Dysprosium(II)-iodid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Dysprosium(II)-iodid ist eine anorganische chemische Verbindung des Dysprosiums aus der Gruppe der Iodide.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Struktur von Dysprosium(II)-iodid
_ Dy2+ 0 _ I
Allgemeines
Name Dysprosium(II)-iodid
Andere Namen

Dysprosiumdiiodid

Verhältnisformel DyI2
Kurzbeschreibung

dunkelvioletter bis schwarzer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 36377-94-3
EG-Nummer (Listennummer) 622-765-5
ECHA-InfoCard 100.151.507
PubChem 71431174
Wikidata Q15628236
Eigenschaften
Molare Masse 416,31 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Schmelzpunkt

659 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315319335
P: 261305+351+338[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Dysprosium(II)-iodid kann durch Reduktion von Dysprosium(III)-iodid mit Dysprosium im Vakuum bei 800 bis 900 °C gewonnen werden.[1]

Auch die Darstellung durch Reaktion von Dysprosium mit Quecksilber(II)-iodid ist möglich.[1]

Ebenfalls möglich ist die direkte Darstellung aus Iod und Dysprosium.[3]

Eigenschaften

Dysprosium(II)-iodid ist ein dunkelvioletter bis schwarzer Feststoff. Die Verbindung ist äußerst hygroskopisch und kann nur unter sorgfältig getrocknetem Schutzgas oder im Hochvakuum aufbewahrt und gehandhabt werden. An Luft geht sie unter Feuchtigkeitsaufnahme in Hydrate über, die aber instabil sind und sich mehr oder weniger rasch unter Wasserstoff-Entwicklung in Oxidiodide verwandeln. Mit Wasser spielen sich diese Vorgänge noch sehr viel schneller ab. Die Verbindung besitzt eine Kristallstruktur vom Cadmiumchlorid-Typ.[1] Mit organischen Verbindungen wie Tetrahydrofuran, Butanol oder Phenol reagiert die Verbindung zu Komplexverbindungen.[3]

Verwendung

Dysprosium(II)-iodid wird zur Herstellung von Trichlorsilyl-Radikalen aus Siliciumchlorid zur Katalyse der Cyclotrimerisierung von Alkinen zu substituierten Benzolen verwendet.[2][4]

Einzelnachweise

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