Flora Masson
schottisch-britische Krankenschwester, Frauenrechtlerin, Schriftstellerin und Herausgeberin
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Flora Masson (* 1856 in Edinburgh; † 1. Oktober 1937 ebenda) war eine schottisch-britische Krankenschwester, Frauenrechtlerin, Schriftstellerin und Herausgeberin.
Leben
Flora Masson war die älteste von drei Töchtern des Professors David Masson und der Frauenrechtlerin Emily Rosaline Orme.[1] Ihr Vater war Vorsitzender des Fachbereichs Englisch an der Universität Edinburgh.[2] Ihr jüngerer Bruder war der Wissenschaftler David Orme Masson,[3] ihre jüngeren Schwestern waren Helen und die Schriftstellerin Rosaline Masson.[4] Ihre Tante Eliza Orme war die erste Frau, die in England einen Abschluss in Rechtswissenschaften erwarb.[5]
Dank der gesellschaftlichen Verbindungen ihrer Eltern lernte Masson in ihrer Jugend unter anderen Elizabeth Barrett Browning, Thomas Carlyle, Coventry Patmore und J. M. Barrie kennen und hörte Charles Dickens aus Oliver Twist vorlesen.[6]
Masson absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester am St Thomas’ Hospital in London.[7]
Masson arbeitete dann als Oberschwester im Radcliffe Hospital in Oxford und im Eastern Fever Hospital in Homerton (heute das Homerton University Hospital). Während des Ersten Weltkriegs war Masson Oberschwester im Rotkreuzkrankenhaus in der Nähe von Rosewell.[2] Sie wurde „in Anerkennung ihrer wertvollen in England im Zusammenhang mit dem Krieg“ mit dem Royal Red Cross 1. Klasse ausgezeichnet.[8] Masson war eine enge Freundin und Kollegin von Florence Nightingale,[9] die Massons Beförderung zur Oberschwester und sie in Streitigkeiten mit der Krankenhausverwaltung und medizinischen Führungskräften über die Kompetenz des Personals unterstützte.[10]
Masson engagierte sich zusammen mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in den frühen Zeiten der Frauenwahlrechtsbewegung,[7] ein Anliegen, das früh auch ihr Vater unterstützte.[11] Masson schrieb über das Wahlrecht für Frauen in The Parliamentary Franchise for Women, veröffentlicht 1876 im Ladies Edinburgh Journal.[12] Masson trat 1881 der Ladies’ Edinburgh Debating Society bei, die Diskussionen und Vorträge zu verschiedenen feministischen Themen wie Wahlrecht, Ehe und Religion veranstaltete.[13]
Masson gab zwei Bücher ihres Vaters heraus, Memories of London in the Forties (1908) und Memories of Two Cities (1911). Masson wirkte auch an einem Buch ihrer Schwester mit, I Can Remember Robert Louis Stevenson (1923).[14] Ein eigenes Buch, Victorians All, über die berühmten Persönlichkeiten, denen Masson in ihrer Jugend begegnet war, wurde in The Guardian als „ein angenehmes, eher trauriges kleines Buch“ beschrieben. Es handele sich „weniger um ein Buch mit guten Geschichten als vielmehr um reale Begebenheiten“, lautete das Fazit der Rezension.[15]
Masson lebte mit ihrer Schwester Rosaline Masson in Edinburgh, wo sie 1937 starb.[7][16] Sie ist im Familiengrab auf dem Grange Cemetery bestattet.
Werke (Auswahl)
- Florence Nightingale, O.M. By one who knew her (Kurzbiografie), The Scientific Press Ltd., London 1910.
- The Brontës, T. C. & E. C. Jack, London 1912.
- Charles Lamb, T. C. & E. C. Jack, London 1913.
- Robert Boyle, A biography, Constable & Company Ltd, London 1914 (Online).
- Victorians All, W. & R. Chambers, Edinburgh 1931.
- The Heart Is Highland, Grant & Murray Ltd., Edinburgh 1932.