Rosaline Masson
britische Schriftstellerin
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Rosaline Masson (* 6. Mai 1867 in Edinburgh; † 7. Dezember 1949 ebenda) war eine schottisch-britische Autorin.[1]
Leben
Masson war die eine von drei Töchtern des Professors David Masson und der Frauenrechtlerin Emily Rosaline Orme.[2] Ihr Vater war Vorsitzender des Fachbereichs Englisch an der Universität Edinburgh.[3] Ihr jüngerer Bruder war der Wissenschaftler David Orme Masson,[4] ihre Schwestern waren Helen und die Krankenschwester und Frauenrechtlerin Flora Masson.[5] Ihre Tante Eliza Orme war die erste Frau, die in England einen Abschluss in Rechtswissenschaften erwarb.[6] Sie nannte sich manchmal „Rosaline Orme Masson“, vielleicht in Nachahmung ihres Bruders David Orme Masson; jedoch ist ihr Mittelname weder in ihrer Geburts- noch in ihrer Sterbeurkunde verzeichnet,[7]
Als aktive Verfechterin bürgerschaftlicher Anliegen während ihres gesamten Lebens wurde sie 1919 eine der ersten Frauen im Council der Cockburn Association, eine der ältesten Organisationen für Denkmalschutz und Stadtplanung.[8] Masson war bis 1935 in der Organisation tätig und verfasste 1925 eine Geschichte ihrer ersten fünfzig Jahre unter dem Titel Scotia’s Darling Seat, 1875–1925.
Durch ihren Vater begegnete Masson vielen literarischen Größen ihrer Zeit, die das Haus der Familie in Edinburgh besuchten. In ihrem Buch Poets, Patriots, and Lovers berichtet sie zahlreiche Anekdoten über diese Begegnungen, die Einblicke in die Persönlichkeiten der Besucher wie Thomas Carlyle, J. M. Barrie oder Robert Browning geben. Sie verbrachte etwa zwei Wochen mit dem Philosophen Herbert Spencer in dessen Haus in Brighton und auch hiervon finden sich Begebenheiten im Buch.[9]
Masson war eine vielseitige Schriftstellerin, deren Werke Geschichtsdarstellungen wie Scotland the Nation, Biografien von William Wordsworth und Robert Louis Stevenson, Romane wie In Our Town oder Nina sowie Kurzgeschichten wie My Poor Niece and Other Stories oder A Departure from Tradition and Other Stories umfassen, zusätzlich zu Artikeln in Zeitungen und Zeitschriften wie Blackwood’s Magazine, Chambers’s Journal oder The Scotsman.
Masson starb in Edinburgh[10] und ist auf dem Grange Cemetery zusammen mit ihren Eltern begraben.
Werke
- Biografien
- Pollok and Aytoun. Oliphant, Anderson and Ferrier, Edinburgh 1898.
- Wordsworth. The People's Books, London 1912.
- Robert Louis Stevenson. The People's Books, London 1912.
- The life of Robert Louis Stevenson. W. & R. Chambers, Edinburgh 1923.
- Poets, Patriots, and Lovers: Sketches and Memories of Famous People. James Clarke & Co. Ltd. London 1933.
- Geschichte
- Edinburgh, mit Gemälden von John Fulleylove. Adam and Charles Black, London 1904.
- Scotia's Darling Seat, 1875–1925. R. Grant & Son, Edinburgh 1926
- Scotland the Nation. Edinburgh:Thomas Nelson & Sons Ltd., London 1934.
- A Short History of Scotland the Nation. Thomas Nelson & Sons Ltd., London 1942.
- Herausgaben
- Three centuries of English poetry: being selections from Chaucer to Herrick. Macmillan & Co., London 1876.
- Use and Abuse of English: A Hand Book of Composition. James Thin, Edinburgh 1900.
- In Praise of Edinburgh. An anthology in prose and verse, (selected and edited). Constable & Co, London 1912.
- Shakespeare personally. Smith, Elder & Co., London 1914.
- I can remember Robert Louis Stevenson. W. & R. Chambers, Edinburgh 1923.
- Romane und Erzählungen
- My Poor Niece and other stories. T. Fisher Unwin, London 1893
- A Departure from Tradition, and other stories. Bliss Sands & Co., London 1898.
- The Transgressors. Hodder & Stoughton, London 1899.
- In Our Town. Hodder & Stoughton, London 1901.
- Leslie Farquhar. John Murray, London 1902.
- Our Bye-Election. J. W. Arrowsmith, Bristol 1908.
- Nina. Macmillan & Co., London 1911.
- A Better Man. W. & R. Chambers, Edinburgh [1928].