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Der schwarze Löwe

Film von Wolfgang Murnberger (2008) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der schwarze Löwe ist eine österreichische Tragikomödie aus dem Jahr 2008 von Regisseur Wolfgang Murnberger nach einem Drehbuch von Uli Brée und Rupert Henning mit Wolfgang Böck.[1]

TitelDer schwarze Löwe
ProduktionslandÖsterreich
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2008
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Der schwarze Löwe
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2008
Länge 90 Minuten
Produktions­unternehmen Dor Film
Stab
Regie Wolfgang Murnberger
Drehbuch
Produktion
Musik Stefan Bernheimer
Kamera Michi Riebl
Schnitt Evi Romen
Besetzung
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Handlung

Der Fußballverein SV Heidfeld kämpft gegen den Abstieg. Nach einer 2:10-Niederlage sollen auf Vorschlag von Sponsor Wurnitsch und Klubpräsident Havlicek daher Spieler aus Afrika engagiert werden. Der arbeitslose Trainer Fred Gasser, dessen Sohn Tino in der Kampfmannschaft gespielt hat, aber wegen des Studiums aufhört, ist gegen den Vorschlag. Fred überlegt zunächst, seine Tätigkeit als Trainer zu beenden.

Bald darauf präsentieren Wurnitsch und Havlicek die Asylwerber Lionel Akinola, Sam Yobo und Benjamin Nkempaleva aus der Bundesbetreuungsstelle Ost. Fred ist zunächst weiterhin skeptisch, der Verein feiert jedoch mit Unterstützung des Trios bald einen Sieg nach dem anderen. Die anfängliche Fremdenfeindlichkeit der Bewohner weicht dem Stolz auf ihre erfolgreichen Spieler. Die Mannschaft setzt sich an die Spitze der Tabelle und kämpft um den Titel.

Während des vorletzten Spiels wird Lionel, der auch der schwarze Löwe genannt wird, von der Polizei verhaftet, seine Abschiebung steht unmittelbar bevor. Sam taucht unter. Die Mannschaft ist geschwächt, die Gemeinde entrüstet. Die Dorfbewohner setzen sich erfolglos dafür ein, dass Lionel bleiben kann. Das Ehepaar Gitti und Gerri Seligmann bürgt für Lionel, sodass er am Spiel um den Meistertitel doch noch teilnehmen kann und den SV Heidfeld zum Sieg führt. Weil die Abschiebung von Lionel bevorsteht, sammelt die Gemeinschaft Spenden, mit denen er die erste Zeit in Nigeria finanziell über die Runden kommen soll. Lionel wird schließlich am Flughafen Schwechat von seinen Freunden verabschiedet.

Produktion und Hintergrund

Die Dreharbeiten fanden vom 31. Juli bis zum 31. August 2007 statt, gedreht wurde unter anderem in Traiskirchen in Niederösterreich.[2] Produziert wurde der Film von der Dor Film, als Produzenten fungierten Danny Krausz und Kurt Stocker.[2] Beteiligt waren der Österreichische Rundfunk und Arte.

Die Kamera führte Michi Riebl, die Musik schrieb Stefan Bernheimer, die Montage verantwortete Evi Romen und das Casting Carmen Loley und Markus Schleinzer. Das Kostümbild gestaltete Michaela Kovacs, das Szenenbild Christoph Kanter, den Ton Moritz Fritsch und die Maske Barbara Stricker und Irmgard Buder.[2][3]

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit, die Drehbuchautor Uli Brée in der Zeitung entdeckte. In Eichgraben begeisterte der Asylwerber Emmanuel Antiga, genannt Tiger, mit seinen Fußballkünsten, wurde aber am 15. Januar 2006 nach Nigeria abgeschoben. Die Gemeinde kämpfte gegen die verschärften Fremdengesetze vergeblich. Antiga wurde Sportlehrer an der Holy Trinity-Schule in Nigeria.[4][5][6]

Regisseur Wolfgang Murnberger und die Drehbuchautoren Uli Brée und Rupert Henning arbeiteten zuvor unter anderem für die Brüder-Trilogie, bestehend aus Brüder (2002), Brüder II (2003) und Brüder III – Auf dem Jakobsweg (2005) zusammen.[4]

Veröffentlichung

ORF-Erstausstrahlung war am 4. Juni 2008 auf ORF 2 vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft 2008.[7][4] Auf Arte wurde der Film am 13. Juni 2008 erstmals gezeigt.[8][4]

Rezeption

Filmdienst.de schrieb, dass der Film den mit dem Themen Fußball und Asyl verbundenen Klischees nicht ausweiche, setze sie aber vorsichtig und behutsam ein. Die wahrhaftige Tragik mit der Leidenschaft zum Fußball zu verknüpfen, gelinge vorzüglich.[1]

tvspielfilm.de urteilte, dass sich der Fußballfilm mit Humor ins Herz kicke. Bisweilen nah am Kitsch hätten die Dialoge Witz.[9]

Auszeichnungen und Nominierungen

Fernsehpreis der Österreichischen Erwachsenenbildung 2008

  • Auszeichnung in der Kategorie Fernsehfilm (Uli Brée, Rupert Henning, Wolfgang Murnberger)[10]

Fernsehfilm-Festival Baden-Baden 2008

Einzelnachweise

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