Freya Tarbit
britische Skeletonfahrerin
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Freya Tarbit (* 24. August 2000 in Derby) ist eine britische Skeletonsportlerin. Ihr bisher größter Erfolg ist der Gewinn der Bronzemedaille bei den Europameisterschaften 2026 in St. Moritz im Mixed-Wettbewerb. Darüber hinaus gewann sie in der Saison 2022/23 die Gesamtwertung im Skeleton-Europacup.
| Freya Tarbit | |||||||||||||||||||
| Nation | |||||||||||||||||||
| Geburtstag | 24. August 2000 (25 Jahre) | ||||||||||||||||||
| Geburtsort | Derby, Vereinigtes Königreich | ||||||||||||||||||
| Größe | 178 cm | ||||||||||||||||||
| Gewicht | 70 kg | ||||||||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||||||||
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| Nationalkader | seit 2021 | ||||||||||||||||||
| Status | aktiv | ||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||||
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| Platzierungen im WC/EC/NAC/IC | |||||||||||||||||||
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| letzte Änderung: 9. Januar 2026 | |||||||||||||||||||
Karriere
Tarbit besuchte die Friesland School in Sandiacre in der Grafschaft Derbyshire. An dieser Schule betrieb sie zunächst Leichtathletik, wobei sie es vor allem im Weitsprung und Sprint zu einigen Erfolgen brachte.[1] 2019 nahm sie an der „Discover Your Gold“-Kampagne teil und wurde nach bestandenen Sichtungstests Teil des britischen Skeleton-Talentteams.
Nach zirka anderthalb Jahren Trainings wurde Tarbit in der Endphase der Saison 2020/21 vom britischen Bob- und Skeletonverband (BBSA) für den Europacup nominiert, in dem sie am 18. Februar 2021 in Igls ihre Premiere feierte und einen respektablen fünften Platz belegte. Dieser Wettbewerb wurde gleichzeitig als Junioren-Europameisterschaft gewertet. In der Saison 2021/22 wurde Tarbit wieder für den Europacup nominiert, in dem ihre Leistungen allerdings etwas stagnierten. Saisonhöhepunkt war die erstmalige Teilnahme an den Junioren-Weltmeisterschaften in Igls am 21. Januar 2022, bei denen Tarbit den 10. Platz belegte. Ihre gleichaltrige Teamkollegin Tabitha Stoecker gewann dabei die Silbermedaille.[2] In der Saison 2022/23 konnte Tarbit im Europacup erste Podiumsplätze belegen und feierte zudem zusammen mit Stoecker am 6. Januar 2023 ihr Debüt im Weltcup in Winterberg. Eine Woche später gewann sie auf der gleichen Bahn hinter ihrer Teamkollegin Bronze bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2023. Während des Rennens zog sich Tarbit einen Muskelfaserriss zu, der sie später noch in ihrer Karriere bremsen sollte.[3] Wegen der erlittenen Verletzung verpasste Tarbit die Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaften 2023 auf der traditionsreichen Natureisbahn in St. Moritz, bei denen Kollegin Stoecker ihr Debüt gab. Zum Saisonfinale im Europacup konnte Tarbit das teaminterne Duell mit Stoecker jedoch für sich entscheiden und gewann die Europacupgesamtwertung der Saison 2022/23 vor ihrer Kollegin. Hinzu kam noch eine Silbermedaille hinter Stoecker beim letzten Europacuprennen, welches auch als Junioren-Europameisterschaft gewertet wurde.[4]
Für die Saison 2023/24 wurde Tarbit erstmals von Beginn an für den Weltcup nominiert. Nachdem sie den ersten Weltcup im chinesischen Yanging noch ausgelassen hatte, startete sie in La Plagne am 8. Dezember 2023 in die Weltcupsaison mit einem 14. Platz. In einem sehr kuriosen Wettkampf gelang ihrer Kollegin Stoecker bei ihrem erst zweiten Weltcup-Einsatz die Sensation. Begünstigt durch sehr schwankende Laufzeiten der arrivierten Konkurrenz mit namhaften Sportlerinnen wie Kimberley Bos oder Jacqueline Pfeifer gewann die Britin mit 7 Hundertstel Vorsprung vor Mystique Ro ihren ersten Weltcup.[5][6] Während Stocker mit Platz zehn in der Weltcupgesamtwertung eine respektable erste Weltcupsaison absolvierte, stagnierten bei Tarbit die Leistungen eher und bedeuteten am Saisonende den 20. Platz in der Weltcupgesamtwertung. Damit lag sie noch hinter der dritten britischen Weltcupstarterin Amelia Coltman, die bei der Europameisterschaft in Sigulda die Bronzemedaille gewann, während Tarbit Rang acht belegte. Für die Weltmeisterschaften in Winterberg wurde Tarbit wohl verletzungsbedingt nicht nominiert, während ihre Kollegin Stoecker im Mixed-Wettbewerb zusammen mit Matt Weston die Silbermedaille gewann.
Die Saison 2024/25 begann für Tarbit entgegen sehr erfreulich. Den Weltcupauftakt in Pyeongchang gewann Kollegin Coltman, während Tarbit mit einem vierten Platz nur um zwei Hundertstel ihren ersten Podestplatz im Weltcup verfehlte. Beim zweiten Wettbewerb in Pyeongchang gelang ihr dann jedoch die Überraschung, Tarbit konnte mit großem Vorsprung vor Olympiasiegerin Hannah Neise ihren ersten Weltcupsieg feiern. Beim nächsten Weltcup folgte in Yanqing noch ein dritter Platz, danach wurden die Leistungen wieder etwas durchwachsen. Dennoch konnte sich Tarbit wie auch Stoecker und vor allem Coltman in dieser Saison in der Weltspitze etablieren. Coltman belegte am Saisonende den vierten Platz, Stoecker und Tarbit den 7. und 8. Platz in der Weltcupgesamtwertung. Bei den Weltmeisterschaften 2025 in Lake Placid kam das britische Trio auf der schwierigen Olympia-Bobbahn Mount Van Hoevenberg jedoch nicht zurecht. Bei ihrem WM-Debüt belegte Tarbit den 18. Platz mit über drei Sekunden Rückstand auf Weltmeisterin Kimberley Bos.