Esben Tjalve

dänischer Jazzmusiker (Piano, Keyboards, Komposition) From Wikipedia, the free encyclopedia

Esben Tjalve (* um 1983) ist ein dänischer Jazzmusiker (Piano, Keyboards, Komposition).

Leben und Wirken

Tjalve wuchs in Dänemark auf, wo er schon früh eigene Musikstücke komponierte. Zum Studieren zog er nach Großbritannien; 2004 schloss er sein Studium an der Royal Academy of Music mit einem Bachelor of Music mit „Honours“ ab. Anschließend absolvierte er einen Master in Komposition an der Guildhall School of Music.

Seitdem hat Tjalve Musik für Universal, Warner Bros., BBC4, BBC Radio Drama, BBC CBeebies, Theaterproduktionen sowie für den Animationsfilm „Marriage of the Thames and the Rhine“ (2010) und (gemeinsam mit Ross Hughes) für die Hörspielreihe „The Great Scott“ (2013–15) mit David Tennant komponiert und aufgenommen.

Tjalve hat zudem als Pianist in London mit Jazzmusikern wie Cecilia Stalin, Toni Kofi, Ernesto Simpson und Andre Canniere zusammengearbeitet, aber auch mit Musikern außerhalb des Jazz wie Lucinda Belle, Raf Vilar, dem Rapper M3nsa, dem Weltmusiker Muntu Valdo und der Sängerin Kristina Train, mit der er 2012 in der TV-Show Later with Jools Holland auftrat. Mit seinem internationalen Sextett Red Kite veröffentlichte er 2011 das gleichnamige Debütalbum bei F-ire. In der Besetzung mit Fulvio Sigurtà (Trompete), Ross Hughes (Bassklarinette), Hannes Riepler (Gitarre), Jasper Høiby (Bass) und Tim Giles (Schlagzeug) erschien 2019 das Folgealbum Theory of Colours beim Label Jellymould Jazz.[1] 2021 trat er mit dem Sextett bei Jazzahead auf. 2026 erschien dessen drittes Album Popludium beim Label Babel.[2] 2016 zog er teilweise nach Aarhus und startete ein Duo mit Jens Klüver.

Gemeinsam mit dem Bassisten Torben Bjørnskov und dem Schlagzeuger Frederik Bülow bildete Tjalve in Dänemark, wo er heute wieder lebt, das kollaborative Trio Human Beeing Human, das 2022 mit dem Album Equals debütierte; im Folgejahr erschien Disappearance. Das dritte Album Being (2026), das das Trio mit dem Saxophonisten Chris Cheek einspielte, erhielt internationale Aufmerksamkeit.[3][4] Weiterhin gehört er zum Henrik Jensen Trio.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI