Fornach

Gemeinde im Bezirk Vöcklabruck, Oberösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Fornach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Vöcklabruck im Hausruckviertel mit 1004 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Vöcklabruck.

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Fornach
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Fornach
Fornach (Österreich)
Fornach (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Oberösterreich Oberösterreich
Politischer Bezirk: Vöcklabruck
Kfz-Kennzeichen: VB
Fläche: 17,70 km²
Koordinaten: 48° 1′ N, 13° 26′ O
Höhe: 565 m ü. A.
Einwohner: 1.004 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 57 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4892
Vorwahl: 07682
Gemeindekennziffer: 4 17 08
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Fornach 2
4892 Fornach
Website: fornach.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Hubert Neuwirth (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(13 Mitglieder)
10
3
10 3 
Insgesamt 13 Sitze
Lage von Fornach im Bezirk Vöcklabruck
Lage der Gemeinde Fornach im Bezirk  Vöcklabruck (anklickbare Karte)AtzbachLenzingManningPfaffingSchlattSt. Lorenz
Lage der Gemeinde Fornach im Bezirk Vöcklabruck (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Südsüdwestansicht von Fornach
Südsüdwestansicht von Fornach
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
Schließen
Die Gemeinde Fornach aus Blickrichtung der Aussichtsplattform mit einer Nebelbank über dem Vöcklatal

Geografie

Fornach liegt auf 565 m Höhe im Hausruckviertel, nordwestlich von Vöcklamarkt, im südlichen Hausruck und Kobernaußerwald-Zug im Tal der Fornacher Redl.

Die Ausdehnung der Gemeinde beträgt von Nord nach Süd 5,7 km, von West nach Ost 6,3 km. Die Gesamtfläche beträgt 17,70 km², 56,7 % der Fläche ist bewaldet, 37,6 % landwirtschaftlich genutzt.

Die höchste Erhebung ist die Ries’n in Norden mit ca. 730 Metern (auf Gemeindegebiet, Hauptgipfel Hobelsberg, 777 m, Gem. Frankenburg), im Westen liegt das Meisterholz (711 m, Gem. Pöndorf).

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst 24 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[1]):

  • Adligen (36)
  • Doppelmühle (38)
  • Emming (78)
  • Fachberg (10)
  • Feichtenberg (36)
  • Fornach (258)
  • Gferreth (28)
  • Gmeineck (34)
  • Grilln (1)
  • Grillnpoint (79)
  • Grubleiten (34)
  • Grubleitenpoint (53)
  • Pichl (21)
  • Piereth (4)
  • Ramsau (17)
  • Röth (5)
  • Sallach (47)
  • Saxigen (106)
  • Schnöllerberg (9)
  • Schwandeck (8)
  • Seppenröth (39)
  • Unterholzing (7)
  • Walligen (37)
  • Zaißen (19)

Die Gemeinde besteht aus zwei Katastralgemeinden: Fornach und Walligen.

Benachbarte Gemeinden

Lohnsburg
(Bezirk Ried)
Redleiten Frankenburg am Hausruck
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Pfaffing
Pöndorf Frankenmarkt

Dabei ist das Redlbachtal politisch durchaus zergliedert, flussaufwärts liegt ab der Mündung in die Vöckla Gemeindegebiet von Vöcklamarkt, Pfaffing, dann Fornach, kurz rechtsufrig Pöndorf, dann auch links Redleiten, linksufrig Frankenburg.

Geschichte

Ortsgeschichte

Über das Redltal wanderten die Bayern in das Gebiet von Fornach ein.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Durch die Reformen von Kaiser Joseph II. 1780 bis 1790 wurde 1787 die Pfarre Fornach geschaffen, wobei 21 Ortschaften aus dem Pfaffinger Kirchensprengel zur neuen josephinischen Pfarre Fornach gekommen sind.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung

Fornach: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
729
1880
 
698
1890
 
721
1900
 
657
1910
 
667
1923
 
697
1934
 
682
1939
 
653
1951
 
679
1961
 
641
1971
 
690
1981
 
710
1991
 
786
2001
 
863
2011
 
935
2021
 
984
2025
 
1.004
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021
Pfarrkirche hl. Leopold

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Von den 51 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden zwanzig im Haupt-, dreißig im Nebenerwerb und eine von einer juristischen Person geführt. Im Produktionssektor arbeiteten 35 Personen im Bereich Herstellung von Waren und elf im Baugewerbe. Die größten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren die Bereiche freiberufliche Dienstleistungen (81), soziale und öffentliche Dienste (17) und der Handel (11 Erwerbstätige).[2][3][4]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 51 79 50 51
Produktion 9 4 47 16
Dienstleistung 35 21 126 38
Schließen

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln

Im Jahr 2011 lebten 510 Erwerbstätige in Fornach. Davon arbeiteten 115 in der Gemeinde, mehr als drei Viertel pendelten aus.[5]

Politik

Gemeinderat

Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:

  • 1997: 9 ÖVP, 2 FPÖ und 2 SPÖ.
  • 2003: 10 ÖVP, 2 SPÖ und 1 FPÖ.
  • 2009: 10 ÖVP, 2 SPÖ und 1 FPÖ.
  • 2015: 9 ÖVP, 3 FPÖ und 1 SPÖ.
  • 2021: 10 ÖVP und 3 FPÖ.[6]

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1850 waren:[7]

  • 1850–1855 Franz Mayr
  • 1855–1861 Joseph Scheibl
  • 1861–1864 Georg Schlager
  • 1864–1870 Johann Huber
  • 1870–1873 Anton Herzog
  • 1873–1876 August Ritzinger
  • 1876–1879 Franz Huber
  • 1879–1882 Josef Scheibl
  • 1882–1885 Franz Huber
  • 1885–1894 Franz Reiter
  • 1894–1897 Johann Huber
  • 1897–1900 Josef Scheibl
  • 1900–1903 Johann Huber
  • 1903–1906 Mathias Mayr
  • 1906–1909 Johann Huber
  • 1909–1912 Josef Holzinger
  • 1912–1919 Josef Asen
  • 1919–1924 Johann Huber
  • 1924–1929 Johann Mayr
  • 1929–1937 Josef Scheibl
  • 1937–1938 Simon Reitter
  • 1938–1938 Josef Lohninger
  • 1938–1945 Johann Kaltenleitner
  • 1945–1945 Michael Tremel
  • 1945–1967 Johann Streicher
  • 1967–1990 Josef Mayr
  • 1990–2003 Franz Steiner
  • 2003–2015 Wolfgang Zieher
  • seit 2015 Hubert Neuwirth (ÖVP)

Wappen

Blasonierung:

„Gespalten von Gold und Grün; rechts und links je ein aufrechtes Farnblatt in gewechselten Farben.“

Die Gemeindefarben sind Gelb-Grün.

Das 1975 verliehene Gemeindewappen erklärt als redendes Wappen den Ortsnamen als „Gegend, in welcher Farnkräuter wachsen“.[8]

Literatur

  • Anton Wilhelm: Geschichte von Vöcklamarkt, Pfaffing und Fornach. Verfaßt unter Einbeziehung der „Geschichte des Marktes und der Pfarre Vöcklamarkt“ von Hugo Jud (1903). Hrsg. von der Marktgemeinde Vöcklamarkt und den Gemeinden Pfaffing und Fornach, Vöcklamarkt 1975.
  • Fornach. Seine Menschen und ihre Häuser. Moserbauer, Ried im Innkreis 2003.
  • Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Fornach. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. 2006, S. 1–48 (zobodat.at [PDF]).
Commons: Fornach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI