Deusdorf

Gemeindeteil von Lauter (Oberfranken), einer Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Deusdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Lauter im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Die Gemarkung Deusdorf hat eine Fläche von 5,808 km². Sie ist in 1679 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3459,17 m² haben.[3] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Deusdorfermühle, Krappenhof und Leppelsdorf.[4]

Schnelle Fakten Gemeinde Lauter ...
Deusdorf
Gemeinde Lauter
Koordinaten: 49° 59′ N, 10° 46′ O
Höhe: 289 m ü. NHN
Einwohner: 286 (1. Jan. 2025)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 96169
Vorwahl: 09544
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Filialkirche Mariä Geburt
Leppelsdorfer Straße 14: Bauernhaus

Geografie

Das Kirchdorf liegt im Tal der Lauter. Die Staatsstraße 2281 führt entlang der Lauter nach Leppelsdorf (1,4 km nordwestlich) bzw. nach Lauter (1,7 km südöstlich).[5]

Geschichte

Der Ort wurde im Jahr 1396 in einem Verzeichnis der Grafen von Truhendingen als „Dewesdorf“ aufgelistet.[6] Deusdorf gehörte bereits Ende des 14. Jahrhunderts zum bambergischen Oberamt Baunach-Stufenberg.[7] Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Deusdorf aus 26 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Baunach. Grundherren waren das Kastenamt Baunach (1 Halbhof, 6 Sölden, 2 Söldenhäuser, 2 Söldenhäuslein, 4 Tropfhäuser, 1 Tropfhäuslein, 1 ganze Wohnung, 1 Mühle) und das Domkapitel Bamberg (1 Sölde). Außerdem gab es 3 Freihöfe, die nur Jagdfron zu leisten hatten. Der Gemeinde gehörten 4 Gemeindelehenhäuser.[8]

Im Jahre 1802 kam Deusdorf an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde Deusdorf der Ruralgemeinde Leppelsdorf zugewiesen. 1875 wurde diese nach Verlegung des Gemeindesitzes nach Deusdorf umbenannt. Zu dieser gehörten Deusdorfermühle, Krappenhof und Leppelsdorf. Sie war in Gerichtsbarkeit dem Landgericht Baunach zugeordnet (1880 in Amtsgericht Baunach umbenannt, 1932 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Ebern). In der Verwaltung war das Bezirksamt Ebern zuständig (1939 in Landkreis Ebern umbenannt) und in der Finanzverwaltung das Rentamt Ebern (1919 in Finanzamt Ebern umbenannt).[9] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 5,800 km².[10]

Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Deusdorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Lauter eingemeindet.[11][12]

Baudenkmäler

In Deusdorf gibt es fünf Baudenkmäler:[13]

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Deusdorf gibt es zwei Bodendenkmäler.[13]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Deusdorf (bis 1875 Gemeinde Leppelsdorf)

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181818401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 220310396398424385406392411406401381373388403424414403386501469442409397
Häuser[14] 47515779818178767783
Quelle [9][9][9][15][16][17][18][19][20][21][22][23][24][23][25][23][26][23][23][15][27][23][10][28]
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Ort Deusdorf

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001818001840001852001861001871001885001900001925001950001961001970001987002025
Einwohner  119 173 222 254241226216255296276283 235 *286
Häuser[14]  26 32 324948464955 62
Quelle [9][9][9][16][18][21][24][26][27][10][28][29][1]
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Religion

Deusdorf ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach Mariä Himmelfahrt (Stettfeld) gepfarrt,[8] seit den 1870er Jahren ist die Pfarrei St. Laurentius (Lauter) zuständig.[18]

Literatur

Commons: Deusdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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