Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

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Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) ist eine Fachhochschule in Regensburg.

Gründung1971
Trägerschaftstaatlich
BundeslandBayern Bayern
Schnelle Fakten Gründung, Trägerschaft ...
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Gründung 1971
Trägerschaft staatlich
Ort Regensburg
Bundesland Bayern Bayern
Land Deutschland Deutschland
Präsident Ralph Schneider
Studierende 10.500 (Wintersemester 2023/2024)[1]
Mitarbeiter 700 (Wintersemester 2023/2024)[1]
davon Professoren 250 (Wintersemester 2023/2024)[1]
Netzwerke DFH[2]
Website www.oth-regensburg.de
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Die OTH Regensburg wurde 1971 unter dem Namen Fachhochschule Regensburg als Hochschule für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen in Regensburg gegründet. Heute ist die OTH Regensburg eine der größten Fachhochschulen in Bayern. An acht Fakultäten werden 37 Bachelorstudiengänge, 23 Masterstudiengänge und zehn Weiterbildungsstudiengänge (sechs berufsbegleitende Bachelor- und vier weiterbildende Masterstudiengänge) angeboten. Der Name „Ostbayerische Technische Hochschule“ wird aufgrund eines bestehenden Kooperationsvertrages im Verbund mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg – Weiden getragen.[3]

Geschichte

Forschung und Transfer am Puls der Zeit an der OTH Regensburg. Foto: OTH Regensburg / Florian Hammerich
Blick auf die Hochschulbibliothek und die Mensa der OTH Regensburg. Foto: OTH Regensburg / Mitch Rue

Die Wurzeln

Betrachtet man die Geschichte der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg und ihrer Vorläufereinrichtungen, so reicht diese weit zurück. Die Chronik verweist ins Jahr 1846, als der Zeichenlehrer Johann Dörner eine private „Baugewerkschule“ gründete, die schließlich 1868 mit der Königlichen Realschule verbunden wurde. Daraus entwickelte sich über eine Reihe von Stationen die Bauschule in Regensburg – Fachschule für Hoch- und Tiefbau, die 1953 mit der Einweihung eines Neubaus an der Prüfeninger Straße ihren Standort gefunden hatte, an dem sie vorerst weiter expandieren konnte.

Das Jahr 1958: Gründungsjahr des Johannes-Kepler-Polytechnikums

Die Zahl der Schüler an der Bauschule stieg rasch an. Im März 1958 beschloss der Bezirkstag der Oberpfalz den Ausbau der Regensburger Bauschule zu einem Polytechnikum mit den Abteilungen Hochbau, Tiefbau, Maschinenbau und Elektrotechnik. Das Polytechnikum sollte den jungen Menschen der Region eine heimatnahe Ausbildung zum Ingenieur ermöglichen und damit insgesamt dem Mangel an technischen Fach- und Führungskräften im ostbayerischen Raum entgegenwirken. Ziel war es, eine anwendungsbezogene Ausbildung mit Dozenten aus der Praxis anzubieten. Im selben Jahr verlieh der Bezirkstag der Regensburger Ingenieurschule nach einstimmigem Beschluss den Namen „Johannes-Kepler-Polytechnikum“. 1961 folgte ein weiterer Neubau für die Abteilung Maschinenbau und Elektrotechnik mit 55.000 m³ umbautem Raum. Der gesamte Baukomplex war damals für 1.000 Studierende konzipiert, 920 waren zu diesem Zeitpunkt bereits immatrikuliert. Das Polytechnikum war somit ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung bis zur heutigen Ostbayerischen Technischen Hochschule.

Die Fachhochschule Regensburg

Mit der Übernahme des Polytechnikums durch den Freistaat Bayern im Jahr 1964 ging auch die Trägerschaft an den Freistaat über. 1971 beschloss der Freistaat Bayern die Gründung der Fachhochschulen als zweiten Typ von Hochschulen neben den Universitäten. Durch die Zusammenführung des Regensburger Johannes-Kepler-Polytechnikums, der Staatl. Zieglerschule in Landshut, der Staatl. Fach- und Ingenieurschule für Glas in Zwiesel, der Staatl. Höhere Fachschule für Porzellan in Selb, mit der Höheren Wirtschaftsschule Ostbayern und durch die Erweiterung um die Ausbildungsrichtung Sozialwesen entstand schließlich die Fachhochschule Regensburg. Dies bedeutete zugleich eine erhebliche Erweiterung des Studienangebots um die Fächer Betriebswirtschaft und Sozialwesen. Das Studienangebot wurde schrittweise ausgebaut: Im Jahr 1973 folgte der Studiengang Informatik, 1974 nahm Regensburg als erste und bis heute einzige Fachhochschule in Bayern schließlich den Lehrbetrieb im Fach Mathematik auf.

Von der Fachhochschule Regensburg zur OTH Regensburg

Die Kernaufgabe der OTH Regensburg ist laut Hochschulprofil eine praxisorientierte Lehre, die zugleich ständig auf dem Stand der Technik und Wissenschaft wissenschaftlich zu fundieren ist. Dazu ist Forschung notwendig, die Ergebnisse universitärer Grundlagenforschung aufnimmt und nach Lösungen für praktische Probleme sucht und solche entwickelt. Dementsprechend sind im neuen Bayerischen Hochschulgesetz von 2006 neben die Kernaufgabe „Lehre“ für die Fachhochschulen die weiteren Pflichtaufgaben der „angewandten Forschung“ und der wissenschaftlichen Weiterbildung getreten. Die Umbenennung der Fachhochschule zur Hochschule für angewandte Wissenschaften sollte eine Konsequenz dieser weiteren wissenschaftlichen Profilierung bezeugen.

Am 1. Oktober 2013 erfolgte die Umbenennung zur Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg. Der neue Titel ist das Ergebnis der erfolgreichen Teilnahme an dem Wettbewerb um den Titel „Technische Hochschule“ unter den bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften, ausgerufen vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Die Hochschule Regensburg hatte sich gemeinsam mit der Hochschule Amberg-Weiden unter der „Dachmarke“ Ostbayerische Technische Hochschule um den Titel beworben. Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg ist eine von nur sieben bayerischen Hochschulen, welche fortan den Titel „Technische Hochschule“ im Namen tragen darf.

Die OTH Regensburg ist eine von 17 Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) im Freistaat Bayern. Sie ist eine der 20 größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Deutschland. Die acht Fakultäten sind in Regensburg an verschiedenen Standorten beheimatet, am Campus zwischen der Galgenbergstraße und Universitätsstraße sowie am Standort in der Prüfeninger Straße.

Die OTH Regensburg hat derzeit mehr als 200 internationale Hochschulkontakte zu Universitäten und Hochschulen in allen Kontinenten.[4]

Auf dem Weg zum Campus

Luftaufnahme von einem Teilausschnitt des Campus der OTH Regensburg. Foto: OTH Regensburg / Florian Hammerich
Campusleben an der OTH Regensburg. Foto: OTH Regensburg / Florian Hammerich
Das Gebäude der Fakultät Informatik und Mathematik der OTH Regensburg. Foto: OTH Regensburg / Werner Hutmacher

Der stürmische Zuwachs an Studierenden führte schon bald zu extremen räumlichen Engpässen. Eine erste Lösung zeichnete sich aufgrund eines rechnerischen Raumüberschusses bei den für die Universität Regensburg bereits errichteten Gebäuden ab. Das Universitätsbauamt wurde beauftragt, die Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Sozialwesen sowie wesentliche Teile der Ausbildungsrichtung Technik in entsprechend umzubauende Gebäude der Universität an der Seybothstraße endgültig einzugliedern.

Damit war der Grundstein für einen gemeinsamen Wissenschaftscampus mit der Universität Regensburg gelegt: mit dem Wintersemester 1977/78 war bereits die Fakultät Sozialwesen in die Seybothstraße umgezogen, im Wintersemester 1983/84 folgte die Fakultät Betriebswirtschaft und ein Teil der Fakultät Elektrotechnik. 1985 wurde für die Elektrotechnik ein neues Hörsaalgebäude gebaut, 1987 dann schließlich das dazugehörige Laborgebäude. 1988 bezogen die Fakultäten Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik sowie Informatik und Mathematik den größten Teil des Sammelgebäudes an der Universität.

Vor dem Hintergrund der weiter gestiegenen Studierendenzahl und der Überfüllung der Prüfeninger Straße fiel 1995 schließlich die Standortentscheidung, dass die gesamte Fachhochschule schrittweise auf den Campus an der Universitätsstraße verlagert werden sollte. Die Umsetzung begann mit einem Neubau für die Fakultät Maschinenbau an der Galgenbergstraße, der 2001 bezogen werden konnte. 2002 wurde der Laborneubau für die Mikrosystemtechnik fertiggestellt. Im Jahr 2006 gingen schließlich sowohl die neue Zentralbibliothek als auch die neue Mensa in Betrieb. 2011 ging das Hörsaalgebäude am Forum in Betrieb. 2014 kam ein Studierendenhaus hinzu, 2016 das Haus der Technik und 2017 der Neubau der Fakultät Informatik und Mathematik. Im Jahr 2022 wurde ein Neubau für die Verwaltung und ein neues Gebäude für die Fakultät Architektur am Campus bezogen.

Aktuell befinden sich in den ursprünglichen Gebäuden der Hochschule, im Westen der Stadt, Teile von Sozial- und Gesundheitswissenschaften sowie Teile weiterer verschiedener Fakultäten und Einrichtungen. Im Süden, in den Räumlichkeiten der Universität Regensburg, befinden sich derzeit noch einzelne Räume in Nutzung durch die OTH Regensburg im sog. Sammelgebäude.[5] Am Campus zwischen der Galgenbergstraße und der Universitätsstraße sind somit aktuell die Fakultäten Angewandte Natur- und Kulturwissenschaften, Sozial- und Gesundheitswissenschaften, Architektur, Bauingenieurwesen, Betriebswirtschaft, Elektro- und Informationstechnik, Maschinenbau und Informatik und Mathematik angesiedelt.

Fakultäten

Studiengänge

Die OTH Regensburg bietet derzeit 70 Studiengänge an:[6]

Bachelorstudiengänge

  • Angewandte Naturwissenschaften
  • Architektur
  • Bauingenieurwesen
  • Bauklimatik
  • Biomedical Engineering
  • Business Management
  • Digital Business Management
  • Digital Engineering im Maschinenbau
  • Elektro- und Informationstechnik
  • Hebammenkunde
  • Industriedesign
  • Informatik
  • Intelligent Systems Engineering
  • International Business Management
  • International Computer Science
  • International Electrical Engineering
  • International Mechanical Engineering
  • International Relations and Management
  • Künstliche Intelligenz und Data Science
  • Logopädie
  • Maschinenbau
  • Mathematik
  • Mechatronik
  • Medizinische Informatik
  • Mikrosystemtechnik
  • Musik- und bewegungsorientierte Soziale Arbeit
  • Nachhaltige Energie- und Wasserstoffsysteme
  • Pflege
  • Physiotherapie
  • Produktions- und Automatisierungstechnik
  • Regenerative Energietechnik und Energieeffizienz
  • Scientific Computing
  • Soziale Arbeit
  • Systemtechnik
  • Technische Informatik
  • Umwelt- und Industriesensorik
  • Wirtschaftsinformatik


Berufsbegleitende Bachelorstudiengänge

  • Betriebswirtschaft
  • Evidence Based Practice Ergotherapie
  • Evidence Based Practice Pflege
  • Pflegemanagement
  • Soziale Arbeit
  • Systemtechnik

Masterstudiengänge

  • Advanced Nursing Practice
  • Applied Research in Engineering Sciences
  • Architektur
  • Automotive Electronics
  • Bauingenieurwesen
  • Business Management – Finance und Controlling
  • Business Management – Marketing und Digitalisierung
  • Design
  • Digital Entrepreneurship
  • Electrical and Microsystems Engineering
  • Elektro- und Informationstechnik
  • Elektromobilität und Energienetze
  • Hebammenwissenschaft
  • Historische Bauforschung
  • Human Resource Management
  • Industrial Engineering
  • Informatik
  • International Management
  • Interkulturalitätsmanagement
  • Logistik
  • Logopädie
  • Maschinenbau
  • Mathematics for Business and Industry
  • Medizintechnik
  • Physiotherapie
  • Soziale Arbeit – Inklusion und Exklusion


Weiterbildende Masterstudiengänge

  • Automotive Electronics
  • Business Administration – MBA
  • Informationstechnologie
  • Leitung und Kommunikationsmanagement

Promotion und Nachwuchsförderung

An der OTH Regensburg können Absolventinnen und Absolventen an einem der Promotionszentren oder in Kooperation mit einer Universität promovieren.

Promotionszentren: Der OTH Regensburg, der Hochschule für angewandte Wissenschaften München und der Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm wurde 2023 das eigenständige Promotionsrecht für besonders forschungsstarke Bereiche verliehen.[7] Die drei Standorte richten gemeinsame, hochschulübergreifende Promotionszentren ein. Das Promotionsrecht konzentriert sich auf Fachgebiete mit besonderer Forschungsstärke: Angewandte Informatik, Energietechnik, Integrales Bauen, Materialien und Produktionstechnik, Physical and Biomedical Engineering sowie Sozial- und Gesundheitswissenschaften.

Kooperatives Promotionsverfahren: Die OTH Regensburg bietet ein Doktorandenseminar an, das Studierenden die Möglichkeit bietet, in einem kooperativen Promotionsverfahren den Doktorgrad zu erreichen.[8] Im Jahr 2016 promovierten auf diese Weise etwa 80 OTH Regensburg-Studierende. Zugleich konnten elf Promovenden ihre Doktorarbeit erfolgreich abschließen.[9]

Digitalisierung

Die Digitalisierung bildet an der OTH Regensburg ein strategisches Querschnittsthema. Ziel ist es, ein Konzept der digitalen Bildung zu etablieren. Allen Absolventen der OTH Regensburg sollen übergreifende Kompetenzen zur Digitalisierung vermittelt werden, insbesondere auch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgeentwicklungen einer Digitalisierung. Die an der Hochschule vorhandenen und für den fakultätsübergreifenden Lehraustausch relevanten Lehrkompetenzen im Bereich der Digitalisierung werden dazu in einer neuen zentralen Einrichtung, der „Regensburg School of Digital Sciences (RSDS)“, zusammengeführt. Auch in der Forschung ist das Thema „Digitalisierung“ auf vielfältige Art und Weise an der OTH Regensburg präsent, was man an einer ganzen Reihe von regionalen und überregionalen Forschungsprojekten und -kooperationen sehen kann.

Einrichtungen

Institut für Angewandte Forschung und Wirtschaftskooperationen (IAFW)

Zum 1. Oktober 2000 wurde an der Ostbayerischen Technischen Hochschule das Institut für Angewandte Forschung und Wirtschaftskooperationen (IAFW) gegründet. Das IAFW wurde zum 1. Oktober 2024 in Zentrum für Forschung und Transfer (ZFT) umbenannt. Als zentrale Einrichtung stellt das ZFT die fachbereichsübergreifende Dachorganisation für alle Forschungsaktivitäten der Hochschule Regensburg dar. Ziel hinter dieser hochschulweiten Einrichtung ist es, die Brücke zwischen der anwendungsbezogenen Wissenschaft und der industriellen Praxis zu schlagen und im Rahmen von Veranstaltungen zum Wissens- und Technologietransfer die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft zu ermöglichen. Dabei erhalten die Unternehmen nicht nur direkten Zugriff auf neueste Erkenntnisse und Ergebnisse, sondern sie haben durch den gezielten Wissensaustausch mit Spezialisten der Hochschule auch die Möglichkeit, Antworten auf konkrete Problemstellungen zu erhalten. Die Zusammenarbeit mit dem ZFT bietet dabei nicht nur Großunternehmen, sondern verstärkt auch kleinen und mittleren Unternehmen, die häufig über keine oder nur geringe Kapazitäten im Bereich Forschung und Entwicklung verfügen, die Chance, ihre Innovationsfähigkeit deutlich zu steigern.

Insbesondere Hochschulmitglieder können sich zu Fragen der nationalen und internationalen Forschungsförderung beraten lassen und werden bei der Antragstellung sowie der administrativen Abwicklung von Kooperationsprojekten unterstützt. Die Erfassung und Veröffentlichung der Forschungsaktivitäten gehört ebenso zu den Aufgaben wie die Bündelung der Forschungskompetenzen der OTH Regensburg.

Die Kooperation mit verschiedenen regionalen und überregionalen Netzwerken ist ebenfalls ein Schwerpunkt.

Die Research Center der OTH Regensburg

Die Zusammenarbeit von Forschenden über die Grenzen von Fakultäten, Disziplinen und Laboren hinweg - das ist der Kern der Research Center (RC). Mit ihnen bildet die OTH Regensburg seit 2012 und wie kaum eine andere Hochschule ihre geballte Forschungskompetenz in den wichtigen Zukunftsfeldern ab. Unterstützt jeweils von einem wissenschaftlichen Direktorium und einer Geschäftsstelle zeichnen sich diese außerdem durch eine besondere Relevanz für das Forschungsprofil an der Hochschule aus – jüngstes Beispiel dafür ist das Research Center for Artificial Intelligence.

Resarch Center of Biomedical Engineering

Das Research Center of Biomedical Engineering (RCBE) ist eine fakultäts- und hochschulübergreifende Forschungseinrichtung der OTH Regensburg und der Universität Regensburg. Im RCBE werden die biomedizinische Kompetenz der Universität und die ingenieurwissenschaftliche sowie die medizininformatische Kompetenz der Technischen Hochschule gebündelt. Dabei wird ein besonderer Blick gelegt auf gemeinsame Forschung und Entwicklung sowie Weiterbildung.

Research Center for Artificial Intelligence

Das Research Center for Artificial Intelligence (RCAI) fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Forschung und Anwendung der Künstlichen Intelligenz. Die Projekte des RCAI verfolgen das Ziel, die Lücke zwischen Grundlagenforschung und Anwendung zu schließen. Zu diesem Zweck wird intensiv mit Partnerinnen und Partnern aus Wissenschaft, Industrie und Gesellschaft zusammengearbeitet, um gemeinsam Lösungen für spezifische Problemstellungen zu finden.

Research Center of Energy and Ressources

Das Research Center of Energy and Ressources (RCER) bündelt die Aktivitäten der OTH Regensburg auf dem Strategiefeld der Energie und Ressourcen und ist Drehscheibe für Partner aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Hand.

Research Center of Health Sciences and Technology

Das Research Center of Health Sciences and Technology (RCHST) bündelt die Expertise aus den Bereichen Medizintechnik, Medizinischer Informatik und Gesundheits- und Sozialwissenschaften in Forschung, Entwicklung, Lehre und Weiterbildung.

Zentrum für Weiterbildung und Wissensmanagement (ZWW)

Wissenschaftlich fundierte berufliche Weiterbildung bildet neben Lehre und anwendungsorientierter Forschung die dritte Säule im Leistungsangebot der OTH Regensburg. Sie eröffnet Adressaten aus der ganzen Region die Chance zu lebenslanger Weiterbildung und trägt bei, die Qualifikations- und Kompetenzressourcen für die gesamte Region nachhaltig zu sichern. Das ZWW koordiniert die Weiterbildung fachbereichsübergreifend und interdisziplinär. Das Angebot reicht von offenen Lehrveranstaltungen über Fachseminare und -kurse bis hin zu Zusatzausbildungen und Weiterbildungsstudiengängen, die zum international anerkannten Masterabschluss führen. Das ZWW ist die Kontaktstelle für Unternehmen und Einrichtungen der Praxis. Es bietet neben diesen eigenen Angeboten auch fachliche Unterstützung für betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen und professionelles Wissensmanagement.

Forschung an der OTH Regensburg

Die OTH Regensburg ist eine der forschungsstärksten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern. Bei ihren Forschungsaktivitäten orientiert sich die OTH an ihren Leitthemen: Nachhaltige Lebensräume (Sustainable Living Spaces), Gesundheit und Soziales (Health and Social Sciences), Digitale Transformation (Digital Transformation) und Materialien und Produktion (Materials and Production). Neben den „Regensburg Centern“ stützt sich die Forschung an der OTH-Regensburg auf die Kompetenzzentren.

  • Combustion Engines and Emissions Control Laboratory – CEEC
  • Competence Center Software Engineering – CCSE
  • Historische Bauforschung - HB
  • Friedrich-Mielke-Institut für Scalalogie – FMIS
  • Innovationszentrum für Produktionslogistik und Fabrikplanung – IPF
  • Institut für Sozialforschung und Technikfolgenabschätzung – IST
  • LandUmbau
  • Laboratory for Safe and Secure Systems – LaS³
  • Mechatronics Research Unit – MRU
  • Nachhaltiges Bauen – KNB
  • Nanoanalytik und Halbleiterchemie – Nanochem
  • Sensorik-ApplikationsZentrum – SappZ
  • Forschungstelle für Energienetze und Energiespeicher - FENES

An der OTH Regensburg können Absolventinnen und Absolventen zudem an einem der Promotionszentren oder in Kooperation mit einer Universität promovieren. Als zentrale Stelle unterstützt das Graduiertenzentrum in allen Phasen der Promotion und bietet Beratung, Services und Weiterbildungsangebote.[10]

Rankings

Im Ranking des StudyCheck Award 2026 setzt sich die OTH Regensburg deutschlandweit unter allen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Universitäten in der Kategorie 5.000 – 15.000 Studierende mit einem Scorewert von 9,22 auf den ersten Platz.[11] In vorjährigen CHE-Hochschulrankings der Zeitung Die Zeit erreichten mehrere Fakultäten der OTH Regensburg mehrheitliche Platzierungen in den Spitzengruppen. Im Jahr 2023 belegten die Fakultäten Informatik und Mathematik den zweiten Platz unter allen deutschen und österreichischen Fachhochschulen. Die Fakultäten Maschinenbau und Bauingenieurwesen schafften es dabei unter die Top-10 in Deutschland, die Fakultät Betriebswirtschaft unter die Top-20.[12]

Förderer

Verein der Freunde der Hochschule Regensburg

Verein der Freunde der Hochschule Regensburg e. V.[13][14]

Der Verein der Freunde unterstützt die OTH Regensburg u. a. mit finanziellen Mitteln für Angelegenheiten, die aus staatlichen Mitteln nicht zu finanzieren sind. Daneben ist die Förderung der Studierenden ein besonderer Schwerpunkt. Darüber hinaus ist der Verein ein weiteres wichtiges Netzwerk für die Einbindung der Hochschule in die Region.

Stiftung zur Förderung der Hochschule Regensburg

Die vom ersten Hochschulrat initiierte und vor allem von Ehrensenator Gert Wölfel als Stiftungsvorstand aufgebaute und organisierte Stiftung zur Förderung der Hochschule Regensburg wird von breiten Kreisen der Wirtschaft mit Einlagen und Zustiftungen getragen. Stiftungszweck ist die Förderung der Hochschule Regensburg. Die Stiftung verwirklicht diesen Zweck insbesondere durch die Förderung ausländischer Studierender vor allem aus mittel- und osteuropäischen Ländern zum Zwecke des Studiums an der Hochschule Regensburg, daneben auch durch die Förderung von Auslandsaufenthalten Studierender und die Förderung des wissenschaftlichen Fort- und Weiterbildungsangebots der OTH Regensburg.

Persönlichkeiten

Ehrensenatoren und Ehrenmitglieder

Ehrensenatoren[15]

  • Erhard Frank, Leiter a. D. BMW-Werk Regensburg
  • Alfred Freitag (†), Vorstandsmitglied a. D. OBAG
  • Dieter Hendel, Leiter a. D. BMW-Werk Regensburg
  • Harro Lührmann, Technischer Geschäftsführer a. D. Maschinenfabrik Reinhausen
  • Helmut Matschi, Vorstandsmitglied der Continental AG
  • Friedrich Mielke (†), Begründer der Scalalogie (Friedrich-Mielke-Institut für Scalalogie an der OTH Regensburg)
  • Michael Rohde, Geschäftsführer Maschinenfabrik Reinhausen GmbH
  • Hans Schaidinger, Oberbürgermeister a. D. Stadt Regensburg
  • Richard Scheubeck, Diplom-Kaufmann; Gründungsmitglied und ehem. Vorstandsvorsitzender der Scheubeck-Jansen Stiftung
  • Günter G. Seip (†), Direktor a. D. Siemens, Leiter des Geschäftsgebietes Installationsgeräte und -systeme, Standortleiter Regensburg
  • Reinhold Stahl, Vizepräsident a. D. Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz
  • Hans-Jürgen Thaus, stellv. Vorstandsvorsitzender a. D. Krones AG
  • Gert Wölfel, Steuerberater; Vorstandsmitglied a. D. OBAG

Ehrenmitglieder[15]

  • Egon Scheubeck (†), Ehem. Geschäftsführer Maschinenfabrik Reinhausen und Scheubeck Holding GmbH & Co.

Campus- und Studentenleben

Studierendenvertretung

Banner der Studierendenvertretung der OTH Regensburg.

An der OTH Regensburg existiert eine Studierendenvertretung gemäß Artikel 52 des Bayerischen Hochschulgesetzes. Neben der gesetzlich vorgegebenen Struktur von Vertretern im Senat und den Fakultätsräten, sowie einem Studentischen Konvent, einem Fachschaften- und einem Sprecherrat bilden sich freie Fachschaften. An der OTH Regensburg sind keine parteipolitischen Hochschulgruppen aktiv.[16] Die Studierendenvertretung sieht sich als parteilos, politisch ungebunden und unabhängig.[17]

Unabhängige Studierenden Organisation (USO e. V.)

Die Unabhängige Studierenden Organisation, kurz USO ist ein gemeinnütziger Verein und setzt sich für die Verbesserung des Hochschullebens ein. Die Mitglieder setzen sich aus Studierenden aller Fakultäten und Studiensemester zusammen.[18] Neben der Unterstützung der Studierendenvertretung und anderer Einrichtungen der OTH Regensburg veranstaltet die USO jedes Semester mit dem „OTH-Fest“ eine der größten Studierendenparties in Regensburg.

Formula Student – Dynamics e. V.

Stolz präsentierte das Dynamics-Team den neuen Elektrorennwagen RP24E der Öffentlichkeit. Foto: OTH Regensburg / Simone Grebler

An der Hochschule Regensburg haben sich im Jahr 2006 Studierende organisiert, um am Konstruktionswettbewerb Formula Student Germany teilzunehmen. Das Verbrenner-Team Dynamics e.V. war in den letzten Jahren sehr erfolgreich und hat sich auch international einen Namen machen können.

In die Saison 2025 startete das Team mit dem RP25e anfangs noch mit technischen Schwierigkeiten, welche aber sehr schnell im Laufe der Saison behoben werden konnten. Dadurch hat das Team der OTH Regensburg die Saison 2025 in der Gesamtwertung mit dem vierten Platz erfolgreich abgeschlossen.

Der Studentische Konvent der OTH Regensburg bezuschusst den Verein jedes Jahr mit einer Zuweisung aus dem Topf für besondere Projekte der Studienzuschüsse.[19]

Campus Regensburg e. V.

Der Campus Regensburg e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Förderung von Kultur und studentischem Engagement an der Hochschule und Universität einsetzt. Der Verein entstammt dem Studentischen Konvent der OTH Regensburg und soll die verbindende Wirkung des Bildungscampus Regensburg zum Ausdruck bringen. Seit 2010[20] veranstaltet er unter anderem das Campusfest. Dabei treten regional wie national bekannte Bands auf. Zu den musikalischen Gästen gehörten bereits James Hersey, Eternal Tango, Bilderbuch oder Grossstadtgeflüster. Seit 2011 wird das Bühnenprogramm um Kleinkunst, Tanz oder Theater erweitert. Studentische Organisationen und Hochschuleinrichtungen präsentieren sich mit Informationsständen. Daneben finden Sportturniere und weitere Rahmenprogrammpunkte statt.[21]

Netzwerk Nachhaltigkeit

Am Campus Regensburg (OTH Regensburg und Universität Regensburg) setzt sich die studentische Initiative Netzwerk Nachhaltigkeit[22] für ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit in allen Bereichen der Hochschulen ein: Betrieb, Lehre, Verwaltung, Forschung, Transfer, Governance und studentisches Leben. Das Netzwerk Nachhaltigkeit versteht sich als eine überparteiliche und basisdemokratische Organisation, das heißt: das gleiche Mitspracherecht für alle, Transparenz und Diskursoffenheit. Es wird inklusiv, macht- und diskriminierungssensibel gearbeitet und sich für buntere Hochschulen eingesetzt. Ein Hauptprojekt des Netzwerks Nachhaltigkeit ist die jährlich stattfindende Regensburger Nachhaltigkeitswoche.[23]

Einzelnachweise

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