Forst (Gerhardshofen)
Gemeindeteil der Gemeinde Gerhardshofen
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Forst () ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Gerhardshofen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).[2] Forst liegt in der Gemarkung Gerhardshofen.[3]
Forst Gemeinde Gerhardshofen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 38′ N, 10° 41′ O |
| Höhe: | 280–291 m ü. NHN |
| Einwohner: | 60 (31. Dez. 2022)[1] |
| Postleitzahl: | 91466 |
| Vorwahl: | 09163 |
Geografie
Das Kirchdorf liegt am östlichen Ufer der Aisch. Im Süden liegt das Flurgebiet Auf der Höhe. Forst wird von der Bundesstraße 470 tangiert, die nach Gerhardshofen (0,7 km nordöstlich) bzw. nach Diespeck (5,5 km südwestlich) führt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Vahlenmühle (0,8 km südlich).[4]
Geschichte
Der Ort wurde 1361/64 als „Forst“ im burggräflichen Urbar erstmals urkundlich erwähnt.[5] Die Filialkirche St. Katharina wurde im 14. Jahrhundert errichtet.[6] Im Dreißigjährigen Krieg wurde Forst 1632 geplündert und gebrandschatzt.[7]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Forst 13 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-bayreuthische Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach aus. Alle Anwesen hatten das Fürstentum Bayreuth als Grundherrn (Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach: 1 Halbhof, 1 Viertelhof, 2 Achtelhöfe, 1 Mühle, 1 Höflein, 1 Schmiede, 3 Güter, 1 Gütlein; Klosteramt Birkenfeld: 2 Widemgüter).[8]
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Forst dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Dachsbach und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Gerhardshofen zugeordnet.[9][10]
Baudenkmäler
- Haus Nr. 2: evang.-luth. Filialkirche St. Katharina[11]
- Scheune am östlichen Ortsausgang, konstruktives Fachwerk; zwischen den Scheunentoren Flachrelief mit Pferdefuhrwerk und Inschrift: „Johan Kolb / SOLO“ (sic!) „DEO GLORJA / 1826“[12]
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Gerhardshofen) gepfarrt.[8][22]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Forst. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 160 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 96 (Digitalisat). Ebd. S. 185 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Forst. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 248 (Digitalisat).
- Richard Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 32). Deutscher Kunstverlag, München 1972, S. 68–69.
Weblinks
- Ortsteile > Forst. In: gerhardshofen.de. Abgerufen am 27. Juli 2023.
- Forst in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 9. Februar 2023.
- Forst in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 20. September 2019.
- Forst im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 28. Mai 2025.
