Europium(II)-iodid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Europium(II)-iodid ist eine anorganische chemische Verbindung des Europiums aus der Gruppe der Iodide.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Struktur von Europiumiodid
_ Eu2+ 0 _ I
Allgemeines
Name Europium(II)-iodid
Andere Namen
  • Europiumdiiodid
  • Europiumiodid (mehrdeutig)
Verhältnisformel EuI2
Kurzbeschreibung

fast weißer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 22015-35-6
EG-Nummer 244-721-0
ECHA-InfoCard 100.040.641
PubChem 519914
Wikidata Q15628199
Eigenschaften
Molare Masse 405,77 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Dichte

5,50 g·cm−3[3]

Schmelzpunkt

510 °C[1]

Siedepunkt

1120 °C[1]

Löslichkeit

löslich in Tetrahydrofuran[4]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 315317319334360
P: 201261280305+351+338308+313[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Europium(II)-iodid kann durch Reduktion von Europium(III)-iodid mit Wasserstoff bei 350 °C gewonnen werden.[1]

Auch die Darstellung durch thermische Zersetzung von Europium(III)-iodid bei 200 °C[1]

oder durch Reaktion von Europium mit Quecksilber(II)-iodid ist möglich.[1]

Ebenfalls möglich ist die Reaktion von Europium mit Ammoniumiodid in flüssigem Ammoniak bei −78 °C. Man erhält zunächst das Ammoniakat von Europium(II)-iodid, das dann bei etwa 200 °C im Hochvakuum abgebaut werden kann.[1]

Europium(II)-iodid auch durch direkte Reaktion von Europium mit Iod gewonnen werden.[5]

Eigenschaften

Europium(II)-iodid ist ein fast weißer Feststoff, der äußerst hygroskopisch ist und nur unter sorgfältig getrocknetem Schutzgas oder im Hochvakuum aufbewahrt und gehandhabt werden kann. An Luft geht er unter Feuchtigkeitsaufnahme in Hydrate über, die aber instabil sind und sich mehr oder weniger rasch unter Wasserstoff-Entwicklung in Oxidiodide verwandeln. Mit Wasser spielen sich diese Vorgänge noch sehr viel schneller ab.[1] Erhitzt man sie an Luft entsteht über eine Zwischenstufe Europium(III)-oxidiodid. Die Verbindung besitzt eine monokline Kristallstruktur.[3] Bei niedrigen Temperaturen ist auch eine Modifikation bekannt, die eine orthorhombischer Kristallstruktur mit der Raumgruppe Pnma (Raumgruppen-Nr. 62)Vorlage:Raumgruppe/62 besitzt und isotyp zu der von Strontiumiodid ist.[6]

Einzelnachweise

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