Die Beute (Zeitschrift)
linksgerichtete deutschsprachige Zeitschrift
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Die Beute (im Untertitel Politik und Verbrechen) war eine deutschsprachige Zeitschrift, die sich als „Zeitschrift für die politische und kulturelle Opposition“ verstand.[2] Sie unternahm den Versuch „westlichen Marxismus mit seinen Uniszenen, die Reste des linken autonomen Aktivismus sowie poplinke Strömungen“ zusammenzubringen.[3]
| Die Beute Die Halbjahresschrift für Politik und Verbrechen Politik und Verbrechen (bis 1997) | |
|---|---|
| Beschreibung | Politik- und Kulturzeitschrift |
| Sprache | Deutsch |
| Verlag | ID-Verlag |
| Hauptsitz | Frankfurt (Verein), Berlin (Verlag) |
| Erstausgabe | 1994 |
| Einstellung | 2000[1] |
| Erscheinungsweise | vierteljährlich, Neue Folge halbjährlich |
| ZDB | 1191268-6 |
Die im Zuge der Wohlfahrtsausschüsse gegründete Zeitschrift war ein Zusammenschluss ehemaliger Redaktionsmitglieder der Frankfurter Studentenzeitschrift Diskus[4][5][6][7][8] und des Berliner ID-Verlags.[9] Bis 1997 sind vierteljährlich insgesamt 15 Ausgaben erschienen, danach noch halbjährlich drei weitere als Neue Folge und zuletzt im Jahr 2000 eine letzte in Form einer Ausstellung im Kunstamt Kreuzberg Bethanien.
1998 verließen einige Redakteure das Heft nachdem es Uneinigkeiten darüber gab, wie sich das Heft weiter organisieren wollte, weiter als Redaktionskollektiv oder von nun an mit einer Chefredaktion. Ab dem Erscheinen der Neuen Folge wurde die Beute also von Andreas Fanizadeh und Roberto Ohrt, die dritte (und damit letzte gedruckte) Ausgabe zusammen mit Christoph Gurk herausgegeben.[10]
Die Zeitschrift wollte sich als „Diskussionsforum“ etablieren, „das radikale Gesellschaftskritik, theoretische Reflexion und praktisches Engagement zu verbinden versteht“ und „sich von den noch existenten politischen, feuilletonistischen und theoretischen Vierteljahreszeitschriften der Linken, die diese Funktion in den achtziger Jahren verloren hatten, unterscheiden“, also „der Bedeutung wie sie vielleicht vor 10 Jahren noch das Kursbuch hatte“ annehmen.[11]
| Suptropen Kritik und Versprechen | |
|---|---|
| Beschreibung | redaktionell unabhängige Beilage der Jungle World |
| Sprache | Deutsch |
| Verlag | Jungle World Verlags GmbH |
| Hauptsitz | Berlin |
| Erstausgabe | 2001 |
| Einstellung | 2003 |
| Erscheinungsweise | monatlich |
Aus der Beute hervor gingen 2001 die Subtropen (mit dem erneuerten Untertitel Kritik und Versprechen), die bis 2003 monatlich der Jungle World als redaktionell autonomes Supplement beilagen. Es erschienen 27 Ausgaben.[12][13]
Personen
Redaktion
Teil der Redaktion waren über die Jahre u. a.
Thomas Atzert, İmran Ayata, Vanessa Barth, Manuela Bojadžijev, Marco de Carli, Cornelia Eichhorn, Frieder Dittmar, Andreas Fanizadeh, Gerhard Fischer, Franz Franitzki, Dagmar Ganßloser, Sabine Grimm, Christoph Gurk, Sebastian Haunss, Martin Hoffmann, Christoph Kind, Hans Kittel, Katrin Koch, Kai Lindemann, Tania Martini, Eva-Christina Meier, Jost Müller, Christiane Müller-Lobeck, Roberto Ohrt, Daniel Richter, Jürgen Roth, Florian Schneider, Antje Schuhmann, Bea Schwager, Guido Spielhofer, Daniel Stern und Julian Weber.
Autoren und Autorinnen
Texte wurden veröffentlicht u. a. von[14][15]
Alice Creischer, Karl-Heinz Dellwo, Alex Demirović, Detlef Diederichsen, Diedrich Diederichsen, Helmut Draxler, Thomas Ebermann, Anke Feuchtenberger, Kerstin Grether, Joachim Hirsch, Kurt Hübner, Hans-Jürgen Krahl, Michael Lindenberg, René Martens, Ali Neander, Ulf Poschardt, Juliane Rebentisch, Claus Richter, Christiane Rösinger, Karl Heinz Roth, Hedwig Saxenhuber, Henning Schmidt-Semisch, Andreas Siekmann, Udo Sierck, Daniel Stern, Res Strehle, Mark Terkessidis, Rainer Trampert, Gian Trepp, Yvonne Volkart, Klaus Walter, Feridun Zaimoglu und Anne Zielke.
Übersetzte Texte u. a. von[14][15]
Neville Alexander, Étienne Balibar, Paul Beatty, Tanıl Bora, Judith Butler, Martín Caparrós, John Corbett, dem Critical Art Ensemble, Renato Curcio, Angela Davis, Mike Davis, Gilles Deleuze, Bolívar Echeverría, Simon Frith, Adolfo Gilly, Paul Gilroy, Félix Guattari, John Holloway, Ali El Kenz, Maurizio Lazzarato, Subcomandante Marcos, Aurelio Martínez, Gillian McCain, Legs McNeil, Antonio Negri, Abel Paz, Iceberg Slim, Raymond Williams und Walentin Woloschinow.
Interviews
Gespräche erschienen u. a. mit[14][15]
Moses Arndt, Sandrone Dazieri, Jochen Distelmeyer, Ted Gaier, Hermann L. Gremliza, Alfred Hilsberg, Schorsch Kamerun, Kōjin Karatani, Bruce LaBruce, Ömer Laçiner, Maurizio Lazzarato, Primo Moroni, Karl Nagel, Mario und Melvin Van Peebles, Petra Sitte, Thomas Vinterberg und Christopher Wool.