Dibromchlormethan

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Dibromchlormethan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aliphatischen gesättigten Halogenkohlenwasserstoffe und Trihalogenmethane.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Dibromchlormethan
Allgemeines
Name Dibromchlormethan
Andere Namen
  • Chlordibrommethan
  • Monochlordibrommethan
Summenformel CHBr2Cl
Kurzbeschreibung

farblose bis gelbliche Flüssigkeit mit chloroformartigem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 124-48-1
EG-Nummer 204-704-0
ECHA-InfoCard 100.004.277
PubChem 31296
ChemSpider 29036
Wikidata Q411773
Eigenschaften
Molare Masse 208,28 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

2,45 g·cm−3 (20 °C)[1]

Schmelzpunkt

−22 °C[1]

Siedepunkt

123–125 °C[1]

Dampfdruck

7,38 hPa (25 °C)[1]

Löslichkeit
  • schwer in Wasser (2,7 g·l−1 bei 20 °C)[1]
  • löslich in Alkohol, Ether, Aceton, Benzol und anderen organischen Lösungsmitteln[2]
Brechungsindex

1,547 (20 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302315319335
P: 261280301+312302+352305+351+338[1]
Toxikologische Daten

370 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Vorkommen

Dibromchlormethan findet sich in Schwimmbädern als Beiprodukt der Reaktion von Chlor mit organischen Substanzen.[4] Geringe Mengen werden auch von Algen im Meer produziert.[5]

Gewinnung und Darstellung

Dibromchlormethan kann durch Phasentransferkatalyse von Chloroform, Bromoform und Benzyltriethylammoniumchlorid mit Natriumhydroxid gewonnen werden.[6]

Eigenschaften

Dibromchlormethan ist eine farblose bis gelbliche Flüssigkeit mit chloroformartigem Geruch, welche schwer löslich in Wasser ist.[1]

Verwendung

Dibromchlormethan kann zur Herstellung von Bromchlorcarben unter Phasen-Transfer-Bedingungen verwendet werden.[3] Es diente früher auch als Zwischenprodukt zur Herstellung von Flammschutzmittel und Kühlmitteln.[2]

Einzelnachweise

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