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Erzgebirgssparkasse

öffentlich-rechtliche Sparkasse mit Sitz in Annaberg-Buchholz From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Erzgebirgssparkasse ist eine deutsche öffentlich-rechtliche Sparkasse mit Sitz in Annaberg-Buchholz (Sachsen).

StaatDeutschland Deutschland
SitzGroße Kirchgasse 18
09456 Annaberg-Buchholz
Bankleitzahl870 540 00[1]
Schnelle Fakten Staat, Sitz ...
  Erzgebirgssparkasse
Staat Deutschland Deutschland
Sitz Große Kirchgasse 18
09456 Annaberg-Buchholz
Rechtsform Anstalt des öffentlichen Rechts
Bankleitzahl 870 540 00[1]
BIC WELA DED1 STB[1]
Verband Ostdeutscher Sparkassenverband
Website www.erzgebirgssparkasse.de
Geschäftsdaten 2025[2]
Bilanzsumme 6,105 Mrd. Euro
Einlagen 5,155 Mrd. Euro
Kundenkredite 3,679 Mrd. Euro
Mitarbeiter 684
Geschäftsstellen 71
Leitung
Verwaltungsrat Rico Anton, Vorsitzender
Vorstand Roland Manz, Vorsitzender;
Franziska Herrmann, Mitglied;
Manuela Willimowski, Mitglied
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Geschichte

Zum 1. Januar 2012 fusionierten die Sparkasse Mittleres Erzgebirge, die Sparkasse Erzgebirge und die Kreissparkasse Aue-Schwarzenberg zur Erzgebirgssparkasse. Damit wurde die Erzgebirgssparkasse die drittgrößte Sparkasse in Sachsen und die viertgrößte in Ostdeutschland. Die Fusion der drei Sparkassen erfolgte fast vier Jahre nach Bildung des Erzgebirgskreises infolge der Sächsischen Kreisreform 2008. Zum 1. Januar 2014 wurde die Erzgebirgssparkasse von der Sachsen-Finanzgruppe in die Trägerschaft des Erzgebirgskreis übertragen.[3]

Geschäftsgebiet

Das Geschäftsgebiet entspricht dem heutigen Erzgebirgskreis und umfasst die ehemaligen Landkreise Annaberg, Stollberg, Mittleres Erzgebirge und Aue-Schwarzenberg im Südwesten des Freistaates Sachsen.

Organisationsstruktur

Die Erzgebirgssparkasse unterliegt als Anstalt des öffentlichen Rechts den Rechtsgrundlagen des Sparkassengesetzes (Gesetz über die öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute im Freistaat Sachsen und die Sachsen-Finanzgruppe), der Sparkassenverordnung Sachsen und der Satzung der Erzgebirgssparkasse.

Die Organe der Anstalt sind Vorstand und Verwaltungsrat. Träger der Erzgebirgssparkasse ist der Erzgebirgskreis.[3] Sie ist Mitglied im Ostdeutschen Sparkassenverband und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband angeschlossen.

Die Erzgebirgssparkasse ist an folgenden Institutionen beteiligt:

  • Ostdeutscher Sparkassenverband
  • Beteiligungsgesellschaft der Sparkassen des Freistaates Sachsen mbH
  • Sparkassen-Kapitalbeteiligungs-Fonds Erzgebirge GmbH
  • RFS Retail Finance Service GmbH
  • Beteiligungsgesellschaft für Sparkassendienstleitungen Ost mbH & Co. KG
  • S-Direkt Marketing GmbH & Co. KG
  • Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG
  • Monolith Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co.
  • Golfpark Westerzgebirge GmbH + Co. KG

Geschäftsausrichtung und Geschäftszahlen

Die Erzgebirgssparkasse betreibt als Sparkasse das Universalbankgeschäft. Auf dem Gebiet der Privat- und Geschäftskunden hat sie einen Marktanteil von ca. 70 % in ihrem Geschäftsgebiet. Die Erzgebirgssparkasse wies im Geschäftsjahr 2025 eine Bilanzsumme von 6,105 Mrd. Euro aus und verfügte über Kundeneinlagen von 5,155 Mrd. Euro. Gemäß der Sparkassenrangliste 2025 liegt sie nach Bilanzsumme auf Rang 71. Sie unterhält 71 Filialen/Selbstbedienungsstandorte und beschäftigt 684 Mitarbeiter.[4] Im Verbundgeschäft arbeitet das Kreditinstitut u. a. mit der Ostdeutschen Landesbausparkasse (LBS), der DekaBank, der Sparkassen-Versicherung Sachsen und der Deutschen Leasing zusammen.

Gesellschaftliches Engagement

Die Erzgebirgssparkasse ist der größte nicht staatliche Förderer der Region und engagiert sich für das Gemeinwohl, die Region, deren Kultur und Menschen. Sie unterstützt Vereine, Schulen, Kommunen und soziale Einrichtungen. Darüber hinaus ist das Erzgebirge eine der sportlichsten Regionen des Freistaates Sachsen. Das diesbezügliche Engagement der Erzgebirgssparkasse kommt beispielsweise durch das Erzgebirgsstadion des FC Erzgebirge Aue (von 2011 bis 2017 offiziell Sparkassen-Erzgebirgsstadion) und die Sparkassen-Skiarena der Wintersportler des WSC Erzgebirge Oberwiesenthal zum Ausdruck. Die Förderungen werden über Sponsoringverträge, Spenden und über die Stiftungen der Sparkasse realisiert. 2010 erfolgte die Auszeichnung als „Premier-Bank des Jahres“ im Wettbewerb Großer Preis des Mittelstandes der Oskar-Patzelt-Stiftung.[5]

Literatur

  • Beatrice Falk, Friedrich Hauer: Immer mit der Zeit gegangen – Die Geschichte der Sparkasse Mittleres Erzgebirge. Druck- und Verlagsgesellschaft Marienberg, Marienberg 2003, ISBN 3-931770-51-6.

Einzelnachweise

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