Thulium(II)-iodid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Thulium(II)-iodid ist eine anorganische chemische Verbindung des Thuliums aus der Gruppe der Iodide.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Thulium(II)-iodid
_ Tm2+ 0 _ I
Allgemeines
Name Thulium(II)-iodid
Andere Namen

Thuliumdiiodid

Verhältnisformel TmI2
Kurzbeschreibung

purpurroter[1] bis schwarzer Feststoff[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 60864-26-8
EG-Nummer (Listennummer) 622-686-6
ECHA-InfoCard 100.151.436
PubChem 5231385
ChemSpider 4401179
Wikidata Q16857501
Eigenschaften
Molare Masse 422,74 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

756 °C[2]

Löslichkeit

löslich in Tetrahydrofuran[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315319335
P: 261305+351+338[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Thulium(II)-iodid kann durch Reduktion von Thulium(III)-iodid mit Thulium im Vakuum bei 800 bis 900 °C gewonnen werden.[2]

Auch die Darstellung durch Reaktion von Thulium mit Quecksilber(II)-iodid ist möglich.[2]

Ebenfalls möglich ist die direkte Darstellung aus Iod und Thulium.[4]

Eigenschaften

Thulium(II)-iodid ist ein schwarzer Feststoff. Die Verbindung ist äußerst hygroskopisch und kann nur unter sorgfältig getrocknetem Schutzgas oder im Hochvakuum aufbewahrt und gehandhabt werden. An Luft geht Thulium(II)-iodid unter Feuchtigkeitsaufnahme in Hydrate über, die aber instabil sind und sich mehr oder weniger rasch unter Wasserstoff-Entwicklung in Oxidiodide verwandeln. Mit Wasser spielen sich diese Vorgänge noch sehr viel schneller ab. Die Verbindung besitzt eine Kristallstruktur vom Cadmium(II)-iodid-Typ.[2]

Verwendung

Thulium(II)-iodid wird zur Förderung der Kreuzkupplung von 2-Acetylthiophen oder Ethyl-2-thiophencarboxylat mit Aldehyden und Ketonen in Tetrahydrofuran bei Raumtemperatur verwendet. Es wird auch als Reduktionsmittel ähnlich wie Samarium(II)-iodid benutzt.[1]

Einzelnachweise

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