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Frank McHugh

US-amerikanischer Schauspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Frank McHugh (* 23. Mai 1898 in Homestead, Pennsylvania als Francis Curray McHugh; † 11. September 1981 in Greenwich, Connecticut) war ein US-amerikanischer Film- und Theaterschauspieler, der in zahlreichen Hollywood-Filmen vor allem kumpelhaft-komische Nebenrollen verkörperte.

Leben

Frank McHugh wurde als Sohn von Theaterschauspielern geboren, die ein eigenes Schauspielensemble führten. Er spielte bereits im Alter von zehn Jahren in den Produktionen seiner Eltern, häufig zusammen mit seinen Geschwistern Matt McHugh (1894–1971) und Kitty McHugh (1902–1954). Beide wurden ebenfalls Schauspieler und hatten lange Filmkarrieren, wenn auch nicht so erfolgreich wie ihr Bruder Frank. Als junger Erwachsener tourte McHugh mit verschiedenen Gruppen durch ganz Amerika und spielte in Vaudeville-Shows. Ende der 1920er-Jahre kam zum Broadway, wo er während dieser Zeit in fünf Produktionen auftrat. Wie viele andere Bühnenschauspieler wurde McHugh zum Beginn der Tonfilmzeit nach Hollywood verpflichtet. Er erhielt einen Studiovertrag bei Warner Brothers, wo er bis zu seinem Vertragsende 1942 zu den vielbeschäftigsten und populärsten Nebendarstellern zählte.[1] Sein erster Film war Start in die Dämmerung von Howard Hawks, wo er sofort eine gute Nebenrolle erhielt.

McHugh spielte bei Warner Brothers in allen Genres, wobei er häufig als gutmütiger, komisch wirkender Sidekick zu den Hauptdarstellern eingesetzt wurde. Seine Markenzeichen waren ein leicht schreiendes Gelächter sowie die häufige Darstellung von Betrunkenen.[2] Im Melodram Reise ohne Wiederkehr aus dem Jahre verkörperte er neben Kay Francis und William Powell einen freundlichen Taschendieb, eine Rolle, die er in der Neuverfilmung Till We Meet Again (1940) erneut aufnahm. Einen markanten Auftritt hatte er als pessimistischer Choreograf im Berkeley-Musical Parade im Rampenlicht (1933). In Max Reinhardts aufwendiger Shakespeare-Verfilmung Ein Sommernachtstraum (1935) spielte er den Zimmermann Squenz, der mit anderen Handwerkern ein Stück zur Hochzeit des Königs aufführt. Gelegentlich spielte er auch in Western, etwa an der Seite von Errol Flynn und Olivia de Havilland in Herr des wilden Westens (1939) als tapferer Zeitungsredakteur, der wegen eines kritischen Artikels ermordet wird. Eine seiner wenigen Hauptrollen hatte McHugh im Jahr 1936 in der Komödie Three Men on a Horse unter Regie von Mervyn LeRoy, bei der er noch vor Joan Blondell als erster im Vorspann angekündigt wurde.

Bekanntheit erlangte McHugh auch durch seine langjährige Zusammenarbeit mit James Cagney bei elf Filmen. Beide spielten unter anderem gemeinsam in Die wilden Zwanziger und Im Taumel der Weltstadt. Daneben spielte er auch regelmäßig an der Seite von Pat O’Brien. McHugh, Cagney und O’Brien waren Amerikaner irischer Herkunft und in ihrem Privatleben gute Freunde. Sie galten als Mitglieder der „Irish Mafia“, eines überwiegend irischstämmigen Freundeskreises (der aber nichts mit der Mafia zu tun hatte), zu dem unter anderem auch Spencer Tracy, Allen Jenkins und Ralph Bellamy gehörten.[3] 1944 war McHugh in einer seiner bekanntesten Rollen im Filmklassiker Der Weg zum Glück als lässiger Pfarrer O’Dowd an der Seite von Bing Crosby zu sehen. Während der Kriegsjahre unterstützte er die amerikanische Armee als Truppenunterhalter.[4] 1949 verkörperte er den gewitzten Presseagenten Windy in Panik um King Kong.

In den 1950er-Jahren, als Hollywood generell eine wirtschaftliche Krise ereilte, ließ die Anzahl der Kinofilm-Auftritte von McHugh deutlich nach. Stattdessen begann er, im neuen Massenmedium Fernsehen in vielen Shows und Serien aufzutreten. In 27 Folgen der Bing Crosby Show verkörperte er zwischen 1964 und 1965 die feste Nebenrolle des Willie. Zu den bekannteren Filmen von McHughs späterer Karriere gehören die Musicalkomödie Rhythmus im Blut mit Marilyn Monroe sowie John Fords Politikdrama Das letzte Hurra neben Spencer Tracy. Seine letzte Filmrolle spielte er 1967 als Schiffskapitän in dem Elvis-Presley-Film Seemann, ahoi!. Insgesamt absolvierte McHugh bis zum Jahre 1969 rund 165 Film- und Fernsehauftritte.

Frank McHugh war von 1933 bis zu seinem Tod mit Dorothy Spencer (1905–1999) verheiratet. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Er verstarb 1981 im Alter von 83 Jahren nach kurzer Krankheit.[5] Er liegt auf dem Fairview Cemetery in West Hartford bestattet.[6]

Filmografie (Auswahl)

Commons: Frank McHugh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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