project Hail Mary“ ausgewählt, weil er in einer vor Jahren verfassten molekularbiologischen Arbeit entgegen dem wissenschaftlichen Mainstream eine These vertrat, die in der aktuellen Lage helfen könnte, dass nämlich Leben nicht notwendig auf dem Vorhandensein von Wasser basieren müsse. Noch auf der Erde wird Grace in das Projekt zunächst als beratender Molekularbiologe einbezogen, der die Astronauten auf ihre Aufgabe vorbereitet. Er findet heraus, dass die Astrophagen für ihre Vermehrung Kohlendioxid benötigen und deshalb zur Venus wandern. Als bei einem Unfall mit dem aus Astrophagen bestehenden, energiereichen Treibstoff der als Bordwissenschaftler eingeplante Astronaut stirbt, soll Grace dessen Platz einnehmen, wohl wissend, dass der Treibstoff nicht zum Rückflug zur Erde ausreicht. Die Ergebnisse der Mission sollen mit vier Sonden zurück zur Erde geschafft werden. Aus Angst vor dem Tod und dem Versagen weigert sich Grace. Daher wird er gezwungen, indem Stratt ihn gegen seinen Willen in Tiefschlaf versetzen und auf das Raumschiff bringen lässt.

Als sein Raumschiff nach Jahren Flugzeit beim Zielsystem ankommt, entdeckt Grace beim dortigen Petrowa-Strahl, der von der „resistenten“ Sonne zu einem Planeten führt, ein außerirdisches Raumschiff. Grace nimmt Kontakt mit dessen einzigem überlebenden Besatzungsmitglied auf, einer fünfbeinigen, felsartigen Lebensform, der er den Namen „Rocky“ gibt. Nachdem Grace und Rocky gelernt haben, miteinander zu kommunizieren, erfährt Grace, dass auch Rockys Planet – von Grace „Eridia“ genannt – von den Astrophagen bedroht ist. Auch Rocky soll herausfinden, warum sich das Licht dieser Sonne nicht verdunkelt, und auch die übrige Besatzung seines Schiffes verstarb. Rocky und Grace beschließen, zusammen eine Lösung des Problems zu finden, wofür Rocky dauerhaft in einem Schutzanzug auf Grace’ Schiff kommt. Als Rocky erfährt, dass Grace nicht zur Erde zurückkehren kann, nennt er ihn „mutig“, was Grace mit gemischten Gefühlen aufnimmt, da er weiß, wie er auf das Schiff gekommen ist. Rocky, dessen Schiff mehr als genug Treibstoff an Bord hat, bietet ihm an, ihm nach der Mission etwas abzugeben, um zurückkehren zu können, was Grace unter Tränen annimmt.

Bei der Untersuchung der Astrophagen im lokalen Petrowa-Strahl stellt Grace überrascht fest, dass diese sich zwar vermehren, aber ihre Anzahl sich gleichwohl nicht vergrößert, weshalb sich diese Sonne nicht verdunkelt. Er vermutet, dass etwas in der Atmosphäre des Planeten die Astrophagenpopulation begrenzt. Als die beiden in einer waghalsigen Aktion Proben der Atmosphäre entnehmen, verunglückt das Schiff beinahe. Grace wird ohnmächtig, worauf Rocky seinen ihn schützenden Anzug verlässt, um Grace zu retten und das Raumschiff in Sicherheit zu bringen. Dabei verletzt er sich selbst schwer. Erst nach mehreren Tagen erholt sich Rocky, während der ebenfalls gesundete Grace hoffnungsvoll über ihn wacht und die Proben untersucht. Es stellt sich heraus, dass es in der Atmosphäre des Planeten Mikroorganismen – von Grace „Taumöben“ genannt – gibt, die sich von den Astrophagen ernähren und so deren Ausbreitung verhindern. Wie sich allerdings zeigt, werden Taumöben von Stickstoff getötet, wodurch sie weder auf der Venus noch auf dem entsprechenden Planeten in Rockys Heimatsystem ausgesetzt werden können. Es gelingt Grace jedoch, stickstoffresistente Taumöben zu züchten. Grace und Rocky wissen nun, dass sie die Rettung ihrer Planeten in der Hand halten.

Rocky gibt Grace den benötigten Treibstoff, damit dieser zur Erde zurückkehren kann. Nachdem Grace Rockys Raumschiff besichtigt hat, trennen sich die beiden Freunde, um mit ihren jeweiligen Raumschiffen und den Taumöben zu ihren Planeten zurückzukehren. Nach einigen Tagen Rückflug stellt Grace fest, dass die Taumöben als Nebeneffekt ihrer Zucht die Fähigkeit entwickelt haben, die von Rockys Raumschiff stammenden „Xenonit“-Behälter (festes Xenon) zu durchdringen und den Astrophagen-Treibstoff seines Raumschiffes zu verzehren. Grace behebt das Problem auf seinem Schiff, weiß aber, dass Rockys gesamtes Schiff aus Xenonit besteht, weshalb Rocky und dessen Planet zum Sterben verurteilt sind, wenn er nichts unternimmt. Er schickt seine Proben der Taumöben und seine Aufzeichnungen mit den Sonden zurück zur Erde und macht sich auf den Weg zu Rockys Raumschiff. Es gelingt ihm, Rocky zu erreichen und mit ihm an Bord der Hail Mary zu dessen Heimatwelt zu fliegen.

Während man auf der Erde die Sonden mit den Taumöben empfangen hat und Maßnahmen einleitet, erzeugen die Eridianer für Grace einen erdähnlichen Lebensbereich. Als Rocky ihm bei einem Besuch mitteilt, dass sein Raumschiff nun zur Erde zurückfliegen könnte, zögert er. Hier findet er, wie zuvor auf der Erde, eine neue Aufgabe als Lehrer und unterrichtet junge Eridianer.

Literarische Vorlage

Der Film basiert auf dem Roman Der Astronaut von Andy Weir, der im Frühjahr 2021 unter dem Titel Project Hail Mary erschien.[3] Er ist nach Der Marsianer und Artemis der dritte Science-Fiction-Roman des US-amerikanischen Schriftstellers. Project Hail Mary stand insgesamt neun Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.[4]

Andy Weir, Autor von Der Astronaut

Corinna Götz bemerkt in ihrer Filmkritik zu Weirs Arbeit, der Autor mache Astrophysik mainstreamtauglich, reize mathematische Konzepte bis hart an die Grenze der Glaubwürdigkeit aus, verknüpfe sie leserfreundlich, publikumsaffin, unterhaltsam mit Popkultur. Weir selbst sieht in seinen Werken keine tiefere Botschaft, sie seien höchstens ein Appell, den eigenen Verstand zu nutzen, um die gravierenden Probleme unserer Zeit zu lösen.[5]

Project Hail Mary, der Originaltitel des Romans, bezieht sich auf den Begriff „Hail Mary“ aus dem American Football, der einen risikobehafteten Spielzug mit geringer Erfolgswahrscheinlichkeit in der Schlussphase des Spiels bezeichnet, durch den das unterlegene Team einen Versuch unternimmt, das Spiel noch zu wenden. Bei einer solchen Verzweiflungstat setzt das Team alles auf eine Karte und hofft vor allem auf Glück.[6] Der Begriff verweist sinnbildlich auf die zentrale Handlung des Romans: eine verzweifelte Mission zur Rettung der Menschheit.[7] Das „Hail Mary“, also „Gegrüßet seist du, Maria“ aus dem katholischen Gebet Ave Maria, in Kombination mit dem Nachnamen des Protagonisten, Grace, englisch für „Gnade“, schließt den Kreis, da es in dem Gebet komplett heißt „Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade“.[6]

Produktion

Filmstab

Im Jahr 2020 sicherte sich Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) die Rechte für die Verfilmung des Romans, mehr als ein Jahr vor dem offiziellen Erscheinungstermin des Buches.[8] Im März 2020 berichtete Deadline, dass MGM einen siebenstelligen Betrag für die Rechte gezahlt habe.[4] Das auf Weirs Roman basierende Drehbuch schrieb Drew Goddard.[9] Er adaptierte bereits für Ridley Scotts Der Marsianer – Rettet Mark Watney Weirs Roman Der Marsianer.

Regie führten Phil Lord und Chris Miller.[10] Lord und Miller inszenierten in der Vergangenheit gemeinsam die animierte Science-Fiction-Sitcom Clone High und Filme wie The LEGO Movie oder Spider-Man: A New Universe. Im März 2026 erklärten Lord und Miller, sie seien neben einer Verfilmung von Der Astronaut auch offen für eine Adaption von Weirs Roman Artemis und dass das Drehbuch hierfür bereits fertig sei. Bereits seit 2017 sind sie mit der Umsetzung ihres Filmprojekts beschäftigt, das sich in der Entwicklungsphase befindet.[11]

Der Astronaut ist das erste Spielfilmprojekt von Lord und Miller seit ihrem Ausstieg bei Solo: A Star Wars Story im Jahr 2017.[12] Mit Filmeditor Joel Negron arbeiteten sie bereits für 21 Jump Street zusammen.

Besetzung und Stunts

Sandra Hüller spielt die Leiterin des Projekts Hail Mary Eva Stratt

Ryan Gosling spielt in der Hauptrolle den Astronauten Ryland Grace. Er hatte bereits in Aufbruch zum Mond die Rolle des Astronauten Neil Armstrong übernommen. Das Besondere an seinem Charakter ist für Gosling, dass es sich bei Ryland nicht um einen erfahrenen Raumfahrer handelt, sondern einfach nur um einen Lehrer. Das sei eine spannende Perspektive.[13] Die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller ist in der Rolle von Rylands Vorgesetzter Eva Stratt zu sehen. James Ortiz, vor allem als Puppenspieler und Bühnenschauspieler bekannt, spricht und spielt den steinernen, spinnenartigen Außerirdischen, den Ryland Grace „Rocky“ nennt.[14][15] Lionel Boyce spielt Officer Carl, der auf Grace während der Vorbereitung auf die Mission auf der Erde aufpasst. Milana Vayntrub und Ken Leung sind in den Rollen seiner russischen Missionskollegin Olesya Ilyukhina und seines chinesischen Missionskollegen Yáo Li-Jie zu sehen, die die Reise zum Tau-Ceti-System im künstlichen Koma nicht überleben.[5] Die britische Schauspielerin Priya Kansara leiht Mary von der Hail Mary ihre Stimme.[14] Die australische Stand-Up-Comedian und Schauspielerin Liz Kingsman spielt Annie Shapiro. Weiter auf der Besetzungsliste finden sich James Wright und Bastian Antonio Fuentes.[10] Das Casting übernahmen Nicole Abellera und Jeanne McCarthy.

Als Goslings Stuntdoubles sind im Film Adam Bowman und Ben Jenkin zu sehen. Jenkin doubelte den Schauspieler bereits in The Fall Guy.

Synchronisation

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch und der Dialogregie von Axel Malzacher im Auftrag der Iyuno Germany GmbH in Berlin.[16]

Lionel Boyce spielt Officer Carl
Weitere Informationen Darsteller, Synchronsprecher ...
DarstellerSynchronsprecherRolle
Ryan Gosling Tommy Morgenstern Ryland Grace
Sandra Hüller Sandra Hüller Eva Stratt
Lionel Boyce Jan-Marten Block Carl
Milana Vayntrub Mascha Raykhman Olesya Ilyukhina
Maya Eva Hosein Ellis Drews Rekha
Malachi Kirby Orlando Gzuk DuBois
James Ortiz Tim Knauer 'Rocky'
Meryl Streep Dagmar Dempe 'Rejected Rocky Voice'
Priya Kansara Jodie Blank 'Mary'
Aaron Neil Sven Brieger Narender
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Dreharbeiten und Szenenbild

Die Dreharbeiten begannen Anfang Juni 2024 in London.[9] Während der Dreharbeiten traf sich Gosling mit Kjell Lindgren, selbst ehemaliger Raumfahrer und Deputy Director of the Flight Operations Directorate des Jet Propulsion Laboratory, der ihm Einblicke in die bemannte Raumfahrt und das Leben als Astronaut gab.[17] Der australische Kameramann Greig Fraser ist vor allem für seine Arbeit an den Filmen Dune und Dune: Part Two bekannt. Gedreht wurde auf Arri-Alexa-65-Kameras (6K bzw. 20 Megapixel, Bildseitenverhältnis 2,1:1[18]), davon jedoch nur ein schmalerer Bereich mit dem Seitenverhältnis 1,43:1 genutzt, das für IMAX-Vorführungen benötigt wird. Für reguläre Kinovorführungen wurde das übliche Seitenverhältnis von 2,39:1 durch Beschneiden der oberen und unteren Bildränder des IMAX-Bildes erzeugt (rechnerisch bleibt dabei noch etwas mehr als 4K-Auflösung). In der Nachbearbeitung wurde das gesamte Bildmaterial auf Filmmaterial übertragen und anschließend wieder digitalisiert, um einen typischen „Film-Look“ („warmth“) zu erhalten.[19] Gegenüber comicbook.com erklärte Regisseur Christopher Miller: „Das Besondere an dem Film ist, dass er komplett ohne Greenscreen auskommt. Weder Greenscreen noch Bluescreen wurden verwendet.“ Für die Aufnahmen wurden klassische Sets gebaut.[20]

Das Szenenbild gestaltete der für Doctor Strange BAFTA-nominierte und für Geppetto, der Spielzeugmacher Emmy-nominierte Charles Wood. Bekannt ist er auch für seine Arbeit an den MCU-Filmen Guardians of the Galaxy und Avengers: Endgame.

Sounddesign und Filmmusik

Filmkomponist Daniel Pemberton

Das Sounddesign verantworteten der zweifache Oscar-Preisträger Ethan Van der Ryn und der vierfach für den Oscar nominierte Erik Aadahl, die zuletzt gemeinsam für die Filme Good Luck, Have Fun, Don’t Die, Die Trottels und Scream 7 tätig waren. Corinna Götz beschreibt die von ihnen für Rocky kreierte und für Grace und die Zuschauer übersetzte Sprache als eine Mischung aus Walgesang, Kirchenorgel und R2D2. Das Wesen nimmt seine Umgebung durch Echolot wahr und kommuniziert durch eine Art Musik.[5]

Die Filmmusik komponierte der Brite Daniel Pemberton, zu dessen letzten Arbeiten Ferrari, Eddington, Deep Cover und Was ist Liebe wert – Materialists gehören. Pemberton ist auch für den von Lord und Miller produzierten Film Spider-Man: Beyond the Spider-Verse tätig.[21] Das Soundtrack-Album mit insgesamt 38 Musikstücken wurde am 20. März 2026 von Milan Records als Download veröffentlicht. Ebenso soll es auf Doppel-CD und auf zwei Vinyl erscheinen.[22] Am 27. März 2026 wurde ein zweites Album veröffentlicht, auf dem sich neun im Film verwendete Songs befinden, darunter Wind of Change von den Scorpions, Sunday Morning Coming Down von Kris Kristofferson und Rainbows von Dennis Wilson.[23]

Marketing und Veröffentlichung

Der erste Trailer wurde Ende Juni 2025 vorgestellt, ein weiterer Mitte November 2025.[24][25] Ein weiterer, etwas längerer Trailer wurde Anfang Februar 2026 zum Super Bowl LX vorgestellt.[15] Die Weltpremiere fand am 9. März 2026 in London statt.[26] Der Film startete am 19. März 2026 in den deutschen und Deutschschweizer Kinos.[10][27][28] Am darauffolgenden Tag kam er unter dem Titel Project Hail Mary in die nordamerikanischen Kinos und startete auch im Vereinigten Königreich.[24] Der Film soll auch in IMAX-Kinos gezeigt werden.[29]

Rezeption

Aufnahme des Trailers und erste Reaktionen

Der Debüt-Trailer zu Project Hail Mary verzeichnete in der ersten Woche weltweit rund 400 Millionen Aufrufe. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts WaveMetrix handelt es sich dabei um die höchste jemals innerhalb einer Woche erreichte Aufrufzahl für den Trailer eines Originalfilms, also weder einer Fortsetzung noch einer Neuverfilmung. Zudem stellt der Clip den bislang erfolgreichsten Trailer-Start in der Geschichte von Amazon und MGM dar.[30]

Die Regisseure Chris Miller und Phil Lord

Nach Veröffentlichung des Trailers äußerte sich Andy Weir, Autor der Romanvorlage und Mitproduzent des Films, überwiegend positiv. Er lobte, dass der Trailer viele Fragen aufwerfe und Neugier wecke, und fand die Auswahl des Songs Sign of the Times von Harry Styles passend. Kritisch merkte er an, dass aus seiner Sicht etwas zu viel vom Alien-Charakter „Rocky“ gezeigt werde. Weir war während der gesamten Dreharbeiten am Set und in kreative Entscheidungen eingebunden. Besonders angetan zeigte er sich vom Design des außerirdischen Schiffs, das er als „wunderschön“ bezeichnete. Das Design der Hail Mary – für den Film räumlich vergrößert –, der gezielte Farbeinsatz der Regisseure Lord und Miller sowie die Kameraarbeit von Greig Fraser hinterließen bei ihm ebenfalls einen positiven Eindruck. Das Schauspiel von Ryan Gosling als Ryland Grace lobte Weir ausdrücklich, insbesondere dessen Gespür für Komik und Timing sowie dessen Engagement bei der Rollenentwicklung. Insgesamt zeigte er sich sehr zufrieden mit den ihm bekannten Schnittfassungen des Films.[31]

Auch die Reaktionen nach einem ersten Friends-&-Family-Screening fielen positiv aus. So erklärte der Schauspieler Josh Gad, den Machern sei die perfekte Adaption eines Buches gelungen, das er für nicht verfilmbar gehalten habe. Auch Regisseur Edgar Wright hatte nur positive Worte für den Film übrig und schrieb, er sei ein überwältigendes und sehr menschliches Epos, das Drehbuch sei exzellent, Kameramann Greig Frasers Arbeit großartig, Ryan Gosling unendlich charmant und Sandra Hüller so gut wie in Toni Erdmann.[32]

Altersfreigabe und Filmgenres

In den USA wurde der Film als PG-13 eingestuft.[33] In Deutschland wurde der Film von der FSK ab 12 Jahren freigegeben. In der Begründung heißt es, die Geschichte sei trotz der Bedrohung durch den Weltuntergang in überwiegend positiver Grundstimmung und ruhig erzählt und betone die Themen Freundschaft und Solidarität. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren könnten bereits die Handlung verstehen, einzelne dramatische Situationen und wirkmächtig inszenierte Actionszenen in den Kontext einordnen und sich ausreichend distanzieren. Die sympathische und starke Hauptfigur sowie die zuversichtliche Haltung des Films würden dieser Altersgruppe zudem ausreichend Halt bieten.[34]

Filmkritikerin Antje Wessels erklärt, selbst wenn es im Film um das Schicksal eines ganzen Planeten geht, würden Spannung und Komik gleichermaßen aus der Freude am Tüfteln, Experimentieren und Entdecken entstehen. Zudem nehme der Film im Laufe der Mission die Form einer Buddy-Komödie an, weil sich zwischen Grace und der merkwürdigen, steinartigen Lebensform nach der vorsichtigen Annäherung eine ebenso kuriose wie herzerwärmende Partnerschaft entwickele. Erinnerungen an die Freundschaft zwischen Chuck und Wilson in Cast Away – Verschollen würden wach.[35]

Kritiken

Von den bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken sind 95 Prozent positiv. Im Konsens heißt es dort, Der Astronaut – Project Hail Mary sei eine visuell atemberaubende Weltraumodyssee, die mühelos von der Anziehungskraft Ryan Goslings in Höchstform getragen wird und eine beinahe wundersame Verschmelzung von Intelligenz und Herz darstellt.[36] Bei Metacritic erhielt der Film einen Metascore von 77 von 100 möglichen Punkten.[37]

Ryan Gosling spielt Ryland Grace, den titelgebenden Astronauten

Peter Bradshaw schreibt in seiner Kritik im Guardian, der ungemein charmante Schauspieler Ryan Gosling sorge dafür, dass man den Film durchaus anschauen kann, obwohl er selbst Momente der Langeweile und eine gewisse naive Albernheit aufweise, was angesichts der Komödien-Erfolge der Regisseure Phil Lord und Chris Miller vielleicht nicht verwunderlich sei. Die letzte Einstellung vor dem Abspann wirke aber wie eine Kindersendung. Erfreulicherweise ziele der Film nicht auf die staunende Ehrfurcht und Begeisterung ab, die etwa Christopher Nolans Interstellar oder Jon SpaihtsPassengers hervorrufen, sondern bediene sich der klassischen Science-Fiction-Raumschiff-Klischees.[38]

Robert Kojder bemerkt in seiner Kritik für Flickering Myth zum Filmschnitt, es sei eine kluge kreative Entscheidung gewesen, zwischen verschiedenen Zeitpunkten hin und her zu springen. Diese ermögliche es, zu zeigen, dass selbst ein scheinbar durchschnittlicher Mensch wie Grace das Zeug dazu hat, nicht nur etwas zu bewirken, sondern auch Mut zu beweisen, von dem er nicht überzeugt war, dass er ihn besitzt. Auch Aspekte von Grace und seiner Persönlichkeit würden nachvollziehbarer. Besonders die Verbundenheit von Grace und Rocky, angefangen von der Entwicklung einer Kommunikationsmethode bis hin zum gemeinsamen Anschauen der Rocky-Filmreihe, sei liebenswert und berührend und verleihe dem Film neben seinem spektakulären audiovisuellen Anspruch auch Herz und Seele. In einer Zeit voller Gespaltenheit in der realen Welt sei Der Astronaut auch ein Film über zwei Spezies, die ihre kollektive Intelligenz für ein gemeinsames Ziel einsetzen und sich gegenseitig immer wieder zu Hilfe eilen. Vor allem aber erzähle der Film eine kraftvolle Geschichte über den Mut und die Tapferkeit, die eine tiefe Freundschaft in jedem von uns wecken kann, selbst in den schwierigsten und riskantesten Zeiten.[39]

Drehbuchautor Drew Goddard

Corinna Götz (The Spot) schreibt in Kritik, diese Verbindung lasse aus der Hard-Science-Fiction-Vorlage gar eine Buddy-Comedy im All werden und eine herzergreifende Bromance zwischen einem einsamen Außerirdischen und dem einzigen Überlebenden eines Himmelfahrtskommandos zur Rettung der Zivilisation, die gemeinsam versuchen, das Universum zu reparieren, um ihre Welten vor dem endgültigen Untergang zu bewahren. Die Regisseure seien womöglich die Einzigen, die eine Story, die vorwiegend von wissenschaftlichen Experimenten handelt, als Rock-’n’-Roll-Space-Trip für die ganze Familie erzählen können. Auch habe der Film etwas von dem lakonischen Witz von Der Marsianer, von der Unschuld von E.T. – Der Außerirdische, von der Problematik von Arrival und von der Philosophie von Interstellar. Die Rolle des Ryland Grace in Drew Goddards Drehbuch passe Ryan Gosling, der mit Leidenschaft vor der Kamera an der Dekonstruktion seiner Coolness arbeite, so angegossen wie die witzigen Geek-T-Shirts, die er dabei trägt. Seine Figur sei ein Average Nice Guy, ein großes Kind, das nicht erwachsen werden will. Auf unprätentiöse Art, manchmal allein mit einem leichten Augenzucken, bringe der Schauspieler die Zweifel an den eigenen Fähigkeiten zum Ausdruck.[5]

Karsten Munt beim Filmdienst schreibt: „Ein Science-Fiction-Film über die drohende Apokalypse, der weniger deren Verlauf ausbreitet, als dass er optimistisch um unkonventionelle Lösungsansätze kreist. So steht statt Weltuntergangspathos die Mensch-Alien-Freundschaft im Zentrum, die originell mit spielerischen Mitteln inszeniert ist.“[40]

Einspielergebnis

Vor dem offiziellen Kinostart spielte der Film in den USA im Rahmen von Previews elf Millionen US-Dollar ein.[41][42] Am Eröffnungswochenende in den USA lagen die Einnahmen bei 80,6 Millionen US-Dollar. Damit war Project Hail Mary der beste Kinostart des Jahres.[43] In Deutschland und Österreich hielt sich der Film mehrere Wochen auf Platz 1 der Kinocharts.[44][45][46] In Deutschland verzeichnet der Film 1.352.956 Kinobesucher und befindet sich damit auf Platz 9 der Jahrescharts.[47] Die weltweiten Einnahmen aus Kinovorführungen belaufen sich auf 613,1 Millionen US-Dollar.[48] Damit ist Der Astronaut der erfolgreichste Film aller Zeiten für Amazon MGM geworden.[49]

Auszeichnungen

Guild of Music Supervisors Awards 2026

  • Nominierung in der Kategorie „Music Supervision for a Trailer (Film)“ (Vanessa Jorge Perry und Tyler Torrison)[50]

Literatur

Einzelnachweise

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